Besserbewegt in Zeiten von 2,359€

Kommt es jetzt auf der Straße zu Schneckenrennen aus Energiespargründen?

Nein, bisher zumindest nicht. Also nicht, wenn man sich anschaut, wie und mit welchen Maschinerien auf unseren Straßen rumgefahren wird. Trotz dieser Angebotspreise der chemischen Energieträgerflüssigkeiten für die überwiegende Anzahl der Gefährte!

Aber hat man da noch Spaß am Fahren? Oder: was ist zu tun, um daran Spaß haben zu können? Der Spritpreis wird sich angesichts der politischen und gesellschaftlichen Situation in ganz Europa, vielleicht sogar der ganzen Welt, nicht massiv reduzieren. Auch, wenn der Erdölpreis gar nicht so hoch ist, dass der Preis gerechtfertigt wäre. Egal, daran kann man nichts ändern, als einzelner Rufer in der Finsternis.

Nun: alleine mit dem Wechsel auf ein Gefährt mit nicht-flüssiger Energiespeichereinrichtung, also zum Beispiel mit Batterie-Akku, mit dem ist es nicht getan. Zum Einen gibt es solche Autos gefühlt nur in „zu groß“ oder „riesig“, was auch am Platzbedarf der Akkus liegen könnte (ein paar ganz kleine Fahrzeuge werden schon angeboten, aber die sind halt für den ländlichen Alltag nur eingeschränkt nutzbar). Zum Anderen wird der Strom zum Aufladen auch deutlich teurer – und ganz ehrlich: wer glaubt, dass wir alle zukünftig elektrisch betrieben auf der Strasse fahren und wir als Staat auf die Einnahmen aus der Mineralöl/Energiesteuer verzichten können, der glaubt auch, dass der Osterhase die Eier bringt, oder?

Bitte nicht falsch verstehen: ich bin nicht gegen Elektrofahrzeuge. In vielen Bereichen werden diese unverzichtbar werden, in ziemlich kurzer Zeit, zum Beispiel beim regionalen Paketverteiler, da ist der Antrieb einfach optimal. Auch bei innerstädtisch genutzen Privatfahrzeugen!

Es gibt es für ein typischerweise auf dem Land genutztes Fahrzeug allerdings noch keine echten Angebote. Zum Beispiel gibt bisher keine vernünftige Möglichkeit, mit einem bezahlbaren Auto einen Anhänger zu ziehen. Der für Garten/Hausbesitzer unverzichtbar erscheint. Nein, liebe Hersteller: ein über 50000€ teures Fahrzeug kommt nicht in Frage, das geben die Haushaltseinkommen nicht her. Eine ganz einfache Rechnung: die besten Elektroautos haben 10 Jahre Garantie auf den Akku, werden also vermutlich auch 12 Jahre halten. Aber: was hat das Gefährt danach für einen Wert? Mit Sicherheit nahe einer „schwarzen Null“. Ein zwölf Jahre altes Elektroauto im Falle eines nennenswerten Technik-Schadens zu reparieren, wird wahrscheinlich den Zeitwert des (dann auch schon wieder technisch veralteten) Fahrzeugs übersteigen. Also: 50000€ geteilt durch zwölf, sind über 4100€ im Jahr, knapp 350€ im Monat. Nur dafür, dass der Akkuschrauber im Hof steht, da ist noch kein Meter gefahren worden, keine Versicherung bezahlt, keine Reifen gekauft, kein Verschleiss repariert – gar nix. Funktioniert nicht.

Damit zurück zur Ausgangsfrage: wie fahren, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber der eigenen Familie / Finanzkraft zu haben und dabei doch Fahrspaß geniessen?

Tatsächlich liegt sehr viel am Fahrer selbst. 20% bis 30% Einsparungspotential hat der durchschnittliche Autofahrer, dessen bin ich mir recht sicher. Und überlege derzeit, das Spritsparen, Energiesparen beim Fahren, als „Seminar“ anzubieten. Oder ist der Tankschmerz noch nicht groß genug und man jammert noch auf sehr hohem Nivau?

Es gibt allerdings auch technische Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu reduzieren. Die sinnvolle Wartung des Fahrzeugs als erstes. Ein zugesetzter Luft- oder Kraftstoff-Filter wird sehr oft nicht beim normalen Fahren erkannt und verursacht deutlichen Mehrverbrauch, ebenso wie zu niedriger Luftdruck oder verschlissene Zündkerzen bei Benzin- oder Benzin-Hybridfahrzeugen.

