Fast alle sind schuld.

Einige Zeit habe ich hier jetzt nichts geschrieben. Es sind seltsame Wochen und Monate, hoffentlich gehts meinen hochverehrten Lesern allen gut.

Über das alles beherrschende „C“-Thema werde ich mich nicht auslassen, damit kenne ich mich nicht aus und kann keine beweisbaren Behauptungen aufstellen.

Seit weit über 30 Jahren beschäftige ich mich täglich mit individuellen Personentransportmitteln, mit Autos in allen Formen und Farben, und ich versuche immer, so weit wie möglich über den persönlichen Tellerrand hinauszuschauen.

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Dabei fällt sofort auf, dass der überwiegende Teil der Menschen bei uns mit Autos fährt, die um einiges größer sind, als es notwendig und sinnvoll wäre. Damit sind diese Autos auch schwerer, verbrauchen mehr Energie (egal, ob Benzin, Diesel, Wasserstoff oder Strom), haben schlechtere Fahrleistungswerte und bieten weniger Fahrspaß. Noch dazu kommt höherer Verschleiß an Bremsen und Reifen, wodurch auch die Feinstaubbelastung höher als notwendig ist. Vor allem in Städten gibts „SUV“, wobei mich die Bezeichnung schon nervt. Warum muss was wie ein Geländewagen aussehen, das gar nix Geländewagenspezifisches kann? Warum kauft man als Verbraucher dann so eine Kiste? Weil sie einem vom Verkäufer sooooo billig angeboten wird – oder weil der Nachbar auch so einen Riesen-Blecheimer hat?

Eine aktuelle Studie vom Car-Zentrum hat ergeben, dass sich neue Fahrzeugmodelle in Sache Abmessung und Gewicht immer mehr an die „Stadtgeländewagen“ annähern. Nur noch wenige Zentimer sind normale PKW kleiner als die SUV’s. Noch schlimmer: sie sind mittlerweile fast genau so schwer. Was daran schlimm ist? Haben Sie schonmal versucht, so ein Gerät zu schieben? Da merkt man sofort, wartum trotz Technik-Overkill im Motorraum der tatsächliche Straßen-Verbrauch gar nicht wesentlich sinken kann!

Klar gibts auch bei uns am Land Leute, die einen Allrad-SUV brauchen, weil sie abgelegen im Bayerischen Wald wohnen. Oder zur Hobby- oder Arbeitsausübung immer wieder weg von der Straße müssen. Die fahren aber ganz, ganz selten ein Riesen-SUV mit annähernd oder sogar über 5m Fahrzeuglänge.

Viel sinnvoller als Familientransporterwäre ganz oft ein Van oder 6-8-sitziger Kleinbus – der ist halt lange nicht so „in“. Am allerbesten ein Kleinbus, den man sich mit 2 oder 3 Familien teilt – und die normalen, täglichen Wege und Besorgungen mit einem kleineren, sparsameren, umweltverträglichen Hybrid-Benziner oder Elektroauto erledigt.

Wer sich also ein größeres Auto als notwendig zulegt, ist also definitiv selber schuld. Noch dazu, weil es reichlich sinnvoll Alternativen gibt – die alles genausogut können, vielleicht nur aber nicht ganz so cool sind.

Keiner braucht mir wegen Wertverlust, Reparaturkosten, Reifenpreise oder Spritkosten vorjammern. Selber schuld, ich habs vorher gesagt. Wer schön sein will, muss zahlen.

Die Hersteller in die Pflicht zu nehmen, sinnvolle Autos zu bauen, wird nicht klappen: die bauen genau das, was sie verkaufen können und womit sie am meisten Geld verdienen. Wenn also zu wenige Minivans gekauft werden, gehts ganz schnell – und es gibt keinen mehr. Nur so als Beispiel.

Fahrbericht: Respekt und Ehre. Hilux.

Wann ich ihn zum ersten Mal einen gesehen hab, weiss ich nicht mehr. Der erste Eindruck – es war ein RN45 – ist aber im Gedächtnis geblieben: Hat der eine Riesen-Bodenfreiheit! Das war zu einer Zeit, als ich selbst noch lange nicht Auto fahren durfte. Aber gezeichnet hab ich solche Autos. Und davon geträumt. In Zeitungen davon gelesen.

