Wie Du mir, so ich Dir.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so?

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Das hat jetzt gar nichts mit Autos zu tun. Und schon gleich gar nicht mit Spaß, und überhaupt gar nicht mir Spaß am Fahren.

Dennoch bewegt es mich, innerlich. Nein, ich hab mir vor einiger Zeit vorgenommen, nichts zu politischen Themen zu schreiben. Es geht um was Alltägliches. Die Werbung, von der ich mich verfolgt fühle.

Ein Beispiel: eine Armband-Uhr mit einer Countdown-Funktion hab ich mir in diversen Online-Shops angesehen, weil das praktisch für die Durchführung von Softwareupdates an Autos wäre – man könnte zwischendrin was anderes machen und würde nicht so viel Zeit verlieren. Ich konnte mich jedoch nicht sofort zum Kauf entscheiden.

Daraufhin verfolgen mich „online“ jetzt Angebote für Uhren. Meine Reaktion: ich kauf mir jetzt gar keine Uhr. Auf jeden Fall so lange nicht, bis mir keine Werbung mehr angezeigt wird. Egal, wie besonders die Angebote sind. Ich finde das unglaublich lästig! Für mich ist die Kaufentscheidung – vor der ich ziemlich knapp stand – jetzt komplett wieder aus meiner persönlichen Planung entfernt. Wie Du mir (wenn Du mich mit Werbung ärgerst), so ich Dir (dann kauf ich halt gar nix).

Die online-Marketing-Massnahmen haben bei mir also keinen Erfolg gebracht. Andere wehren sich auf andere Art und Weise – zum Beispiel mit den Ad-Blockern.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so? Lasst Ihr Euch von Online-Sonderangeboten, die als Werbung eingeblendet werden, schon mal verführen?

 

Das Ende der Hybrid-Dunkelheit?

Seit über 17 Jahren sind Hybrid – Autos schon bei Toyota zu haben. Problemlos, sicher und umweltverträglich.

Nur leider werden nur relativ wenige dieser Autos in der Bananenrepublik Deutschland gekauft und gefahren – wer einmal umgestiegen ist, wird nicht verstehen können, warum das so ist.

Der europäische Toyota – Importeur in Brüssel, wo offensichtlich die großen Marketing-Entscheidungen getroffen werden, hat auch viel dazu getan, dass dies so bleibt.

Die wirklichen Vorteile der Fahrzeuge – die einfache Bedienung, der hohe Komfort und die herausragende Zuverlässigkeit – werden kaum an die Verbraucher kommuniziert.

Scheinbar ändert sich das derzeit – es gibt sogar richtige Erklärungen, worin der Vorteil der Systeme liegt und was sie bewirken!

Ein paar Gründe, warum man gut mit einem Toyota Hybridauto fährt:

HybridGuteGruende-001

HybridGuteGruende-002

Weiter mit einer kurzen Erklärung der Funktionsweise

Hybrid Kurzleitfaden Funktionsweise-001

Hybrid Kurzleitfaden Funktionsweise-002

Sogar ein Vergleich mit anderen Antriebstechnologien ist möglich.

Hybrid Technologievergleich Kurzleitfaden Wettbewerbsvergleich-001Hybrid Technologievergleich Kurzleitfaden Wettbewerbsvergleich-002

Viel Text hab ich dazu ja schon geschrieben, auch hier im Blog – die Bilder sagen aber manchmal mehr als Worte.

 

Hören die nicht zu?

Es ist tatsächlich erstaunlich. Da gibt es heutzutage fast unbegrenzte Möglichkeiten, per Web-Monitoring und Umfragen direkt beim Verbraucher abzufragen, was er für Bedürfnisse gestillt haben möchte. Und was ihm weniger oder gar nicht wichtig ist.

Dennoch werden Technologien entwickelt, die fast niemanden interessieren – oder denen die Menschen sogar ablehnend gegenüber stehen. Und Dinge, die gekauft werden würden, interessieren offensichtlich keinen Entwickler.

Das betrifft auch die Autobranche.  Nur sehr wenige Leute wollen eine Sensor- und GPS-überwachte Nachverfolgung ihrer Fahrten. Warum wird so etwas dann am Markt eingeführt? Naja, die Pflicht, den sogenannten „E-Call“ einzuführen, hat ja den EU den Herstellern auferlegt. Wenn man schon ein GPS-Modul einbauen muss, dann überlegen die Autofirmen natürlich, wie man die anfallenden Daten für eigene Zwecke nutzen kann. Und denen fällt da natürlich einiges ein, auch den Versicherungen – Stichwort „Überwachung der Fahrgewohnheiten“.

