Update. Warum?

Angeblich völlig normal, die Notwendigkeit von Updates.

Nicht nur beinahe, sondern tatsächlich täglich trifft es mich irgendwo: Ein Smartphone, eine App, ein Programm, ein Betriebssystem – irgendetwas will immer ein „Update“ haben und hat es oft schon aus den unergründlichen Tiefen des Internets selber geladen. Man muss dann nur noch die „Allgemeinen Geschäftbedingungen“und oft zusätzlich eine 34 – seitige Datenschutzerkärung bestätigen, dann geht die wilde Fahrt mit dem wer-weiß-wie-stark verbesserten Produkt los. Aber, provokativ gesagt, ist es nicht eigentlich so: wenn irgendwo ein Update notwendig ist, dann wurde das Teil nicht fertig entwickelt und ist somit fehlerhaft. Sollte also auf Herstellerkosten ausgetauscht werden.

Die Einwände kenne ich schon: Ein Update ist eine Software für den sicheren Betrieb eines Computers, Programms oder sonstigen softwaregesteuerten Gerätes. Angeblich völlig normal, die Notwendigkeit von Updates. Hat angeblich nichts mit „nicht fertig entwickelt“ zu tun, mit „fehlerhaft“ auch nicht zwingend. Das Update bringt das Gerät nur auf dem neuesten Stand. Ja, man hat mir auch schon erklärt, dass es nicht möglich ist, ein perfektes Computerprogramm zu schreiben: weil der Programmierer (und alle, die daran rumtesten) unmöglich alle Szenarien vorhersehen kann und in einer ganz bestimmen Situation irgendein Tastendruck eine Ereigniskette anstossen kann, die man nicht planen konnte. Aber ist das Programm dann nicht viel zu umfangreich, wenn man zwangsläufig mit einem Fehler rechnen muss?

Okay. Wenn kein Fehler drin ist, dann brauch ich also auch kein Update. Zumindest nicht „notwendig“. Updates für sämtliche Computer sind mir immer „unangehm“. Wenn ich mir ein Teil kaufe, dann entscheide ich mich dafür mit den Eigenschaften, die das Teil im Moment des Erwerbs hat – mit den Vor- und Nachteilen, die ich akzeptiere. Warum muss da irgendjemand, ohne dass ich es will, mit Updates nachträglich dran rumpfuschen? Egal, ob Computerprogramm, Gerät, Gadget, Auto, was auch immer. Wenn ich zusätzliche Funktionen will oder brauche, dann sollte es meine Entscheidung sein, ob ich die dazukaufen will oder nicht!

Vielleicht will ich ja die neuesten Funktionen gar nicht? Ein Beispiel aus meinem Umfeld sind die Dienste, die für das „Connected Car“ angeboten, teilweise aufgezwungen werden. Vielleicht ist das Auto für mich eine Art Rückzugsort, eine Zeitkapsel, in der ich keine Störung und keine Nachverfolgbarkeit haben will. Und die angebotenen Updates haben hauptsächlich den Zweck, ungefragt exakt auf mein Verhalten, angeblich auf meinen Bedarf zugeschnittene Angebote zu machen.

Die Hersteller sind stolz darauf, zukünftig Updates „OTA“, „Over the Air“, also ohne Werkstattbesuch anzubieten. Die ändern die Ausstattung quasi beim Fahren. Will das irgendjemand? Der Vorteil für die Hersteller ist unter anderem, dass niemand außer sie selbst den genauen technischen, den software-technischen Stand des Gefährts kennt und auch nur sie selbst darauf uneingeschränkten Zugriff haben. Daraus folgt: wer was wissen will, musss zahlen …

Wirklich notwendig sind Updates nur, um die „NullerundEinser“-Dompteure, also die IT-Branche, viel schneller viel einflussreicher zu machen als es das jemals zuvor gab. Und ja, ich weiss, dass jeder selbst seinen Beruf gewählt hat – habe somit keine Berechtigung zur Beschwerde.

Viele Softwareprodukte kann man ohnehin nicht mehr kaufen, sondern muss sie monatlich/jährlich mieten. Als Vorteil wird angeführt, dass das Programm immer auf dem neuesten Stand wäre. Eine temporäre Nicht-Verfügbarkeit des weltumspannenden Internets wird dabei gar nicht mal in Betracht gezogen. Was ohne Netz nicht funktioniert, funktioniert gar nicht.

