Wie Du mir, so ich Dir.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so?

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Das hat jetzt gar nichts mit Autos zu tun. Und schon gleich gar nicht mit Spaß, und überhaupt gar nicht mir Spaß am Fahren.

Dennoch bewegt es mich, innerlich. Nein, ich hab mir vor einiger Zeit vorgenommen, nichts zu politischen Themen zu schreiben. Es geht um was Alltägliches. Die Werbung, von der ich mich verfolgt fühle.

Ein Beispiel: eine Armband-Uhr mit einer Countdown-Funktion hab ich mir in diversen Online-Shops angesehen, weil das praktisch für die Durchführung von Softwareupdates an Autos wäre – man könnte zwischendrin was anderes machen und würde nicht so viel Zeit verlieren. Ich konnte mich jedoch nicht sofort zum Kauf entscheiden.

Daraufhin verfolgen mich „online“ jetzt Angebote für Uhren. Meine Reaktion: ich kauf mir jetzt gar keine Uhr. Auf jeden Fall so lange nicht, bis mir keine Werbung mehr angezeigt wird. Egal, wie besonders die Angebote sind. Ich finde das unglaublich lästig! Für mich ist die Kaufentscheidung – vor der ich ziemlich knapp stand – jetzt komplett wieder aus meiner persönlichen Planung entfernt. Wie Du mir (wenn Du mich mit Werbung ärgerst), so ich Dir (dann kauf ich halt gar nix).

Die online-Marketing-Massnahmen haben bei mir also keinen Erfolg gebracht. Andere wehren sich auf andere Art und Weise – zum Beispiel mit den Ad-Blockern.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so? Lasst Ihr Euch von Online-Sonderangeboten, die als Werbung eingeblendet werden, schon mal verführen?

 

DSGVO – oder: beim Turmbau zu Babel war auch das Volk verwirrt

Das halbe Jahr 2018 ist noch lange nicht vorbei, und es gibt schon einen ganz heissen Anwärter auf das Unwort des Jahres: DSGVO. Eine Verordung, geboren von ausgebufften Bürokratengehirnen.

Hier brauche ich sicher nichts darüber erzählen, dafür bin ich kein Experte. Ich kenn mich ziemlich gut mit Autos aus und kann auch damit fahren. Und es macht mir auch Spaß, über Erlebnisse mit Autos zu erzählen und zu lesen. Niederbayrisch, hochdeutsch, mit Anstrengung auch Englisch.

Allerdings verstehe ich die Sprache, in der diese Datenschutzverordnung geschrieben ist, nicht richtig. Oder, anders: wenn ich das alles lese und nach bestem Wissen umsetze, dann sehe ich wieder irgendwo einen Kommentar dazu, der einen Sachverhalt anders interpretiert. Ja, keine Ahnung.

Was soll man denn da machen? Ich versuche, dem Ratgeber des „Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht“ zu folgen und alle mir möglichen Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen.

Ich hab jetzt hier die „Teilen“ und „Kommentieren“ – Funktionen ausgeschaltet. Wer will, kann mich natürlich weiterhin gerne dazu anschreiben – eine meiner E-Mail-Adressen ist immer problemlos in diesem Internet zu finden. Ich würd mich freuen und interessante Beiträge auch hier posten!

Ob die „HTTPS“-Verschlüsselung jetzt reicht, weiss ich auch nicht. Aber leider bin ich nicht in der Lage, mehr zu machen.

Ich interpretiere für mich die Aussage eines Freundes, der nur seinen Handwerksbetrieb ordentlich betreiben will.

Wenn ich gegen irgendeine mir unverständliche Regel verstoße, dann sagt mir das bitte. Werde ich verklagt und stehe dann vor Gericht, werde ich sagen:

„Herr Richter, ich bin blos Autohändler und a bissl Blogger, hab nie studiert, keine Ahnung von Juristerei oder Bürokratieregelung. Autohändler sind die direkten Nachfolger der Viehhändler, die wissen: das Vieh ist in diesem Zustand an fuffzga pro Zentner wert. Es hat zehn Zentner, also kann ich ned mehr als 450 zahlen, damit ich das so weiterverkaufen kann, um damit meine Familie zu ernähren. Wirklich und nach bestem Wissen versuche ich, die Regelungen und Gesetze zu befolgen, ich bescheisse niemanden. Darf ich das weiterhin so machen oder ist die korrekte Befolgung von Regeln, die ich scheinbar falsch verstanden hab und noch dazu nie in der Realschule gelernt, wichtiger?“

Na ja. Hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommt. Ein Gedanke dazu kommt mir jetzt erst so richtig in den Kopf: Wäre ich bis heute nicht „online“, dann könnte ich die Regelungen ja gar nicht kennen! Da lag nix im Briefkasten, keine Hinweise von der EU oder der bayerischen Staatsregierung. Dann dürfte ich zum Beispiel weiter fotografieren, wann und wo ich das will, unter Berücksichtigung der Privatspähre nach gesundem Menschenverstand? Oha. Man könnte ja schon wieder was Neues interpretieren.

Oder, wie wär es, wenn wir uns alle so benehmen würden, wie wir uns das von unserem Freund, Nachbarn, Geschäftspartner und allen anderen  anständigen Leuten wünschen? Dann wär doch alles in Ordnung!

Das Hirn denkt weiter nach …