Warum aber versucht man, statt deutlich unterschiedliche Fahrzeuge zu bauen, möglichst viele Funktionen der Smartphones ins Auto zu übernehmen? In dieser Richtung haben die Leute von Google und Apple schon einige Jahre lang entwickelt und haben einen Vorsprung, den die Autoleute bestimmt nicht einholen können.

Warum hört man also nicht auf die Kunden und baut ein einfach bedienbares Fahrzeug mit attraktiver Karosserie und Innenraum, das umweltfreundlich angetrieben wird und preiswert angeboten werden kann? Wer sich Infotainment-Schnickschnack kaufen will, kann das ja vielleicht am einfachsten und besten tatsächlich über ein angeschlossenes Smartphone machen! Dann hat der Technologie-Freak auch alle paar Jahre (oder Monate?) immer das neueste Gerät – ein Auto muss ja doch für eine wesentlich längere Zeitspanne gebaut und haltbarer sein als ein Telefon.

Aus meiner Erfahrung: bisher hat sich bei uns kein Mensch ein Auto wegen des supertollen Navigationssystems gekauft. Eher passierts, dass ein Auto nicht gekauft wird, wenn es gar kein solches Angebot gibt. Nicht einmal Online-Werkstattdienste werden von der überwältigenden Mehrheit der Kunden genutzt.

Gut, vielleicht ist jetzt das ländliche Niederbayern nicht repräsentativ für den europäischen Markt. Aber wir liegen immer irgendwie im Schnitt. Wenn man mit Leuten spricht, gibt es wenige, die der Meinung sind, dass ihre Fahrgewohnheiten ruhig beim Hersteller gespeichert werden können. Das wird – in Sachen Datenschutz – ohnehin spannend. Ist die E-Call-Pflicht höher anzusehen als der Datenschutz in diesem Bereich? So, denke ich, wird das wohl mal interpretiert werden.

Aber, worüber man täglich mit den Auto-Fahrern und -interessierten spricht: Warum hat der XY so eine komische Form? Warum ist der Einstieg nicht bequemer, geht bequem wirklich nur mit einem sogenannten SUV? Warum ist der Kofferraum so unpraktisch? Warum gibts keinen Schutz der Lackierung, wenn mal auf dem Parkplatz der Nachbar die Türe dagen haut? Wo bleibt die echte Allwetter-Einsatzsicherheit durch einen einfachen Allradantrieb zum Preis eines Winterreifen-Satzes, wie es der Herr Piech vor Jahrzehnten angekündigt hatte? Warum gibts keine schöne Farbe? Warum kann ich mir die Farbe der Polster nicht aussuchen oder die Dinger preiswert austauschen? Warum hat das Auto keine Folie im Kofferraum, damit der Hund die Stoßstange beim Einsteigen nicht verkratzt?

Und auch ganz wichtig: Fahreigenschaften, die sich von anderen Fahrzeugen unterscheiden -also leiser, reaktionsschneller, haltbarer oder mit mehr Bodenfreiheit z.B. für einen Jäger. Individueller, je nachdem, worauf der Nutzer Wert legt. Die Hersteller können das, das haben sie in den vergangenden Jahrzehnten bewiesen!

Aber jetzt bauen sie alle mehr oder weniger absolut vergleichbare Vehikel. Gleich unpraktisch, in jeder Fahrzeugklasse sehr ähnlich geformt. Alle mit der gleichen Zielrichtung, alle werben mit ihrer ach-so-tollen Connectivity und kabellosen Ladeschalen. Und hören meiner Meinung nach eben nicht zu, was die Menschen wirklich wollen: Autos, die ein echtes, individuelles Fahrerlebnis bieten. Die Geschichte mit der Ladung sollten gefälligst die Smartphonehersteller lösen.

 

 

Automobile Thesen 2017

Als ungewöhnlich kann man das abgelaufene Jahr in automobiler Hinsicht schon bezeichnen. Es fand jetzt keine große Reformation oder Revolution statt, aber alles vieles beginnt, sich zu ändern.