Man mag das jetzt altbacken finden, aber so etwas hat meiner Meinung nach in kritischen Bereichen nichts zu suchen. Und das Fahren mit einem Auto sehe ich als so einen kritischen, potentiell lebensgefährlichen Bereich.

Liebe IT’ler: macht bitte die Fahrzeugsysteme also so zuverlässig, dass sie in jedem Fall, sei er noch so unwahrscheinlich, funktionieren. Ohne Updates. Also macht sie einfacher. Provozieren könnte man auch: macht sie bei allen Herstellern exakt gleich zu bedienen! Es hilft dem Fahrer die bestgemeinte Warnung oder Unterstützung nichts, wenn er sie nicht erkennt, weil er sie nicht versteht.

Ein Update fände ich allerdings gut: ein regelmässiges Update für den Fahrer. Ein verpflichtendes Sicherheitstraining, spätestens alle fünf Jahre, damit der Chauffeur wenigstens ungefähr weiß, was sein Gefährt zu leisten im Stande ist, worauf er sich einstellen muss und worauf er sich hoffentlich verlassen kann.

Unrealistisch? Wie ist Eure Meinung dazu?

Herausragende Monate liegen hinter uns. Was kommt jetzt?

So manch einer hatte in den vergangenen Monate den Eindruck, es läuft einiges verkehrt in unserer Welt.

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Dabei war doch auch vieles recht positiv in den vergangenen 12 Monaten!

Gut, für die allermeisten Leute (da schliesse ich mich ein) war die finanzielle Situation nicht so gut, wie man sich das wünschen würde oder wie es in den letzten Jahren war. Aber es sagen doch ohnehin immer alle, Geld ist nicht das Wichtigste auf der Welt! Wenn das stimmt, dann hat es doch für die große Mehrheit gepasst, oder?

Für mich, für uns, war 2020 tatsächlich gespickt mit Höhepunkten, die es so zuvor nicht gab. Nicht nur in Sachen automobiler Fortbewegung. Ein paar Beispiele – die chronologische Reihenfolge mal nicht immer berücksichtigt: Es ging los mit einem Eis-Training mit Allrad-Evo’s.

Dazu passend kam Kalle Rovanperä zu Toyota Gazoo Racing. Anfang Februar: Schotterslalom Emmersdorf – Gaudi pur.

Dann kam die erste Absperr-Welle, in der wir sehr, sehr viel probiert und gelernt haben. Zum Beispiel, dass man aus altem Restholz und einer kaputten Windschutzscheibe einen hervorragenden Spuckschutz bauen kann

Oder, dass die Rücken-Papplkartons von Schreibblocks in Verbindung mit einer Packung Gummiringen das ganze Jahr als Markierungsanhänger für Autoschlüssel hervorragende Dienste leisten.

Zwei Beispiele für „Upcycling“ oder Wiederverwenden von Dingen, die eigentlich nur zum Wegwerfen gut sind. Jaja, ich weiss, kleine Beispiele. Aber wenn immer wieder was dazukommt, wird das doch ganz schön viel vermiedener Müll!

In dieser Zeit hab ich mein letztes, privates neues Auto im Leben mit Verbrennungsmotor bestellt: GR Yaris. Und wurde bei der Lieferung nach 9 Monaten nicht enttäuscht, sondern begeistert.

Das das Verlassen der eigenen Wohnung zeitweise mit 150 Euro Strafandrohung belegt war, musste ein 3D – Drucker ins Haus, um manchmal notwendige Kleinteile zukünftig selber herstellen zu können.

In Bayern 1 läuft plötzlich Musik, die man sich tatsächlich ganz gut anhören kann. Nix mehr für alte Leute. Das liegt doch nicht an mir, oder?

Die Maskenpflicht: tja, da hat keiner damit gerechnet, dass das soooo lange dauert. Dabei wirds noch viel länger werden, denke ich. Für unsere Region vielleicht gar nicht schlecht: Straubing->Hochschule->Nachwachsende Rohstoffe->Wald->Zellstoff für Masken->Pflicht für Mund/Nasenschutzmasken->Straubing … naja, ganz so hats nicht geklappt.

Irgendwann gab es auch den Totalausfall des Telekom-Mobilfunknetzes bei uns im Dorf. War interessant – manche wurden panisch, bei manchen sank der Blutdruck nach ein paar Tagen Ruhe vor dem Mobiltelefon auf gesundheitsfördernde Werte.

Beim GT86drivers.de – Forumstreffen waren wieder viele nette Leute da. Genauso viele übrigens, wie es erlaubt war, zu diesem Zeitpunkt.