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Irgendwann hab ich dann einen Hilux als Plastik-Modellbausatz bekommen. Den hatte ich rot lackiert. Die aktuelle Recherche im Keller hat leider ergeben, dass zur Ersatzteilgewinnung irgendwann einige Sachen ausgebaut wurden. Aber definitiv: Wenn man ihn von vorne angesehen hat, war das komplette Achsrohr zu sehen – wie auch beim Original, natürlich. Ein fast unendlicher Rampenwinkel vorne ergab sich dadurch. Das Modell war ohne Stoßstange hinten, so dass die Geländewerte viel besser waren als bei all meinen anderen Modellautos. Um so größer die Enttäuschung, als ich erstmals bei einem Skiausflug in Österreich bei einem Hüttenwirt einen  Hilux „live“ gesehen hab: der hatte eine Anhängevorrichtung montiert, die aussah, als ob ein Krankonstrukteur eine nach unten reichende Abstützvorrichtung gebastelt hätte. Klar, das ging nicht anders – irgendwie musste der Kugelkopf auf eine Höhe, in der die Anhänger waren.

Später dann festigten zwei filmische Erlebnisse meine Pickup-Verbundenheit: einmal die Serie „Ein Colt für alle Fälle“ mit dem hochgelegten GMC-Pickup. Wobei ich da schon kapiert hatte, dass das nicht ganz alles mit rechten Dingen zugehen konnte, wenn Colt Seavers einen Porsche Turbo auf einer Landstraße überholte. Noch emotionaler wurde es Mitte der achziger Jahre im Kino: bei den „Zurück in die Zukunft“-Filmen spielte ein schwarzer Hilux eine mittragende Nebenrolle. Mann, war das Auto schön. Aber damals unerreichbar.

Ein paar Jahre später, mit den LN85, kamen die Hilux dann in meinem echten Leben an. Leider ohne Starrachse vorne – aber mit ganz viel Spaß am Fahren und Benutzen. Eine der intensiveren Erfahrungen der neunziger Jahre: alleine, ohne Beifahrer, mit dem 2,4 ltr. Saugdiesel und heißblütigen 75 Pferden mit dem Anhänger nach Spanien, in die Nähe von Alicante, einfache Strecke über 2000km. Dort ein Auto mit Automatikgetriebeschaden aufgeladen und wieder zurück. Dem Hilux wars völlig egal, die 2000km nach Hause waren ausnahmslos mit Vollgas-Stellung zu absolvieren – bergab in Sachen Geschwindigkeit an der Grenze der Legalität, bergauf haben mich die LKW’s öfter mal wieder erwischt. Es konnte schon vorkommen, dass Autobahnsteigungen mit dem dritten Gang kaum noch zu packen waren. Der Hilux hat alles ausgehalten und musste gleich wieder im Geschäft los, ich war nach den drei Tagen Fahrerei noch drei Tage lang völlig fertig.

Wie gesagt, Respekt vorm Hilux. Wir fahren seit 2005 einen 2,5 ltr. Xtracab ohne Ladeluftkühler, mit 102 PS – der zieht jetzt seit deutlich über 200000km ohne Murren Tag für Tag den Autoanhänger, schleppt verunfallte Autos ab oder zieht bei glatter Strasse schon öfter mal jemand aus dem Graben.

Jetzt kommen wir zur aktuellsten Version mit dem derzeit einzigen in Europa für den Hilux offiziell erhältlichen Motor, dem 2,3 ltr. GD-16-Ventil-Diesel. Er leistet 110kW (150PS) und stellt rund 400Nm Drehmoment bereit. In der „Duty“-Ausführung werden die an die Hinterachse per manuellem 6-Gang-Getriebe weitergeleitet. Ist das zu wenig oder ausreichend? Ich finde: sehr ausreichend! Das Auto geht in Sachen Beschleunigung mindestens genauso gut wie ein als „legendär“ bekannter HDJ80 Landcruiser. Und kostet als Neuwagen kaum mehr als so ein altes Liebhaberstück.