Öfter mal was Neues ist ja in Ordnung. Hier mal ein paar Gedanken dazu:

  1. Diesel. In der Öffentlichkeit, auf jeden Fall in den Medien sind die verschiedenen Diesel-Betrugsdelikte ein vieldiskutiertes Thema. Keine Angst, liebe Anhänger der nagelnden Klapper-Wärmekraftmaschine nach Art des des Rudolf Diesel: das Teil wird nicht aussterben. Aber ganz sicher gibt es für verschiedene Arten der motorgetriebenen Fortbewegung bessere Antriebsgerätschaften. Egal, ob Hybrid, Benzin, Elektro oder Wasserstoff: Alle benötigen in leichten Fahrzeugen weniger Aufwand zur Reduktion der Schadstoffemissionen, die beim Fahren nunmal entstehen, als ein Dieselmotor. Andersrum ist der Diesel unschlagbar, wenn das Gefährt mal 3, 4 oder mehr Tonnen auf die Waage bringt. Das wird auch für 2018 und viel, viel später gelten. Allerdings wird am 22. Februar 2018 das  Bundesverwaltungsgericht entscheiden, ob Dieselfahrverbote auf Grundlage des aktuell geltenden Rechts machbar sind. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, wird sich das Diesel-Geschäft wieder beleben oder weiter abschwächen.
  2. Elektromobilität. Immer noch sehr, sehr zögerlich gehts voran. Ein paar Hybridautos zum Aufladen (PlugIn-Hybrid), ein paar Tesla, einige BMW i3, wenige i8. Aber langsam werden es mehr. Den i8 durfte ich selbst erleben: gegen das Auto spricht ja ausser den bescheuerten Drehflügeltüren ja schon fast gar nix, wenn man das nötige Kleingeld für die Anschaffung hat! Mein lieber Mann, macht das Ding Spaß! Bei durchaus vertretbarem Verbrauch. Eine oder zwei Nummern kleiner bzw. weniger Leistung und dafür bitte unter 50000€ Anschaffungswert – hui, da würde aber was losgehen. Auch ohne die unsäglich furchtbare
  3. Dieselprämie, Abwrackprämie oder wie findige Marketingleute die neue Form der Verkaufsförderungsprämien der Hersteller nennen. So ein Schmarrn. Alle wissen, dass die Listenpreise viel zu hoch sind. Warum werden die nicht zurückgefahren? Dann würden die Restwerte bei Gebrauchtwagen auch wieder in realistische Verhältnisse kommen. Es gibt ja schon fast kein Auto mehr, dass nach etwas mehr als 3 Jahren, nach der Garantiezeit, mehr als die Hälfte des ursprünglichen Listenpreises inkl. Zubehör wert ist. Zurückrudern, bitte!
  4. Downsizing. Eine der wenigen Punkte, in denen die Automobilindustrie tatsächlich kleine Brötchen bäckt: die Hubräume und Zylinderzahlen der Motoren sinken, dafür steigt der Druck von den fast überall verbauten Turboladern und von der Hochdruckeinspritzung. Alles höchst komplizierte Technik, die auch der Wartung bedarf, zusätzliche Technik hinterher erfordert (Partikelfilter zukünftig auch für Benziner notwendig) und wodurch möglicherweise das Gesamtpaket „Auto“ nicht zuverlässiger oder langlebiger wird.
  5. Motorleistung wird mehr, mehr und mehr. Warum? Klar, ein Zweitonner-SUV  bewegt sich mit 100PS nicht besonders gut. Aber warum braucht jedes normale Familienmittelklassegefährt 500Nm Drehmoment und 200PS? Ist das wirklich notwendig – oder kommt es einfach daher, dass ein Hersteller dann viel, viel mehr Geld verdient? Wenn man schon die größere Maschine fährt, dann dürfen ja Ledersitze und Navigationssystem nicht fehlen. Das ist „uns“ Verbrauchern schon was wert. Da kommt ja gleich der nächste Punkt, die sogenannte
  6. Connectivity. Jetzt gäbs ja diesen Blog auch nicht ohne dieses Internet. Darum wärs blöd, jetzt auf die ganze Onlinegeschichte zu schimpfen. Unter sinnvoller Connectivity im Auto verstehe ich genau maximal drei Funktionen: Freisprechanlage, Audiostreaming und Ansage/Anzeige von Navigationsdaten. Und nicht mehr! Der wichtigste und eigentlich einzig relevante Bildschirm im Autoverkehr ist die Windschutzscheibe, da soll und muss rausgeschaut werden! Der Fahrer soll sich gefälligst um die Bedienung des Autos kümmern, und nicht sich mit irgendwelchen Wischkastlaktionen beschäftigen. Wenn jetzt einer sagt, es wäre ihm im Stau ohne die Unterhaltungselektronik langweilig, dann entgegne ich: genau wegen solcher Deppen wie Dir entsteht überhaupt erst so mancher Stau! Hat zu tun mit der
