Automobilslalom. Minutenlange Höchstspannung.

Die Saison 2015 ist vorbei. Ja, ich habs getan – nach vielen Jahren wieder einige Slaloms gefahren.

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Was ist das eigentlich, Automobilslalom? Wikipedia sagt, er zählt zum Breitensport und ist auch für Privatleute finanzierbar.

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Die Aufgabe besteht darin, eine mit Pylonen markierte Strecke auf Teer oder Beton möglichst fehlerfrei und schnell zu durchfahren. Das Umwerfen eines Pylons kostet 3 Strafsekunden – und damit meist auch die Chance auf eine vordere Platzierung.

Es geht also darum, ein Auto am fahrwerkstechnischen Limit, genau am Übergang von Haft- zur Gleitreibung zwischen Reifen und Strasse, möglichst exakt und schnell zu bewegen. Manchmal bin ich übermotiviert …

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Die Slaloms in unserer Region werden auf Flugplätzen, abgesperrten Straßen oder auch großen Firmen-Parkplätzen veranstaltet. Fast immer am Sonntag morgen gehts los, meistens mit 40-100 Teilnehmern. Man kennt sich untereinander, es herrscht eine super Atmosphäre und jeder Neueinsteiger wird auch noch mit Tips versorgt!

Der Aufwand ist wirklich nicht riesig: eine Lizenz kann man meist auch bei der Veranstaltung direkt beantragen. In der Gruppe G (seriennah) reicht ein ganz normales Strassenauto, um mal reinzuschnuppern. Viele Autos sind aber mit Fahrwerk und Reifen (profillose Renn-Slicks) so speziell vorbereitet, dass die Fahrer sie per Anhänger zur Veranstaltung bringen. Oder zumindest vorher die Räder tauschen.

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In der Gruppe F (verbessert, aber meist noch strassenzugelassen) oder H (da ist auch keine Zulassung mehr notwendig) ist der Aufwand schon höher. Es werden traumhaft schön vorbereitete Autos gefahren, von den massenhaft auftretenden Polos über viele BMW’s (02er, E30, E36, E46), NSU TT, Porsche oder die berühmtem C-Kadett-Coupes – alles, was einigermassen leicht und flott ist, kann vorne mitfahren. Leider sind die aktuellen Fahrzeuggenerationen fast alle zu schwer, zu aufwendig – es gibt wenige Ausnahmen, eine davon fahre ich.

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Mein „Renngerät“ ist ein weitestgehend serienmässiger Toyota GT86 für die Gruppe G in der höchsten Leistungsgewichtsklasse (da bekommt man es schonmal mit einem Porsche GT3 in der Klasse zu tun).

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Mit einem KW Clubsport-Fahrwerk ausgerüstet, das Wolfgang Weber von wwmotorsport eingestellt und abgestimmt hat – ich hab während der laufenden Saison nur minimale Anpassungen vorgenommen. Auch will ich nicht mit dem Anhänger rumfahren,

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sondern fahre mit den gleichen, strassenzugelassenen Reifen in Seriengröße auf Serienfelgen zur Veranstaltung hin, passe den Luftdruck an und fahr danach genauso wieder zurück.

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Also wirklich wenig Aufwand.

Das reicht, um einen Riesen-Spaß mit dem Auto zu haben und die Fahrzeugbeherrschung zu verbessern. Nirgend wo sonst im Motorsport gibts so viele Richtungsänderungen in so kurzer Zeit! Nach ein paar Veranstaltungen steht auch fest: man kann mit deaktiviertem Stabilitätsprogramm etwas schneller sein, muss aber natürlich 100%ig bei der Sache sein, um nicht abzufliegen. Das ist auf der Strasse niemals immer möglich – und hat mich überzeugt, dass die elektronischen Regelsysteme schon eine sehr gute Sache sind. Aber eben auch, dass die menschliche Vorausschau und Reaktion noch nicht von der Elektronik übertroffen wird, wenn man entsprechend geübt ist.