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Apropos Kosten: So ein „Duty“ hat alles, was man zum Fahren braucht, und noch etwas mehr. Wenn man das Paket mit Klimaanlage und (Sicherheit muss einfach sein) Safetysense-Paket nimmt, kann man so einen XtraCab-Hilux mit den praktischen, gegenläufig öffenden Türen schon als Tageszulassung oder Vorführwagen unter 30000 Euro bekommen! Deutlich billiger als z.B. ein RAV4. Nichts gegen den RAV4, aber da steht Blechspielzeug gegen legendär haltbare Hilux-Qualität! Natürlich ist auch ein moderner Hilux nicht ganz unzerstörbar, er muss halt auch einiges an Elektronik aufbieten, um aktuelle Schadstoff- und Sicherheitsnormen zu erfüllen. Und prinzipiell sind die unvermeidlichen Clips und Klammern im Auto die gleichen wie z.B. bei einem Prius, beim Hilux sträuben sie sich aber irgendwie zäher gegen das Abreissen. Alles eben eine Frage der Ehre, wenn man in einem Hilux verbaut wurde.

Wie fährt denn so ein Auto jetzt, mit vermeintlich altertümlicher Fahrwerkstechnik? Er zieht gut los, ist nicht zu laut – aber natürlich bekommt man mit, dass da ein Verbrennungsmotor unter der Haube steckt. Der Verbrauch in unserem Alltag liegt bei etwa 9 Liter Diesel pro 100km, etwas über 1 Liter AdBlue sind alle 1000km zusätzlich fällig, um die Abgase sauber zu halten. Das Fahrwerk ist in der strafferen „Duty“-Abstimmung mitteilsam, was die Straßenoberflächenbeschaffenheit betrifft – das stört mich nicht im geringsten, man bleibt wenigstens wach. Also eigentlich ein Sicherheitsfeature, das keinen Aufpreis kostet! Noch dazu bewirkt die Abstimmung, dass sich das Gefährt ziemlich engagiert um Kurven jeglicher Radien fahren lässt.

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Immer wieder überraschend: die Beweglichkeit im Verkehr, die überraschend leichte Parkbarkeit durch die gute Übersicht. Das Auto ist verhältnismässig schmal und passt dadurch in viele Parklücken – er kann halt mit seinen über fünf Metern Länge mal ein bissl drüberschauen, über die Abgrenzungen. Ja mei.

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Er kann tatsächlich auch richtig was im Gelände! Natürlich der starr zuschaltbare Allradantrieb und die kurze Geländeübersetzung. Eine ziemlich gute Flexibiliät des Fahrwerks, dabei auch noch einen 100% Hinterachssperre. Ein bisserl Kritik: die elektrische Umschalterei funktioniert leider nicht immer 100%ig so schnell, wie man das gerne hätte. Und man kann nicht bei eingelegtem Gang in der Untersetzung ohne getretene Kupplung starten – das hat mir früher einige Male aus brenzligen Situationen geholfen. Vielleicht muss man vor extremen Offroad-Abenteuern da mal mit Klebeband den entsprechenden Schalter, wie sagt man da, modifzieren.

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Für mich super-angenehm: das Originalradio ohne irgendwelchen „Touch“-Mist, wo man erst in 12 Untermenüs irgendwas findet und so lange ohne Strassenaufmerksamkeit dahinrollt. Radio, USB-Anschluss, Bluetooth-Verbindung – mehr braucht man doch nicht, oder?

 

Ich könnte noch einige Zeit weitermachen, will aber keinesfalls hier im Blog einen Beitrag mit über 1000 Worten haben. Darum: wer immer schon mal mit einem Pickup geliebäugelt hat – jetzt ist das richtige Auto, passend in Sachen Fahrleistung zur aktuellen Stimmungslage, da! Gebt dem Hilux die Ehre und probiert ihn einfach mal aus. Aber Vorsicht: er ist soooo cool, Män!

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Schon wieder ein Jahr vorbei. Ein Jahr-Zehnt!

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Das ging jetzt wirklich rasend schnell. Irgendwo hab ich mal einen Artikel darüber gelesen, warum einem das immer schneller vorkommt, je älter man wird – hab aber die genaue Begründung vergessen. Es müsste doch eigentlich anders rum sein, weil man alles schon mal gesehen hat und die einzelnen Ereignisse ja weniger überraschend werden.