  7. Achtsamkeit. Wenn man mit dem Auto fährt, dann sollt man sich doch bitte darauf konzentrieren. Das fehlt bei immer mehr Autofahrern und wird nur zum Teil von elektronischen System wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent etc. übernommen. Ein kleines Beispiel: wenn auch der dritte, vierte oder fünfte wartende Fahrer an der Ampel auf ebendiese achten würde und nicht auf den „Kevin-an-Bord“ Aufkleber am Fahrzeugheck vor ihm, dann könnte er sich schon fahrfertig machen, wenn die Ampel umschaltet. Das spart ein paar Sekunden – und durch so eine kleine Änderung  insgesamt würde der Verkehr viel, viel flüssiger werden. Solche Situationen gibts es viele. Einfach ein bissl mehr bei der Sache bleiben!
  8. Fairness. Aus verschiedenen Gründen will ich das nicht an selber erlebten Beispielen festmachen, sondern an einem Beispiel, das auch durch die Presse ging: Der Automobilhersteller Volkswagen kündigt als Marktführer alle Händlerverträge. Und kündigt gleichzeitig an, dass die Partner zukünftig mit weniger Standards belegt werden, sondern sich noch mehr um den Kundenkontakt kümmern sollen. Ist das fair gegenüber denjenigen Händlern, die riesige Investitionen und Grundstücke und Bauten getätigt haben? Bestimmt trifft das keine Hartz 4-Gefährdeten, aber dennoch eine ziemliche Sauerei, wie da mit „Partnern“ umgegangen wird, von einer überlegenen Hersteller-Situation aus. Darum gibt es auch die
  9. Geplante oder künstliche Obsolenz. Wird immer noch und immer wieder abgestritten. Ich will jetzt gar nicht von elektronischen Bauteilen reden (wer weiss eigentlich, wie lange die Industrie eine Sorte „Chips“ produziert?), die vermutlich verhindern werden, dass ein im Jahr 2017 ausgeliefertes Fahrzeug zum fahrfähigen Oldtimer wird. Ein ganz einfaches Beispiel: der Korrosionschutz der Karosserie. Man schafft es mittlerweile ziemlich hersteller-übergreifend, dass ein 12 Jahre altes Auto zumindest von aussen betrachtet noch richtig gut aussieht. Aber gleichzeitig sind bei dem gleichen Gefährt in einem Alter von 15 Jahren die Federnbeindome dermassen rostzerfressen, dass eine mögliche Reparatur den Zeitwert bei weitem übersteigt. Zum Wert eines Autos überhaupt muss ich denken an
  10. SUV. SportUtilityVehicle sollte die Abkürzung mal bedeuten, als weichgespülte Geländewagen zuerst – wie könnte es bei einer Modeerscheinung denn anders sein – in den USA der große Renner wurden. Viele Jahre und zwei Modellgenerationen lang habe ich selbst ausschliesslich und mit Begeisterung einen der Urväter dieser Fahrzeuggattung gefahren – sieben oder acht verschiedene Toyota RAV4 ’s. Die Autos waren super, auch im nicht allzu schwerem Gelände zu gebrauchen, mit Schutzplanken an der Karosserie einfach praktisch, innen notfalls abwaschbar und das Gefährt halt richtig belastbar mit reichlich Fahrspaß. Als es dann losging mit partikelgefilterten Hochleistungsdieselmotoren und Niederquerschnittreifen, habe ich für mich keinen Sinn mehr an so einem Auto gesehen/gefunden. Jetzt ist es ja richtig schlimm: Autos, die höher sind als nötig und damit ein schlechteres Kurvenfahrverhalten und weniger Fahrsicherheit haben, als das mit einfachsten Konstruktionsmitteln möglich wäre, die lediglich mit Frontantrieb lieferbar sind, die mehr Kraftstoff verbrauchen als ein gleichviel Platz bietender Kompaktwagen, die weniger Platz bieten als ein gleich langer Van/Kleinbus – alles das sind „SUV“. Manche mehr, manche weniger optisch gelungen. Die meisten ziemlich sinn- und nutzlos. Aber halt einfach modisch „in“ und darum wird’s gekauft. Scheinbar gehts uns ziemlich gut. Wirklich schade in diesem Zusammenhang: die echten Geländewagen sind am Absteigen. Es gibt auch nur noch wenige – ein paar LandRover/RangeRover (schonmal mit englischer Elektrik zu tun gehabt? Ich sag nur: Lucas – der Erfinder der elektrischen Dunkelheit), die Jeeps (die immer noch sehr, sehr cool sind) und ein paar seltene Mitsubishi Pajero und Toyota LandCruiser – sehr viel mehr ernstzunehmende Offroader gibts heute gar nicht mehr zu kaufen. Wer sein Auto zum Arbeiten braucht, kauft sich scheinbar auch in good old Europe heutzutage einen
  11. Pickup. Immer mehr Hersteller bieten einen an. Wobei: ein Nissan wird auch als Renault und als Mercedes verkauft. Oder ein Fiat ist in Wirklichkeit ein Mitsubishi. Interessiert das die Kunden wirklich nicht? So scheint es zu sein. Die Entwicklung geht hier auch klar in Richtung „Lifestyle“ und – mir wird schlecht – Connectivity.  Nicht abzusehen, ob das zu einer wirklich größeren Verbreitung führt – durch die Form und Größe der Fahrzeuge werden bestimmte Nutzergruppen automatisch abgehalten. Glaube ich. Auch in diesen Autos gehts los mit