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Damit ist auch ein direkter Beitrag zur Verkehrssicherheit verbunden: es wird die schnelle Reaktion auf Hindernisse geübt und damit kann vielleicht die eine oder andere Kollision vermieden werden. Wollt Ihr mal mitfahren? Hier geht das, ich habs auf Youtube verewigt: Slalom Arnbruck 2015

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Was hat die Saison gebracht? Ich hab viele nette Leute kennengelernt, die allesamt auch den „Motorsport-Nagel“ im Kopf haben Es war immer lustig, und wir waren im Rahmen des Slalom-Städte-Pokals in Nordbayern, Tschechien und in unserer Region unterwegs, bis ganz in den Südosten. Sogar ein paar Pokale hats für mich gegeben. Ein Riesen – Spaß, fast unvergleichbar!

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Meine Reifen (Toyo R888 ) haben noch einiges an Restprofil, also muss ich ja eigentlich nächstes Jahr auch wieder …  mal sehen. Will noch jemand nittenaudabei sein?

#dieselgate Leute, lassts die Kirche mal im Dorf.

Was ist denn das für eine Hetzjagd derzeit auf VW? Die VW-Leute sind ja naturgemäss nicht meine besten Freunde, ich find auch die Autos alle zusammen ziemlich fad. Und in Sachen Umweltschonung von Beginn der Produktion inklusive Rohstoffherstellung bis zur Fahrt eines jeden Kilometers auf der Strasse gibts meiner Meinung nach nichts sinnvolleres als ein Toyota Vollhybridauto. Aber dennoch: den Ansturm unserer westlichen „Lügenpresse“ hat der VW Konzern nicht verdient.

Die haben einen Fehler gemacht, klar. Mit falschen Schadstoffwerten trickst man nicht. Man versucht auch gefälligst nicht, durch technische Tricks gesetzliche Vorschriften zu umgehen. Basta. Da kommen sogar die US-Amerikaner drauf, die ansonsten nicht grad die Umweltengel sind.

Nochmal zum Betrug: Das soll auch bestraft werden – aber müssen da gleich Milliardenwerte vernichtet werden, zumindest als Börsenwerte? Ist jetzt laut unserer Presse die Abgastrickserei die wichtigste Sache der Welt? Griechenland ist gar kein Problem mehr? Hätte man dort die Milliarden nicht sinnvoller versenkt als an der Börse, wenn die Kohle schon verbrannt werden muss?

Was genau ist denn jetzt passiert? ist irgendjemand dadurch zu Schaden gekommen, bewiesenermassen? Jaja, die höheren Emissionen … aber wie relevant sind die wirklich im Vergleich zu einer ordentlichen Grillfeier mit Holzkohlebriketts und Grillanzünder? Das soll jetzt die Angelegenheit nicht „kleinreden“, aber es gibt schon wesentlich größere Umweltverschmutzer, die bei weitem nicht so an den Pranger gestellt werden.

Ein kleines bisschen „genchi genbutsu“, zur Quelle gehen: wer hat denn von dieser Geschichte einen Vorteil? Schaut irgendjemand an der Börse, wer die VW-Aktien, die ja jetzt ganz kurzfristig wesentlich billiger zu haben sind, derzeit kauft? Oder wer hinter den Käufern steht? Oder wer durch Optionshandel in den Wochen zuvor sich jetzt eine goldene Nase „verdient“?

Was ich nicht glaube: dass der VW Konzern durch einen Mitbewerber angeschwärzt wurde. Die wissen doch alle voneinander, mit welchen Kniffen der Mitbewerber sein neues Auto ausgerüstet hat. Auf jeden Fall spätestens ein paar Tage nach Marktstart: ich habs selbst mal mitbekommen, wie von BMW ein nigelnagelneuer Lexus zerlegt wurde, um an die „Geheimnisse“ zu kommen. Also wird da nicht eine Krähe der anderen …  und überhaupt versucht die Presse ohnehin schon, auch anderen Fahrzeugherstellern einen „Betrug“ nachzuweisen.