Allerdings ändert sich in der letzten Zeit doch richtig viel. Und die Leute werden anders, die jungen Leute vor allem. Friday for Future kommt einem in meinem Alter schon komisch vor.

Die ganz grossen Veränderungen kommen aber von der Digitalisierung. Oder Verstromung des Alltags, so könnte man das auch nennen. Oder Verlegung eines menschlichen Organs (Gehirn) in die Handfläche (Smartphone). Ist da jetzt ein Online-Blog das richtige Medium für Kritik?

Ganz sicher bin ich mir nicht, da ich ja auch selber so ein Teil verwende. Zwar kleiner (4″-Apple) als die meisten anderen Leute, aber dennoch hab ich Hemmungen, mich davon zu trennen – was ich mir im abgelaufenen Jahr fest vorgenommen hatte. Ein Klapp-Handy zum Telefonieren, das sollte doch reichen – so dachte ich. Jetzt brauche ich aber (geschäftlich) zwei „Apps“ ziemlich dringend: eine, um bei Kunden-Autos ein Navi-Update durchzuführen, eine andere, um die neuen Funktionen, die dank „E-Call“ bei akuellen Autos jetzt integriert sind, zu demonstrieren. Oder brauch ich beides doch nicht und das ist nur meine Ausrede, um das Smartphone doch nicht abzugeben?

Genauso wollte ich mir einen ordentlichen, aktuellen Autoatlas (oder Kartensatz) kaufen und die Navi-Funktionen des Smartphones nicht mehr nutzen. Hat leider auch nicht geklappt. Faulheit oder vergessen. Nehm ich aber gleich nochmal in Angriff. Grad bestellt.

Ach ja, Navigation: Viele junge Leute haben Probleme, sich zu orientieren – ist das richtig? Wenn ein 18-jähriger für die Fahrt in die nächste Stadt (20km) ein Navi braucht, weil er sonst nicht hinfindet, dann finde ich das zumindest schon bemerkenswert. Ich habe jetzt schon mehrere solche Leute erlebt.

Andersrum interessiert es beim Auto niemanden, wie sich das beim Fahren um die Kurve anfühlt – höchstens noch, ob der Motor laut ist und die Kiste einen „ordentlichen Anzug“, also Beschleunigung , hat. Groß ist die Begeisterung über „Android Auto“ oder andere Spiegel-Apps, wenn sie per Bluetooth funktionieren. Schwer verständlich für mich, weil ich die „Verbinderei“ (jaja, Connectivity sagt man da heute) nur zum telefonieren und Musik-hören nutze. Ich will ja das Smartphone weniger benutzen, nicht mehr.

Was mir schwer gemacht wird: derzeit habe ich mir eine fliegende DJI-Kamera ausgeliehen, eine Drohne. Das macht schon Spaß, das Teil – ist aber auch ohne Smartpone nur schlecht nutzbar. Ein gewisser Zwang zu den Geräten wird also schon von der Industrie aus verschiedenen Richtungen aufgebaut.

Kommt jetzt also das „alles-nur-noch-Smartphone“-Jahrzehnt? Die Autobauer versuchen sich jetzt ja auch als Datensammler, sie sind darin nur viel schlechter als die Smartphone-Anbieter. Das einzige, was jetzt passiert, ist die absolute Überprüfbarkeit jedes gefahrenen Kilometers, inklusive Übermittlung an Versicherung, Behörden – oder wer sich die Daten auch immer illegal besorgt.

Und dann noch „5 G “ dazu. Da muss man für die optimale Datenübertragung ja schon fast in Sichtweite zum Sendemasten sein. Da bin ich gespannt, wie das in Niederbayern / Bayerischer Wald gemacht wird.

Da sind wir wieder zurück bei den Klimaschützern: die Digitalisierung soll ja beim Energiesparen helfen. Die Sendeeinrichtungen, woher bekommen die ihre Energie? Werden die Teile von den Schwammerln im Boden befeuert, oder vielleicht gibts ja irgendwo noch Karbid zum Betrieb?