  12. Infotainment. Wenn man für etwas schon nichtmal mehr eine deutschsprachige Bezeichnung finden kann, dann wirds Zeit darüber nachzudenken, ob man das braucht. In Wikipedia steht dazu: „Unter Infotainment (Kofferwort aus dem englischen information und entertainment) versteht man den Teil eines Medienangebotes, bei dem die Rezipienten gezielt sowohl informiert als auch unterhalten werden sollen. “ Aha. Und das Ganze im Auto. Information: Wichtig sind Verkehrsnachrichten. Unterhaltung: kann ich mir während der Fahrt nur durch  Musik in vernünftiger Lautstärke vorstellen. Hängt alles direkt zusammen mit der Connectivity. Meistens in Verbindung mit einem
  13. Touchscreen. Bildschirm. Oder Wischkastl fürs Auto. Das, wenn unser Gesetzgeber recht hat, viel weniger vom Geschehen auf der Fahrbahn ablenkt als ein Smartphone. Weil ein eingebautes Navigations- und/oder Infotainmentsystem darf man während der Fahrt bedienen.  Meiner Meinung nach lenkt das genauso oder sogar noch stärker ab, weil man es im Alltag weniger oft bedient und dadurch immer auf dem Bildschirm nach dem nächsten Schritt suchen muss. Bitte nicht falsch verstehen: ich bin gegen die Nutzung von Smartphones im Auto – das ist gefährlich! Ich finde aber, die anderen Bildschirme lenken genauso ab. Wenn mittlerweile auch die Instrumentenanzeigen als Bildschirm ausgeführt werden und in vielen Bereichen frei konfiguriert werden können, stelle ich mir folgende Situation vor: Der Fahrer ist auf einer langen Strecke unterwegs. Den Bildschirm vor sich bedient er vom Lenkrad aus. Er hat eine neue Einstellung gefunden, bei der er die Farbe , die Optik besonders schön findet. Jetzt sieht er eine Tankstelle mit besonders günstigen Angebot und sucht auf seinem Bildschirm nach der Tankanzeige – die er nicht findet und dadurch schon wieder mehrere Sekunden vom wirklich wichtigen Verkehrsgeschehen abgelenkt ist. Kann so vorkommen? Ich glaube schon. Man könnte aber auch einfach beim fest eingebauten Instrumentenbord mit echter 3D-Darstellung bleiben.
  14. Kein Tempolimit: diese speziell deutsche Regelung wird auch in der Regierungsbildungskrise kein einziges Mal angesprochen. Ist das wirklich eine so heilige Kuh? Naja, meist gilt auf der Autobahn ja ohnehin ein tageszeitabhängiges, baustellenbedingtes, staubedingtes, wetterabhängiges oder sonstwie begründetes Limit.
  15. Ach ja, Autobahn: weil die Österreicher gegen die deutsche Maut in Brüssel Einspruch eingelegt haben, kommt die Maut ohnehin frühestens 2019. Oder noch viel später. Wir sind als Industrienation einfach nicht in der Lage, ein paar Plaketten zu drucken.
  16. Autonomes Fahren und Digitalisierung: es gibt schon Autos, die viel mehr können, als sie dürfen. Im letzen Moment doch noch bremsen oder den entscheidenen Ruck am Lenkrad – das gibts tatsächlich schon. Und funktioniert, wenn Kamera und Radarsensoren freie Sicht haben. Die fallen aber beim ersten ernsthaften Schneefall aus – und warnen den Fahrer per Blinkzeichen. Hoffentlich ist der dann nicht ganz so gut dran gewähnt, dass er vergisst, entsprechend zu handeln. Bei einem Stauassistenten sähe das Ganze dann gar nicht gut aus. Bei aller Technik legt niemand ernsthaft Wert darauf, Staubildung frühzeitig zu erkennen und mittels Verkehrsleitsystemen weitgehend zu vermeiden, Da geht noch mehr, vor allem, wenn das Gefährt ohnehin Online verbunden sein wird (E-Call ab April 2018 Pflicht für neue Modelle) und jede Bewegung des Autos aufzeichnet. Ohnehin gibt es, nochmal Digitalisierung, bald z.B. einen Einparkvorgang ohne Gepiepse, Lenkunterstützung oder Kamerabild bald wohl nur noch bei
  17. Oldtimern. Bei vielen Leuten scheint die Sehnsucht nach selbst beherrschbarer und ursprünglicher Automobiltechnik immer noch größer zu werden. Da kann und will ich mich selbst nicht ausschliessen. Engagierte Fahrer interessieren sich oft für die Traumautos ihrer Jugend – allerdings preislich mittlerweile oft genauso weit von der „Leistbarkeit“ entfernt sind, wie das damals war. Oder die Generation der Autos der Eltern – bei der das Beherrschen der Technik noch im Vordergrund steht und jede Fahrt einen ganz besonderen Genuss darstellt. Das kann sich die Generation „Carsharing“ aber wahrscheinlich nicht vorstellen – aber ohne Veränderung gehts halt nicht voran! #imagautos – ganz bestimmt auch über 2018 hinaus !