So sehe ich das: In Europa muss ein Auto, damit es die Zulassungskriterien erfüllt, bei einem exakt beschriebenen Testablauf auf einem Rollenprüfstand bestimmte Emissionswerte erfüllen. Genau das wird geprüft- und nicht, was das Auto im Strassenverkehr ausstösst. Und genau dafür optimieren die Hersteller die Steuerungssoftware – wenn das Auto aus dem „Fenster“ des Prüfzyklus fährt, wird es nicht mehr mit dem „Prüfstands“, sondern mit dem „Alltagsprogramm“ betrieben. Die Auswirkungen sieht man ohnehin überall: die Differenz zwischen EU-konform ermitteltem Verbrauchswert und tatsächlichem Verbrauch (siehe z.B. Spritmonitor.de) steigt von Jahr zu Jahr und bei jedem neuen Modell, weil die Hersteller die Programmierung immer extremer auslegen. Damit begeht keiner einen Betrug! Der entsprechende Hersteller erfüllt die Zulassungskriterien. Nicht mehr, nicht weniger. Allerdings gibt es auch in Europa in der EU-VO 715/2007 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen die Forderung: „Die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, ist unzulässig.“ Wenn das der Fall in Europa sein sollte, dann könnten die mit dieser Software ausgerüsteten Autos ihre ABE verlieren. Das wird sich zeigen – und in dem Fall wird der Skandal natürlich noch viel größer.

Jetzt ist die Politik gefragt, neue, bessere, sinnvollere Regelungen und Vorschriften zu finden! Die haben aber keine Ahnung und sind ganz offensichtlich nicht fähig, sich vorzustellen, was ein Unternehmen macht, um einen möglichst hohen Ertrag zu generieren. Es sollten in der Politik doch auch ausser Ex-Beamten Leute zu finden sein, die mit ein bisserl gesundem Menschenverstand an die Ausarbeitung von Vorschriften herangehen. Einfach und praxisnah.

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Meine Schuh – Geschichte. Jetzt auch im Oekona – Magazin zu lesen!

Das Interview war fast WP_20150111_001genauso lustig wie der Schuhmacherkurs selbst – und für den nächsten Kurs im Herbst hab ich mich auch schon angemeldet, diesmal werden es Schuhe für meine Ex-Freundin und Ehe-Frau.

https://www.yumpu.com/de/embed/view/Flt5rjn6TQXjcWy1

Downsizing. Gut oder gut – und für wen?

Der Begriff wird seit ein paar Jahren in der Autopresse immer öfter verwendet.

Downsizing – was bedeutet das?

Es soll aussagen, dass ein neuer Motor die gleiche oder sogar etwas höhere Leistung bei geringerem Hubraum entwickelt. Oft reduziert sich auch die Anzahl der Zylinder im Motor – es sind sogar deutsche „Premiumautomobile“ mit 3-Zylinder-Motor zu haben, wo vor ein paar Jahren standesgemäss noch mindestens ein 6-Zylinder eingebaut war. Gleichzeitig mit der Reduzierung der Motorgröße wird die Aufladung, meist per Turbolader, erhöht.

Was ist der Effekt?

Die Hersteller werben mit Verbrauchs (CO2) – und Schadstoffreduzierungen. Auf dem Papier nachvollziehbar, die Verbrauchswerte laut Angabenverordnung reduzieren sich. Allerdings: in der Praxis ist davon nicht viel zu spüren, das kann man  auch nachvollziehen, z.B. auf www.spritmonitor.de (hier ermitteln viele tausend Autofahrer die tatsächlichen Verbräuche ihrer Autos) . Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Hersteller die Motor – Steuerungselektronik mittlerweile ganz exakt auf die vorgeschriebenen Zyklusfahrten hin optimieren. Für die alltäglichen Fahren leider meist ohne Auswirkung, mache Fahrzeuge haben sogar einen höheren Verbrauch als die direkten Vorgänger.

Mittlerweile wird die Drehmomententwicklung dieser aufgeladenen Motoren so gesteuert, dass der Fahrer im meistens genutzten niedrigen Drehzahlbereich das Gefühl von viel „Motorkraft“ vermittelt bekommt. Bei mehr Leistungsanforderung / höheren Drehzahlen merkt man dann aber schnell, dass auch hier nur mit Wasser gekocht wird – vor allem im direkten Vergleich zu einem guten Saugmotor auf der Straße.