Hoffentlich gibts doch mehr positive als negative Seiten an diesen Entwicklungen. Ich wünsche Euch ein glückliches nächstes Jahrzehnt, bei guter Gesundheit und viel Fahrspaß! Dann pack mas!

 

 

 

 

 

 

 

Sonntagsgedanken.

Wie so ein Sonntag ablaufen kann:

Aufstehen um 6e, dann erstmal Walking: ca. 12 km zu Fuss unterwegs, auf unserem mehrmals pro Woche benutzten Wanderweg.

Dann gibts das Frühstück – mit isotonischen Quarktaschen, man ernährt sich ja schliesslich gesund.

Weil Sonntag ist, darf mal genossen werden: die Fahrt zum letzten Automobil-Slalom der Saison.

Zwischen Neukirchen und Grün springt plötzlich vor unserem Gespann ein Mann auf die Straße und erzählt fast schon verzweifelt:

Ein paar Leute sind schon stehengeblieben, aber niemand konnte helfen. Weil keiner mehr Werkzeug im Auto hat.

Der Mann war unterwegs mit seinem BMW V8 Baujahr 1959 – und, es sei dem Oldtimer verziehen, der Auspuff hinten ist abgefallen.

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Wir haben ihm natürlich geholfen, das Rad demoniert, telefonisch zu Hause Schrauben bestellt und bringen lassen – soooo viel zu früh waren wir gar nicht losgefahren, wir wollten schliesslich auf gar keinen Fall den Slalom versäumen!

Danach hatte ich ein intensives Gespräch im Auto mit Roman.

Dieser BMW-Oldtimer wurde gebaut, 8-9 Jahre vor meiner Geburt, und er ist ein Oldtimer, der auch schon an meinem 18.Geburtstag eine alte, zum dynamischen Fahren nicht mehr brauchbare Kiste war. Die Fahrdynamik ist auf jeden Fall so weit weg von den Autos, die in meiner Zeit als Autofahr-Anfänger üblicherweise genutzt wurden, dass ich niemals darauf gekommen wäre, dass so ein Gefährt für mich erstrebenswert gewesen wäre.

Roman ist 2001 geboren, 8 Jahre vorher gab es den Supra JZA 80 oder auch Porsche 964 – diese Autos müssen sich bis heute in Sachen Fahrdynamik absolut auch vor neuen Entwicklungen nicht verstecken!

Die Entwicklung bei Autos hat sich also sicher extrem verlangsamt oder ist stehengeblieben! Fahrwerk, Gewicht, Nutzbarkeit – keine großen Fortschritte! Nur „Elektronikschmarrn“ gibts immer mehr. Äpps zum Aufzeichnen von Fahrten oder zum wiederfinden des Autos – weil alle Blechkisten immer mehr Ähnlichkeit haben und auch niemand was farbiges fahren will. Nicht mal Elektroautos sind richtig giftgrün.

So ein 2-Tonnen-Tesla-ElektroPanzer macht sowieso nur beim Beschleunigen kurzzeitig Spaß. Aber dann wird das hohe Gewicht ganz schnell zum Stimmungskiller. Wo sind denn die agilen, leichten Elektrofahrzeuge, die von der Industrie seit Jahrzehnten versprochen werden?

Sind wir jetzt Teil einer kleinen Minderheit, die Spaß am Autofahren hat und gerne weiter haben möchte? Oder gibts mehr Menschen, für deren Wünsche und finanzielle Möglichkeiten keine neuen Fahrzeuge mehr von den großen Herstellern angeboten werden?

Wir hatten in den folgenden Stunden noch viel Spaß beim Erforschen des Limits – was geht, was ist grad noch beherrschbar?karnbruckWende

Das Ganze ohne schlechtes Gewissen, da der Hauptsponsor der niederbayerischen Motorsportmeisterschaften den CO2-Ausstoss aller Wettbewerbs- und Transportfahrten durch verschiedene Umweltmassnahmen ausgeglichen hat.

Wir verzichten weitestgehend auf Flüge (2x in den letzten 20 Jahren gings leider gar nicht anders) und nutzen für die täglichen Wege Hybridautos, die sparsam und wirklich extrem umweltverträglich gefahren werden.