Sogar der „Supra No.1“ war da. Ein Erlebnis, optisch und auch in Fahrt!

Irgendwann in diesem jahr hat ein Gericht entschieden, dass die Bedienung des TouchScreens eines Tesla während der Fahrt so stark ablenkt, dass es gar nicht erlaubt sein kann, die Einstellungen während der Fahrt zu ändern.

Wir sind 2020 nicht in den Urlaub gefahren – das hat mir gar nix ausgemacht. Störend war aber, dass man nicht mal schnell abends mal irgendwo auf einen Burger hinfahren kann. Damit ist unsere Challenge auf 2021 verschoben: die niederbayerischen Burger-Läden alle einmal besuchen. Vielleicht sogar noch ein paar im befreundeten Ausland (z.B. Oberpfalz).

Mehrmals konnten wir in der Eifel die Nordschleife besuchen. Ein Erlebnis, absolut und wiederholbar.

Es gab den Sprit zeitweise unter einem Euro – Diesel, ok, dennoch unter einem Euro … aber fast 20 Cent Unterschied zwischen Klingelwasser und Sprit für richtige Autos

Ein ganz, ganz langjähriger Freund wurde zum Diakon geweiht. Ich durfte im Regensburger Dom dabeisein – es waren zwei Leute, die in der heutigen Zeit so ein Amt auf sich nehmen. Da habe ich sehr großen Respekt. Ich war mit dem Willi das allererste Mal alleine von zuhause weg (ohne Eltern, Onkel etc.) – eine Woche zum Skifahren, mit dem Jugendring. Mit ihm konnte man auch damals schon gut reden.

Sebastien Ogier wurde Rallye-Weltmeister – mit einem Yaris. Ok, das ist jetzt vielleicht nicht die wichtigste Meldung des Jahres. Mich hats aber dennoch gefreut.

Es gab etliche neue, interessante Autos. Über den GR Yaris muss ich mal extra was schreiben, der ist absolut herausragend.

Der „normale“ Yaris Hybrid ist auf seine Art aber genauso einmalig: weit besser als alles andere, was in der Klasse aktuell am Markt ist. Meiner Meinung nach.

Die Hybrid-Toyota’s werden immer besser. Und bleiben unglaublich zuverlässig.

Wieder sind mehrere PlugIn-Hybrids bestellt worden – es geht langsam, aber stetig voran.

Vielleicht fahren wir 2021 den ersten Wasserstoff-Mirai in unserer Region. Wer weiss … die Zukunft beginnt jeden Tag!

Was ich mir wünsche:
Dass wir unsere Mitarbeiter, Kunden und Freunde im nächsten Jahr wiedersehen und wir zusammen wieder durchstarten.

2018, Du warst nicht schlecht. Aber noch lange nicht gut genug.

Im Rückblick haben sich 2018 doch einige Dinge positiver entwickelt als man sich – oder ich mir – das ausgemalt hatte.

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Der Heizölpreis ging nicht durch die Decke, sondern jetzt zum Jahresende, in der Heizperiode, sogar deutlich nach unten. Das hat keiner so vorhergesagt. Ebenso verharrt  der Spritpreis, bei dem im Sommer und Herbst sogar das Wasser im Rhein als Preistreiber genannt wurde, auf gewohntem Niveau.

Der US-Präsident Trump ging weder dem Norkoreaner Kim noch dem Putin an die Gurgel, und Merkel beginnt, sich vom aktiven Politikgeschäft zu verabschieden.

Die CSU ist nicht mehr Alleinherrscher in Bayern und muss sich auch andere Meinungen zumindest mal anhören.

Die Digitalisierung haben wir als kleiner, freilaufender Toyota Service-Partner bisher noch gut im Griff.

Unsere Tochter hat ihren mehrmonatigen Aufenthalt auf einer riesigen Insel vor Europa herausragend gut gemeistert und ist, um viele Erfahrungen reicher, gesund und munter wieder bei uns – das ist unbezahlbar und angesichts bevorstehender politischer Entwicklungen vielleicht zukünftig in dieser Art und Weise gar nicht mehr möglich.

Für einen Toyota und/oder Motorsport-Fan war das 2018er Jahr gar herausragend: der Fluch in LeMans wurde endlich gebrochen und Fernando Alonso hat das 24h-Rennen im Toyota gewonnen. Das WRC-Team um Tommi Mäkinen hat in seiner erst zweiten Saison den Rallye-Weltmeistertitel der Marken gewonnen. Hermann Gassner hat die 2WD-Wertung in der Deutschen Rallyemeisterschaft auf einem GT86 gewonnen. Roman Ströher hat 2018 die SE-Wertung im Städte-Slalom Pokal in der Einsteiger-Klasse SE gewonnen… ja gut, ich weiß, Angeberei. Bin trotzdem stolz drauf.