Wie sieht es mit der Haltbarkeit von solch aufgeladenen kleinen Motoren aus? Nun, prinzipiell glaube ich schon, dass die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller das Thema im Griff haben und die Motoren technisch halten werden, auch bei hohen 6-stelligen Laufleistungen. Allerdings ist das ganze „Drumherum“ um so einen Motor so kompliziert, aufwendig und damit störanfällig, dass schon relativ kleine Defekte an dem Turboladersystem oder Abgasrückführung den Motor in einen Notlauf mit minimaler Leistungsabgabe zwingen. Solche Reparaturen sind, da sie meist auch ausserhalb der Garantiezeit auftreten, aber dann schnell im 4-stelligen Eurobereich angesiedelt, bei schon relativ geringer Laufleistung – im Vergleich ist sogar ein Akku eines Hybridautos (der bei Toyota bis zu 10 Jahre Garantie hat) günstig. Die Hersteller machen auch unverständliche Fehler, so dass z.B. viele VW- und BMW – Motoren mit abgerissenen, weil offensichtlich unterdimensionierten Steuerketten verenden – ganze Internetforen werden mit dem Thema gefüllt. Manche meinen gar, die Hersteller machen die ganzen Dinge mit der Reduzierung der Dauerhaltbarkeit, um den Umsatz und die Absatzzahlen auf dem hohen Niveau zu halten.

Gibt es Alternativen ? Ja, aber relativ wenige: Es gibt ein paar Benzin-Saugmotoren, die mittels spezieller Verbrennungsverfahren und hohen Verdichtungen bessere Effizienz versprechen. Ansonsten und vor allem bei allen Dieselmotoren bleibt den Herstellern derzeit kein anderer Ausweg. Ausser ein Vollhybridsystem wie bei Toyota: das arbeitet mit relativ anspruchslosen Benzinmotoren, die nur in einem gewissen Drehzahlbereich arbeiten müssen (kein unter- oder zu hochtouriges Fahren) und in diesem Bereich auf maximale Effizienz getrimmt werden.

Wie gehts weiter, vielleicht mit einer Kombination aus Downsizing und Hybridantrieb? Man darf gespannt bleiben.

Autohändler(innen). Alles Verbrecher? Oder ist das normaler Service?

Es ist wirklich unglaublich. Die alten Klischees stimmen, immer noch! Autohändler wollen nur schnell Geld verdienen und dafür wenig tun. Ich habe nicht geglaubt, dass es das noch gibt, heutzutage.

Aber der Reihe nach:

Eine liebe Kundin hatte leider einen Unfall mit ihrem geliebten Auris D-CAT, Totalschaden, die Versicherung zahlt nur den (natürlich viel zu niedrigen) Restwert.

Nun gibts so ein Auto nicht in einer Angebots-Menge wie einen popeligen Golf oder 3er BMW. Und das Auto soll natürlich auch passen, in Sachen Preis-Leistung, so sind die Kunden das zu recht bei uns gewohnt.

Also ab in die Online-Welt und so ein Auto gesucht. Gar nicht einfach. Alles, was einigermassen in unserer Nähe und preislich interessant ist, war grad reserviert oder bereits verkauft. Am zweiten Tag der Suche taucht plötzlich ein Angebot im Online-Wirrwar auf: junges Baujahr, scheckheftgepflegt und unfallfrei, von einem Händler – in Magdeburg. Grmbf. 500km. Egal. Email geschrieben, Antwort kommt prompt: Mit dem Auto ist alles in Ordnung.

Rücksprache mit der Kundin, telefonischer Kontakt mit der Verkäuferin, Brief faxen lassen, elektronische Fahrzeughistorie gecheckt: sollte wirklich alles passen, jeder Service wurde pünktlich durchgeführt, kein Unfall nachvollziehbar.

Los gehts. Einen Mietwagen bei Sixt geholt und ab nach Magdeburg. Dort angekommen, ist an der Adresse keine Spur von einem Autohändler zu sehen. Nach kompletter Umrundung des Häuserblocks mal nach unten gesehen: ach ja, ein paar Meter unter dem Strassenniveau ist da ein Platz mit Container(oder so ähnlich)-Büro, auf dem dicht an dicht ca. 30 Autos stehen. Und ganz vorne dran der Auris.