Irgendwie sind wir also auch Sonntagsfahrer. Werden aber niemanden aufhalten, voraussichtlich.

 

 

 

 

 

Mode ist nicht immer schlau.

Nicht bei der Kleidung und nicht beim Auto. Manchmal nur unpraktisch, manchmal aber auch richtig blöd. Oder sogar gefährlich.

Vor über 30 Jahren haben sich Autohersteller bemüht, die Fahrzeuge auch aerodynamisch möglichst effizient zu gestalten. Nicht nur der „CW-Wert“, sondern auch die Stirnfläche sind da entscheidend. Eine Modeerscheinung mit Auswirkungen: Es kamen Autos wie der Audi 100 mit überraschend niedrigem Verbrauch für die Fahrzeuggröße – oder der Opel Calibra mit überraschenden Fahrleistungen heraus! Denn: schon ab ca. 60km/h ist der Luftwiderstand tatsächlich höher als der Rollwiderstand des Autos. Darum sind Rennautos von jeher eher flach. Je weniger Energie für die Verdrängung der Luft aufgewendet werden muss, desto schneller wird das Auto.

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Das gilt natürlich auch für Prototypen, die mit alternativen Antrieben (Elektrisch/Batterie/Solar) ausgerüstet sind und möglichst hohe Reichweiten, also möglichst wenig Energieverbrauch pro gefahrenen Kilometer erreichen sollen.

Was kommt aber jetzt, 2018, 2019 aktuell auf den Markt? Und vor allem, was wird nachgefragt und (oft auch noch mit hoher Kreditaufnahme) von den Verbrauchern gekauft? SUV in verschiedenen Größen, Riesen-Vans für 4-köpfige Familien, höhergelegte Kleinwagen, alles soll bullig aussehen – ja, ist denn die CO2-Einsparung nicht wichtig? Vor allem, da z.B. der absolut überwiegende Teil dieser SUV Fahrzeuge nicht nur ohnehin nicht „offroad“ genutzt wird, sondern auch aufgrund der Bereifung eine solche Nutzung gar nicht möglich ist – konsequenterweise haben diese Gefährte meist schon gar keinen Allradantrieb mehr.

Ein Offroad-Fahrzeug mit stabilem Rahmen zum Transportieren in extremem Gelände und zum Ziehen von richtig schweren Anhängelasten – ja, so ein Ding muss eine gewisse Masse haben, um die notwendige Belastbarkeit sicher zu stellen. Aber, wie gesagt, ein SUV, noch dazu ohne Allradantrieb – ist das wirklich sinnvoll? Eigentlich doch kaum.

Aber warum werden die hohen Kisten so sehr nachgefragt? Auf Nachfragen argumentieren viele Leute mit der besseren Übersicht, mit der Möglichkeit, über die anderen Autos hinweg zu schauen. Ja, wenn jeder zweite Pampersbomber auf der Straße gleich hoch ist, dann ist dieses Argument ohnehin schon erledigt. Das bequeme Ein- und Aussteigen wird auch noch angeführt. Hm. Wer nicht gelenkig genug ist, um in ein normales Auto ein- und auszusteigen, ist vielleicht wirklich krank und sollte in eigenem Interesse ärztlichen Rat suchen, um diese Situation zu ändern. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Ein- und Aussteigen jeweils ein paar Sekunden dauert, das bequeme und körpergerechte Sitzen im Auto aber ein Vielfaches an Zeit und körperlicher Belastung bedeutet.

Auf jeden Fall ist die zum Fahren mit so einem Hochsitzer die bei Geschwindigkeiten über 60km/h notwendige Energie höher als notwendig. Mittlerweile hat wohl fast jeder eingesehen, dass wir alle etwas gegen den Klimawandel tun müssen. Wäre da mit dem relativ kleinen Opfer des weniger bequemen Ein- und Ausstieg ins automobile Transportgefäß vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung möglich? Der Klimawandel ist für alle Menschen auf der Welt gefährlich, wenn man ganz einfach auch nur ein kleines bisschen Einfluss nehmen kann, das wär doch was! Mode hin oder her … Denkt doch mal drüber nach …