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Aber, wie in der Überschrift gesagt, es gibt noch mehr als genug zu tun.

Die Digitalisierung im Auto-Service-Geschäft will uns zwingen, noch wesentlich mehr als bisher an alle möglichen und unmöglichen Software-Anbieter zu zahlen. Diagnosesoftware, Abgasuntersuchungssoftware, Werkstatt-Informationssysteme, Kassensystem, CRM-Systeme fürs Connected Car, Homepage, Mailverwaltung, DSGVO-Kontrollsysteme, LeadManagement-Tools, Fahrzeug- und Servicebörsen, Reifenhotel, Ersatzteilekatalog, Komplettpreiskalkulator, Terminbuchungs-Software: Jeder einzelne Baustein, jeder Monat. Viele hundert Euro, jeden Monat! All das muss der Verbraucher zum Schluss zahlen – und wundert sich, warum alles teurer wird. Die Digitalisierung sollte doch Kosten und Aufwand sparen. O mei.

Ach ja, Auto: rechtzeitig zum Jahresende kommt das Gerücht auf, dass der Volkswagen – Konzern beim Update der Diesel-Betrugssoftware doch wieder nochmal bescheisst. War irgendwie zu erwarten und wird wieder viel Arbeit für viele Leute bedeuten, um die Korrekturen der Korrekturen durchzuführen.

Das wird alles ganz genau von den weniger glaubwürdigen und auch von den ganz seriösen Medien beobachtet. Obwohl, nachdem jetzt ein Spiegel-Reporter der Fälschung überführt wurde – ja, was sollst denn noch glauben? Doch dem Trump?

In seiner Weihnachtsansprache wirbt der deutsche Bundespräsident für eine „respektvolle Kommunikation“, man müsse lernen, wieder miteinander zu streiten. Aha. Da sind die Politiker ja ein hervorragendes Beispiel.

Dann lieber abschalten, wie jetzt vor Weihnachten die Amerikaner mit ihrem Shutdown. Einfach mal in Ruhe nachdenken, wie ein Problem lösbar wäre und mit anderen Leuten drüber sprechen. Von mir aus auch digital.

Neue Aufgaben für 2019. Schon unglaublich – die letzten 12 Monate der 10er Jahre. Dann kommt schon 2020. Die Zukunft ist näher als jemals vorher.

 

Sparen beim Autofahren – was geht?

Hochverehrtes Publikum! Es gibt viele Sprüche über die Beziehung von Auto und Geld: „Rollende Spardose“ oder „Auto fängt mir Ahhh an und hört mit ooooh auf“ sind nur zwei davon. Für einen privaten Benutzer/Besitzer gibt es tatsächlich bis heute keine „Flatrate“, also keine Möglichkeit, alle Fahrzeugkosten zusammen in einer festen, kalkulierten Summe zu bezahlen.

Natürlich können sich die meisten Fahrzeugbesitzer ihr Gefährt auch locker leisten. Sie zeigen das auch gerne und fahren entsprechende Modelle. Dennoch sind Versicherungsrechnung, Werkstatt- oder Servicebesuch, ja sogar das Tanken immer wieder der Grund für einen tiefen Seufzer in Verbindung mit dem „Puuuh ist das teuer“ Gedanken.

Wie kann also so eine Situation vermieden werden? Nun ja, erstmal beim Kauf, weil der Wertverlust immer noch der größte Finanzposten beim Auto ist – aber darum soll es erst einmal nicht gehen, wir gehen jetzt mal davon aus, dass schon ein Auto da ist.

Es geht vor dem Einsteigen und damit lange vor Beginn der Fahrt los: ist am Auto technisch alles in Ordnung? Bitte regelmässig den Luftdruck in den Reifen kontrollieren, am besten gleich heute damit anfangen! Ich weiss, fast niemand sieht alle 4 Wochen danach, aber wenigestens 2-3x pro Saison (Sommer-Winterreifen) müssen einfach sein. Das spart auf zwei Arten Geld: zum einen ist bei zu niedrigem Luftdruck – um den geht es fast immer, zu hoch wird er selten sein – der Kraftstoffverbrauch höher als nötig. Zum anderen ist der Reifenverschleiss wesentlich höher – und der Reifenverschleiss kostet, je nach Reifengröße, pro 100km fast genauso viel wie alle anderen Wartungs/Reparaturkosten.