Autoradio, was geht da ab in 2017

Den alten Zeiten nachzutrauern, ist in Sachen Autoradio nicht angebracht. Geht los mit dem UKW-Empfang, der bis in die 90er Jahre oft mehr Rauschen als Töne produziert hat. Die Abspielmedien wie Kassetten waren umständlich in der Handhabung und empfindlich.

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Mit den CD’s wurde es leichter. Sendersuchlauf und automatische Speichermöglichkeiten kamen immer mehr in dem gleichen Masse, wie Audiogeräte serienmässig in PKW’s immer mehr eingebaut wurden.

Heute, in 2017, ist ein Touch-Screen schon fast Standard. Bei Toyota in fast allen Modellen. Mit Bluetooth-Verbindung zum Telefon/Smartphone oder auch Musik-Abspielgerät – auch Bluetooth AudioStreaming genannt. Selbstverständlich auch mit USB-Buchse, über die auch mögliche Updates eingespielt bzw. geladen werden. Das Gerät kann aber nicht nur FM-Radioempfang, sondern oft auch schon DAB+ und stellt gleichzeitig auch die Rückfahrkamera sowie Bordcomputerfunktionen dar.

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Ein Suchlauf ist oft schon gar nicht mehr notwendig, die neue Generation der Geräte zeigt ständig alle, am aktuellen Standort des Fahrzeugs empfangbaren, Sender an. Mit Sendername – nicht nur die Frequenzangabe, sondern auch andere Infos wie z.B. Musiktitel oder aktuelle Schlagzeilen werden angezeigt.

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Selbstverständlich ist auch der bewährte Verkehrsfunk integriert, ein kleiner Tipp hierzu: Wenn die „TP“ (TrafficProgram) Funktion aktiviert ist und eine Verkehrsdurchsage kommt, dann wird die Lautstärke des Geräts immer auf das Niveau angepasst, das der Benutzer bei der letzten Verkehrsdurchsage eingestellt hat. Das heisst, wenn man eine Verkehrsdurchsage nicht hören will und in diesem Moment „leise“ einstellt, dann wird man das nächste Mal auch keine Verkehrsdurchsage mitbekommen.

Da gibts auch eine neue Funktion bei den Toyota DAB+ – Geräten: Man kann sich bereits gehörte Beiträge / Lieder / wasauchimmer noch einmal anhören, also einfach mal die Zeit zurückdrehen! Noch nicht einmal der DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ konnte das, anno 1985.

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Ganz zu schweigen vom Klang: was so eine JBL-Anlage zustande bringt, ist schon wirklich sehr imponierend. So etwas haben nur wenige Leute zuhause in gleicher Soundqualität.

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Also alles gut, perfekt, praktisch? Naja, ganz so leider auch nicht: bei vielen Geräten wird mittlerweile auf ein CD-Laufwerk verzichtet – sehr unpraktisch für die nicht ganz so jungen Leute, die Musik nicht nur vom Handy oder online kennen, sondern über eine CD-Sammlung verfügen.