Erste Runde ums Auto: da sind ja Winterreifen drauf! Und hinten an der Stoßstange gibts doch einen Schaden. Und einen Windschutzscheibensteinschlag. Gut, mal zum Container schauen.

Die Wende war hier wohl erst vor Kurzem? Die engagierte, mitteljunge Dame reagiert auf meine Bemerkungen und Reklamationen immer auf die gleiche Art: Die Reparatur der Stoßstange könnte man hier ja für ein paar Euro machen.  – Ja, warum wurde es denn dann nicht gemacht?? – Ach, sie sind ja vom Fach, lassen sie das mal selber machen. – Die Winterreifen waren schon drauf. Sie sagt, sie bekommt die Autos auch so. Der fehlende Schlüssel war dann schon im Rahmen der Erwartungen normal. Warum sagt die mir das nicht vorher? Scheissdreck, ich fahr jetzt nach Hause und lass das Auto stehen.

IMG_1344Sicherheitshalber Rücksprache mit meiner Kundin gehalten: erstens haben wir keine Zeit, um wochenlang weiterzusuchen, und zweitens ist der Preis wirklich gut. Und sie will ohnehin schöne, große, schwarzpolierte Sommer-Aluräder. Also nehm ich das Auto mit nach Hause. Meinen Leihwagen muss ich in der Stadtmitte abgeben. Meine Frage nach einer Fahrmöglichkeit von dort hin empfiehlt mir die nette Autohändler-Dame ein Taxi. O Mann. Na danke sehr. Warum holen wir sogar unsere Export-Aufkäufer aus Bogen vom Bahnhof kostenlos ab, auch wenn die Autos für wenige hundert Euros kaufen – bin ich eigentlich blöd? Egal. Ich lass die roten Schilder mit der Bitte um Montage dort bei der Händlerin und gebe meinen Leihwagen ab, komme mit einem Taxi – und übrigens einer sehr netten Taxifahrerin – wieder zurück.

Die Schilder sind montiert, ich bedanke mich dafür. Kein Grund zur Euphorie: Die Bordmappe mit Serviceheft hat meine Verkäuferin „selber in der Hand“ gehabt, leider ist sie jetzt  nicht mehr zu finden. Der Vertrag trägt den Stempel mit einem anderen Firmennamen, sie würde auch für die andere Firma arbeiten – und sie ist für mich „zuständig“. Soso. Langsam ist mir alles egal.

Auf meine Frage vor der Abfahrt, ob denn wenigstens der Luftdruck kontrolliert worden ist, werd ich an die höchstens 2 km entfernte Tankstelle verwiesen. Nix wie weg hier.

DSCF5462Nach gut 1000km Tagesfahrleistung – der Auris läuft, wie von einem Toyota zu erwarten, ganz hervorragend – das Auto nochmal durchgecheckt: es passt wirklich fast alles, bis auf die beschriebenen kleinen Mängel. Der letzte Service ist keine 5000km zurückliegend, einen neuen Schlüssel bestellen wir, ebenso eine Bordmappe. Der kleine Schaden an der Stoßstange bleibt erstmal unrepariert und stört nicht weiter.

Und dennoch bleibt einfach ein blödes Gefühl. Wenn die Händlerin vielleicht 200€ investiert hätte, dann hätte ich ein Top-Auto in Top-Zustand  übernehmen können und wäre richtig begeistert gewesen. Wenn sie sich dann noch die halbe Stunde für die Fahrt in die Stadt genommen hätte, würde ich nicht jetzt noch recherchieren, wer den Schlüssel und die Bordmappe wirklich verschlampt hat. Wenn ich beweisen kann, dass sie es war, wird sie mir die Sachen zahlen müssen. Selber schuld.

Schon interessant, wenn man mal wieder auf der Kunden-Seite steht und merkt, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und zu fragen, was der Kunde denn eigentlich erwartet und haben will.

Aber so bleibt leider das Gefühl, bei einer Autohändlerin irgendwie den schlechteren Teil eines Geschäfts gemacht zu haben.