Weiter vor dem Einsteigen: ist genug Motoröl eingefüllt? Das kann zum einen teure Schäden ersparen, aber auch auf viel einfachere Art Geld sparen: Einfach beim ölwechsel in der Werkstatt einen zusätzlichen Liter Öl zum Auffüllen mit bestellen. Erstens passt das Öl dann 100%ig von der Spezifikation her, zum anderen muss man während der Langstrecken-Fahrt nicht möglicherweise auf Tankstellenöl zurückgreifen, das teilweise zu absolut unverschämten Preisen angeboten wird.

Wenn das Öl grad kontrolliert wird: ist die Scheibenwaschanlage aufgefüllt, bis obenhin? Ich würde das immer machen, wenn ich die Motorhaube schon grad offen habe. Ein bisschen Reinigungs- und/oder Frotschutzkonzentrat und Wasser kostet nicht die Welt. Unterwegs, wo man darauf angewiesen ist, sieht man „Pre-Mixed“ (also verdünnten) Scheibenreiniger im 3-Liter-Beutel für Preise jenseits der 10 Euro – das muss nichtmal ein Viertel davon kosten, wenn man es zuhause macht!

Das Gleiche gilt für Wischerblätter oder z.B. ein heutzutage fast unverzichtbares Smartphone-Ladekabel: unterwegs auf Reisen, an der Autobahn oder am Autohof kosten diese Dinge oft ein vielfaches vom Normalpreis. Auch eine Flasche stilles Mineralwasser kann fast immer im Auto liegen und fällt weder vom Budget noch vom Gewicht her großartig auf, wenn man es in Ruhe zuhause besorgt. Unterwegs wiederum wirds da schon teurer.

Damit kann man schon sparen, bevor die Fahrt überhaupt losgeht – und durch die Fahrweise ist auch noch ganz schön viel drin. Auch, wenns Spaß machen soll. Das wird auch eine Geschichte, bald in diesem Blog.

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Automobile Thesen 2017

Als ungewöhnlich kann man das abgelaufene Jahr in automobiler Hinsicht schon bezeichnen. Es fand jetzt keine große Reformation oder Revolution statt, aber alles vieles beginnt, sich zu ändern.

Öfter mal was Neues ist ja in Ordnung. Hier mal ein paar Gedanken dazu:

  1. Diesel. In der Öffentlichkeit, auf jeden Fall in den Medien sind die verschiedenen Diesel-Betrugsdelikte ein vieldiskutiertes Thema. Keine Angst, liebe Anhänger der nagelnden Klapper-Wärmekraftmaschine nach Art des des Rudolf Diesel: das Teil wird nicht aussterben. Aber ganz sicher gibt es für verschiedene Arten der motorgetriebenen Fortbewegung bessere Antriebsgerätschaften. Egal, ob Hybrid, Benzin, Elektro oder Wasserstoff: Alle benötigen in leichten Fahrzeugen weniger Aufwand zur Reduktion der Schadstoffemissionen, die beim Fahren nunmal entstehen, als ein Dieselmotor. Andersrum ist der Diesel unschlagbar, wenn das Gefährt mal 3, 4 oder mehr Tonnen auf die Waage bringt. Das wird auch für 2018 und viel, viel später gelten. Allerdings wird am 22. Februar 2018 das  Bundesverwaltungsgericht entscheiden, ob Dieselfahrverbote auf Grundlage des aktuell geltenden Rechts machbar sind. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, wird sich das Diesel-Geschäft wieder beleben oder weiter abschwächen.
  2. Elektromobilität. Immer noch sehr, sehr zögerlich gehts voran. Ein paar Hybridautos zum Aufladen (PlugIn-Hybrid), ein paar Tesla, einige BMW i3, wenige i8. Aber langsam werden es mehr. Den i8 durfte ich selbst erleben: gegen das Auto spricht ja ausser den bescheuerten Drehflügeltüren ja schon fast gar nix, wenn man das nötige Kleingeld für die Anschaffung hat! Mein lieber Mann, macht das Ding Spaß! Bei durchaus vertretbarem Verbrauch. Eine oder zwei Nummern kleiner bzw. weniger Leistung und dafür bitte unter 50000€ Anschaffungswert – hui, da würde aber was losgehen. Auch ohne die unsäglich furchtbare
  3. Dieselprämie, Abwrackprämie oder wie findige Marketingleute die neue Form der Verkaufsförderungsprämien der Hersteller nennen. So ein Schmarrn. Alle wissen, dass die Listenpreise viel zu hoch sind. Warum werden die nicht zurückgefahren? Dann würden die Restwerte bei Gebrauchtwagen auch wieder in realistische Verhältnisse kommen. Es gibt ja schon fast kein Auto mehr, dass nach etwas mehr als 3 Jahren, nach der Garantiezeit, mehr als die Hälfte des ursprünglichen Listenpreises inkl. Zubehör wert ist. Zurückrudern, bitte!
  4. Downsizing. Eine der wenigen Punkte, in denen die Automobilindustrie tatsächlich kleine Brötchen bäckt: die Hubräume und Zylinderzahlen der Motoren sinken, dafür steigt der Druck von den fast überall verbauten Turboladern und von der Hochdruckeinspritzung. Alles höchst komplizierte Technik, die auch der Wartung bedarf, zusätzliche Technik hinterher erfordert (Partikelfilter zukünftig auch für Benziner notwendig) und wodurch möglicherweise das Gesamtpaket „Auto“ nicht zuverlässiger oder langlebiger wird.
  5. Motorleistung wird mehr, mehr und mehr. Warum? Klar, ein Zweitonner-SUV  bewegt sich mit 100PS nicht besonders gut. Aber warum braucht jedes normale Familienmittelklassegefährt 500Nm Drehmoment und 200PS? Ist das wirklich notwendig – oder kommt es einfach daher, dass ein Hersteller dann viel, viel mehr Geld verdient? Wenn man schon die größere Maschine fährt, dann dürfen ja Ledersitze und Navigationssystem nicht fehlen. Das ist „uns“ Verbrauchern schon was wert. Da kommt ja gleich der nächste Punkt, die sogenannte
  6. Connectivity. Jetzt gäbs ja diesen Blog auch nicht ohne dieses Internet. Darum wärs blöd, jetzt auf die ganze Onlinegeschichte zu schimpfen. Unter sinnvoller Connectivity im Auto verstehe ich genau maximal drei Funktionen: Freisprechanlage, Audiostreaming und Ansage/Anzeige von Navigationsdaten. Und nicht mehr! Der wichtigste und eigentlich einzig relevante Bildschirm im Autoverkehr ist die Windschutzscheibe, da soll und muss rausgeschaut werden! Der Fahrer soll sich gefälligst um die Bedienung des Autos kümmern, und nicht sich mit irgendwelchen Wischkastlaktionen beschäftigen. Wenn jetzt einer sagt, es wäre ihm im Stau ohne die Unterhaltungselektronik langweilig, dann entgegne ich: genau wegen solcher Deppen wie Dir entsteht überhaupt erst so mancher Stau! Hat zu tun mit der