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Beim Starten des Fahrzeugs muss das „Infotainment“-System erst hochfahren. Das bedeutet für mich, vor allem mit einem Hybrid-Toyota, folgendes: ins Auto einsteigen, anschnallen, auf den Startknopf drücken, Rückwärtsgang einlegen, rückwärts aus der Einfahrt fahren – und jetzt erst ist das System so weit, dass das Bild der Rückfahrkamera angezeigt wird. Also erst dann, wenn ich schon ein ganzes Stück gefahren bin.

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Was mich persönlich ganz furchtbar stört: es gibt bei vielen Geräten, auch bei anderen Herstellern (Volkswagen) keinen Drehknopf für die Lautstärke mehr! Fürchterlich, das zigfache Herumgetippe, um eine zu hohe Lautstärke schnell beim Einsteigen zu reduzieren. Ja, ich weiß, das geht auch am Lenkrad – dauert aber auch mindestens fünfmal so lang wie mit einem Drehknopf und nervt einfach. An diejenigen, die sowas entwickelt und freigegeben haben: setzen, ungenügend, nochmal machen!

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Alles natürlich, wie immer, persönliche Meinung, garantiert nicht ganz neutral und erst recht nicht frei von Vorurteilen.

Trickser oder Genie – und wer glaubt was

Diesel Skandal – warum haben wir da nicht eher was bemerkt

Zwischendrin was ganz ohne Hybridsystem: der Diesel-Diskussion kann man seit Monaten kaum entkommen. Wer hat wann und wo wen betrogen, wer hat nicht kontrolliert oder falsche Richtlinien angewandt, wer ist böse, wer ist ein Opfer geworden …

Jetzt sollen sich die (deutschen) Autohersteller auch noch abgesprochen haben. Liebe Presse: glaubt ihr wirklich, die Hersteller sind untereinander so zerstritten, dass die nicht miteinander reden? Ein Mitarbeiter von Audi redet im Biergarten nicht mit seinem BMW Kollegen und tauscht sich mit ihm aus? Ja? Dann seid ihr noch wesentlich weiter weg von der Alltagswelt, als ich das ohnehin schon befürchtet hab. Sogar Autohändler reden miteinander, stellt euch das mal vor!

Abgesehen davon kommt alles so nach und nach auf den Tisch: ja, auch der Daimler kann per Softwareupdate nachbessern. Und gibt damit zu, dass nicht alles so ganz optimal aufeinander eingestellt ist. Ja, was ist denn jetzt los? Ein paar geänderte Programmierzeilen sorgen also für weniger NOx Ausstoss ohne sonstige Nachteile? Wer das glaubt, sucht bestimmt auch im Frühwinter nach fliegenden Rentieren.

Was mich wurmt: eigentlich wissen wir das seit über 10 Jahren. Warum und woher? Anfang der 2000er Jahre kam ein neuer Produktmanager/Entwicker zu TME (Toyota Motor Europe), der eine ganz neue, bis dahin bei Toyota nicht vorstellbare Generation von Turbodieselmotoren eingeführt hat (AD-Motorenfamilie). Das war der erste Toyota-Dieselmotor, der so richtig „geschubst“ hat, wie man das von europäischen Dieseln kennt. Das Ganze dann auch gleich noch mit Partikelfilter und NOx-Redukationskatalysator. Also alles top? Leider nicht ganz: es gab anfangs mit Dieselruss verklebte/zugwachsene Abgas-Rückführventile. (weil das System immer aktiv ist und nicht, wie bei anderen Herstellern und seit kurzem bekannt, bei vielen Umweltbedingungen einfach ausgeschltet wird). Wichtiger und noch mehr im Fokus: der Motor geht genauso gut wie z.B. ein VW- oder BMW-Motor, braucht aber 10-20% mehr Kraftstoff. Was wir natürlich bei unserem Hersteller reklamiert haben. Die Antwort lautete sinngemäss, man könne den Verbrauch nicht weiter reduzieren, ohne die Grenzwerte für den Schadstoffausstoss zu überschreiten. Wie die anderen das können, hat man leider nicht herausfinden können.

Jetzt, mit den heutigen Kenntnissen über Prüfstands-Erkennungsmodus und weitere illegale Tricksereien, wird das schon nachvollziehbar. Aber wir sind auch überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass die Wettbewerber einfach schlau bescheissen.