  7. Achtsamkeit. Wenn man mit dem Auto fährt, dann sollt man sich doch bitte darauf konzentrieren. Das fehlt bei immer mehr Autofahrern und wird nur zum Teil von elektronischen System wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent etc. übernommen. Ein kleines Beispiel: wenn auch der dritte, vierte oder fünfte wartende Fahrer an der Ampel auf ebendiese achten würde und nicht auf den „Kevin-an-Bord“ Aufkleber am Fahrzeugheck vor ihm, dann könnte er sich schon fahrfertig machen, wenn die Ampel umschaltet. Das spart ein paar Sekunden – und durch so eine kleine Änderung  insgesamt würde der Verkehr viel, viel flüssiger werden. Solche Situationen gibts es viele. Einfach ein bissl mehr bei der Sache bleiben!
  8. Fairness. Aus verschiedenen Gründen will ich das nicht an selber erlebten Beispielen festmachen, sondern an einem Beispiel, das auch durch die Presse ging: Der Automobilhersteller Volkswagen kündigt als Marktführer alle Händlerverträge. Und kündigt gleichzeitig an, dass die Partner zukünftig mit weniger Standards belegt werden, sondern sich noch mehr um den Kundenkontakt kümmern sollen. Ist das fair gegenüber denjenigen Händlern, die riesige Investitionen und Grundstücke und Bauten getätigt haben? Bestimmt trifft das keine Hartz 4-Gefährdeten, aber dennoch eine ziemliche Sauerei, wie da mit „Partnern“ umgegangen wird, von einer überlegenen Hersteller-Situation aus. Darum gibt es auch die
  9. Geplante oder künstliche Obsolenz. Wird immer noch und immer wieder abgestritten. Ich will jetzt gar nicht von elektronischen Bauteilen reden (wer weiss eigentlich, wie lange die Industrie eine Sorte „Chips“ produziert?), die vermutlich verhindern werden, dass ein im Jahr 2017 ausgeliefertes Fahrzeug zum fahrfähigen Oldtimer wird. Ein ganz einfaches Beispiel: der Korrosionschutz der Karosserie. Man schafft es mittlerweile ziemlich hersteller-übergreifend, dass ein 12 Jahre altes Auto zumindest von aussen betrachtet noch richtig gut aussieht. Aber gleichzeitig sind bei dem gleichen Gefährt in einem Alter von 15 Jahren die Federnbeindome dermassen rostzerfressen, dass eine mögliche Reparatur den Zeitwert bei weitem übersteigt. Zum Wert eines Autos überhaupt muss ich denken an
  10. SUV. SportUtilityVehicle sollte die Abkürzung mal bedeuten, als weichgespülte Geländewagen zuerst – wie könnte es bei einer Modeerscheinung denn anders sein – in den USA der große Renner wurden. Viele Jahre und zwei Modellgenerationen lang habe ich selbst ausschliesslich und mit Begeisterung einen der Urväter dieser Fahrzeuggattung gefahren – sieben oder acht verschiedene Toyota RAV4 ’s. Die Autos waren super, auch im nicht allzu schwerem Gelände zu gebrauchen, mit Schutzplanken an der Karosserie einfach praktisch, innen notfalls abwaschbar und das Gefährt halt richtig belastbar mit reichlich Fahrspaß. Als es dann losging mit partikelgefilterten Hochleistungsdieselmotoren und Niederquerschnittreifen, habe ich für mich keinen Sinn mehr an so einem Auto gesehen/gefunden. Jetzt ist es ja richtig schlimm: Autos, die höher sind als nötig und damit ein schlechteres Kurvenfahrverhalten und weniger Fahrsicherheit haben, als das mit einfachsten Konstruktionsmitteln möglich wäre, die lediglich mit Frontantrieb lieferbar sind, die mehr Kraftstoff verbrauchen als ein gleichviel Platz bietender Kompaktwagen, die weniger Platz bieten als ein gleich langer Van/Kleinbus – alles das sind „SUV“. Manche mehr, manche weniger optisch gelungen. Die meisten ziemlich sinn- und nutzlos. Aber halt einfach modisch „in“ und darum wird’s gekauft. Scheinbar gehts uns ziemlich gut. Wirklich schade in diesem Zusammenhang: die echten Geländewagen sind am Absteigen. Es gibt auch nur noch wenige – ein paar LandRover/RangeRover (schonmal mit englischer Elektrik zu tun gehabt? Ich sag nur: Lucas – der Erfinder der elektrischen Dunkelheit), die Jeeps (die immer noch sehr, sehr cool sind) und ein paar seltene Mitsubishi Pajero und Toyota LandCruiser – sehr viel mehr ernstzunehmende Offroader gibts heute gar nicht mehr zu kaufen. Wer sein Auto zum Arbeiten braucht, kauft sich scheinbar auch in good old Europe heutzutage einen
  11. Pickup. Immer mehr Hersteller bieten einen an. Wobei: ein Nissan wird auch als Renault und als Mercedes verkauft. Oder ein Fiat ist in Wirklichkeit ein Mitsubishi. Interessiert das die Kunden wirklich nicht? So scheint es zu sein. Die Entwicklung geht hier auch klar in Richtung „Lifestyle“ und – mir wird schlecht – Connectivity.  Nicht abzusehen, ob das zu einer wirklich größeren Verbreitung führt – durch die Form und Größe der Fahrzeuge werden bestimmte Nutzergruppen automatisch abgehalten. Glaube ich. Auch in diesen Autos gehts los mit
  12. Infotainment. Wenn man für etwas schon nichtmal mehr eine deutschsprachige Bezeichnung finden kann, dann wirds Zeit darüber nachzudenken, ob man das braucht. In Wikipedia steht dazu: „Unter Infotainment (Kofferwort aus dem englischen information und entertainment) versteht man den Teil eines Medienangebotes, bei dem die Rezipienten gezielt sowohl informiert als auch unterhalten werden sollen. “ Aha. Und das Ganze im Auto. Information: Wichtig sind Verkehrsnachrichten. Unterhaltung: kann ich mir während der Fahrt nur durch  Musik in vernünftiger Lautstärke vorstellen. Hängt alles direkt zusammen mit der Connectivity. Meistens in Verbindung mit einem
  13. Touchscreen. Bildschirm. Oder Wischkastl fürs Auto. Das, wenn unser Gesetzgeber recht hat, viel weniger vom Geschehen auf der Fahrbahn ablenkt als ein Smartphone. Weil ein eingebautes Navigations- und/oder Infotainmentsystem darf man während der Fahrt bedienen.  Meiner Meinung nach lenkt das genauso oder sogar noch stärker ab, weil man es im Alltag weniger oft bedient und dadurch immer auf dem Bildschirm nach dem nächsten Schritt suchen muss. Bitte nicht falsch verstehen: ich bin gegen die Nutzung von Smartphones im Auto – das ist gefährlich! Ich finde aber, die anderen Bildschirme lenken genauso ab. Wenn mittlerweile auch die Instrumentenanzeigen als Bildschirm ausgeführt werden und in vielen Bereichen frei konfiguriert werden können, stelle ich mir folgende Situation vor: Der Fahrer ist auf einer langen Strecke unterwegs. Den Bildschirm vor sich bedient er vom Lenkrad aus. Er hat eine neue Einstellung gefunden, bei der er die Farbe , die Optik besonders schön findet. Jetzt sieht er eine Tankstelle mit besonders günstigen Angebot und sucht auf seinem Bildschirm nach der Tankanzeige – die er nicht findet und dadurch schon wieder mehrere Sekunden vom wirklich wichtigen Verkehrsgeschehen abgelenkt ist. Kann so vorkommen? Ich glaube schon. Man könnte aber auch einfach beim fest eingebauten Instrumentenbord mit echter 3D-Darstellung bleiben.
  14. Kein Tempolimit: diese speziell deutsche Regelung wird auch in der Regierungsbildungskrise kein einziges Mal angesprochen. Ist das wirklich eine so heilige Kuh? Naja, meist gilt auf der Autobahn ja ohnehin ein tageszeitabhängiges, baustellenbedingtes, staubedingtes, wetterabhängiges oder sonstwie begründetes Limit.
  15. Ach ja, Autobahn: weil die Österreicher gegen die deutsche Maut in Brüssel Einspruch eingelegt haben, kommt die Maut ohnehin frühestens 2019. Oder noch viel später. Wir sind als Industrienation einfach nicht in der Lage, ein paar Plaketten zu drucken.
  16. Autonomes Fahren und Digitalisierung: es gibt schon Autos, die viel mehr können, als sie dürfen. Im letzen Moment doch noch bremsen oder den entscheidenen Ruck am Lenkrad – das gibts tatsächlich schon. Und funktioniert, wenn Kamera und Radarsensoren freie Sicht haben. Die fallen aber beim ersten ernsthaften Schneefall aus – und warnen den Fahrer per Blinkzeichen. Hoffentlich ist der dann nicht ganz so gut dran gewähnt, dass er vergisst, entsprechend zu handeln. Bei einem Stauassistenten sähe das Ganze dann gar nicht gut aus. Bei aller Technik legt niemand ernsthaft Wert darauf, Staubildung frühzeitig zu erkennen und mittels Verkehrsleitsystemen weitgehend zu vermeiden, Da geht noch mehr, vor allem, wenn das Gefährt ohnehin Online verbunden sein wird (E-Call ab April 2018 Pflicht für neue Modelle) und jede Bewegung des Autos aufzeichnet. Ohnehin gibt es, nochmal Digitalisierung, bald z.B. einen Einparkvorgang ohne Gepiepse, Lenkunterstützung oder Kamerabild bald wohl nur noch bei
  17. Oldtimern. Bei vielen Leuten scheint die Sehnsucht nach selbst beherrschbarer und ursprünglicher Automobiltechnik immer noch größer zu werden. Da kann und will ich mich selbst nicht ausschliessen. Engagierte Fahrer interessieren sich oft für die Traumautos ihrer Jugend – allerdings preislich mittlerweile oft genauso weit von der „Leistbarkeit“ entfernt sind, wie das damals war. Oder die Generation der Autos der Eltern – bei der das Beherrschen der Technik noch im Vordergrund steht und jede Fahrt einen ganz besonderen Genuss darstellt. Das kann sich die Generation „Carsharing“ aber wahrscheinlich nicht vorstellen – aber ohne Veränderung gehts halt nicht voran! #imagautos – ganz bestimmt auch über 2018 hinaus !