Anstatt ein Eingeständnis abzugeben, dass man möglichst billige Technik verwendet hat, um den eigenen Gewinn zu maximieren, erzählt man dem Verbraucher jetzt, dass man per Softwareupdate eine erhebliche Verbesserung der Motorverhaltens erzielt. Aha. Ohne Nachteile für Rest des Motors. Soso. Ohne Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs – HAHA!!

Einem Hersteller hat man schon nachgewiesen, dass im Rahmen des Softwareupdates auch die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers so rekonfiguriert wird, dass wieder der gleiche, niedrige Verbrauch wie zuvor angezeigt wird – tatsächlich an der Tankstelle aber mehr pro Kilometer nachgefüllt werden muss.

O wie groß ist die Verarsche.

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Immer wieder gerne. Hybrid Teil 3.

Einer meiner allerliebsten „Keine-Ahnung“-Klassiker:

„Wie weit fährt der denn jetzt, so rein elektrisch?“

Ja, wie ist die Antwort?

Es gibt keine. Weil das kein Elektroauto ist. Und damit die elektrische Reichweite gar nicht wichtig ist. Eher schon wichtig: wie weit kommt der mit einer Tankfüllung?

Aber von vorne.

Derzeit gibt es eine Aktion bei Toyota, da werden Kunden-Probefahrten per „Äpp“ aufgezeichnet und ausgewertet. Da kommt raus – das sage ich voraus, ohne eine Auswertung gesehen zu haben-, dass ein Anteil von etwa 50% durchschnittlich elektrisch stattfindet. Dieser Anteil ist deswegen so hoch, weil die allermeisten Verkaufshändler ihren Standort in einem urbanen Umfeld haben. Somit finden die meisten Testfahrten dort statt, wo man eigentlich gar kein Auto braucht – uups, das ist jetzt eine ganz andere Geschichte und einen komplett anderen Beitrag wert.

Zurück dorthin, wo man wirklich ein Auto braucht und es auch noch Spaß macht, damit zu fahren – also in unseren Alltag.

Weil wir von Toyota Deutschland die App und die Technik aus vertragsrechtlichen Gründen nicht bekommen, haben wir uns selber ein Auswertungs-System am freien Markt besorgt. Mit dem zusätzlichen Vorteil, dass hier nicht „auswertungsoptimiert“ aufgezeichnet wird. Man sieht dennoch, wie groß der Hybrid-Vorteil ist!

Im folgenden eine Aufzeichnung einer ganz normalen Alltagsfahrt in einem Auris TS Hybrid von Neukirchen nach Niederwinklung, kurz aussteigen (in diesem Fall 10 Minuten, dabei das Fahrzeug inklusive Klimaanlage laufen lassen) und was besorgen, wieder zurück nach Neukirchen.

Das sieht dann so aus:

Bild2

Von den gut 35km Gesamtstrecke ist der Auris dabei über 8km elektrisch unterwegs gewesen. Gar nicht schlecht, oder? Darum kommt ein hochgerechneter Gesamt-Durchschnittsverbrauch auf 100km von grad mal viereinhalb Litern raus. Und der Benzinmotor (also Autofahren mit Geräuschentwicklung) lief nur ziemlich genau die Hälfte der gesamten Reisezeit.

Bild1

 

Dabei wurde der Benzinmotor hauptsächlich nur dann betrieben, wenn er zur Gesamt-Systemleistung zwischen 15-35kw Leistung beisteuert. Da ist er am effizientesten. Mit Drehzahlen, die meist unter 3000min-1 liegen.

Auch eine ganz interessante Grafik: welcher Antrieb trägt bei welcher Geschwindigkeit wieviel zum Vortrieb bei?

Bild3Die grünen Werte unter Null zeigen an, welche Leistung durch die E-Maschinen an den Akku zurückgeliefert wurden.

Zu guter Letzt: die Bremserei. Wie oft insgesamt gebremst, wie oft „gut“ (elektrisch) und wie oft „schlecht“ (mit hydraulischer Bremsanlage und damit mit Verschleiss). Über 30 mal gebremst, ganz schön oft, finde ich.

Bild4Bremse

Zurück zum Anfang: wie weit fährt er denn elektrisch? Auch im Bayerischen Wald auf jeden Fall rund ein Viertel der gesamten Fahrstrecke. Das sind, wenn man nur 12000km im Jahr fährt, auch schon immerhin 3000km! Rein elektrisch, oder Abgas, ohne Lärm. Schon einiges gespart (der Umwelt er-spart), oder?

Wollt Ihr mehr solcher Auswertungen sehen? Oder selber mal mit einem Vollhybrid-Toyota das eigene Fahrprofil auswerten? Einfach bei mir melden …