Aber es geht auch wesentlich weniger offensichtlich: eine nicht optimal eingestellte Achsgeometrie kann zu einem erhöhten Abrollwiderstand führen – und es reicht, wenn man Pech hat, schon ein einziger unglücklicher Bordsteinkontakt dazu. Warum? Man kann es selber ganz einfach nachvollziehen: einfach mal versuchen, ein Auto auf ebener Strecke zu schieben – das geht normalerweise problemlos. Wenn aber die Räder eingeschlagen sind, geht das deutlich spürbar schwerer! So kann man das nachvollziehen, dass ein „aus-der-Spur“-laufen nicht nur für erhöhten Reifenverschleiss, sondern auch für mehr Energieverbrauch sorgt.

Eine tatsächliche bewährte Lösung ist ein Toyota-Vollhybridauto: die funktionieren sehr lange Zeit problemlos, bei uns gibts durchaus noch einige fast 20 Jahre alte Prius-Fahrzeuge, die immer noch klaglos ihren Dienst tun. Oder Taxis mit mehr als einer halben Million Kilometer im Dienst. Nicht nur Effizienz im Betrieb, sondern auch Ressourcenschonung durch lange Nutzungsdauer.

So was in Verbindung mit einem angepassten Fahrverhalten ist bezahlbar und für viele (nicht für alle!) Nutzungsfälle fast optimal.

Wer das nicht haben will – muss halt mehr zahlen. Aber bitte nicht jammern.

Und ja: ich fahre selbst immer noch gerne und mit viel Genuss mit meinem Allrad-Sport-Kleinwagen mit über 260PS Leistung, aber unter 9 Litern Alltagsverbrauch. Das geht – und ist es mir wert. Alleine der Spaß auf kurvenreichen Bayerwaldstrassen, jede davon zaubert einem Petrolhead in dem Auto ein Lächeln ins Gesicht …

2022. Zweitausendzweiundzwanzig!

Mehr Zweier in einer Jahreszahl werde ich vermutlich nicht mehr erleben. 2022, wenn ich da an alte Artikel oder ScienceFiction denke, ist das eine Zahl, die für völlig andere Verkehrs- und Energieversorungskonzepte stand. Zumindest in der Vorstellung und auch in meiner Erwartung. Kommt also jetzt die Zukunft? Was davon sollte man wissen, hoffen oder fürchten?

Ein paar Gedanken dazu.

  • Es wird in den kommenden 12 Monaten wieder mehr neue Programme, Apps, Online-Anwendungen, Umfragen und digitale Formulare statt Papier geben als in mehreren Jahren zuvor zusammen. Auch die werden gefühlt überhaupt nicht weiterhelfen – ausser den iT’lern, die wieder für eine Anwendung 39€ mehr pro Monat kassieren können. Muss ja sein, Nachweispflicht, gesetzliche Regelungen und andere Begründungen mehr.
  • Gebraucht ist geil. Diese Erkenntnis stimmt bei unseren Autos schon seit einigen Jahren, kommt jetzt auch langsam im Elektronik-Bereich wie Computer oder Smartphone an. Gleiche Zuverlässigkeit (nahe 100%) für mehrere Jahre wie bei einem neuen Produkt, bei annähernd gleichen Nutzungsmöglichkeiten und deutlich niedrigeren Kosten. Und dabei wesentlich umweltverträglicher als extra neu gebaut.
  • Vorschriften, auch europäische. Im Auto-Bereich kommt da wirklich Großes im Jahr 2022: Die Pflicht, in neue Modelle viele Dinge zwangsweise einzubauen, z.B. Spurhalteassistent oder die Vorrüstung für eine Onboard-Alkoholkontrolle bzw. Wegfahrsperre. Das Daten-Übermittlungsmodul für Energie-Verbrauchsdaten gibts jetzt schon. Ohje. Die armen, reichen Neuwagenkäufer kommen doch jetzt schon mit mindestens 50% der eingebauten Funktionen nicht zurecht oder nutzen sie zumindest nicht. Wie soll man das ganze Zeugs bei der Auslieferung erklären?
  • Elektromobilität, jetzt hats jeder kapiert: von der Politik wird das batterielektrische Auto favorisiert und unterstützt. Also gehts dort hin. Komischerweise in Bereichen, die problemlos mit elektrischen Antrieben ausrüstbar wären, passiert nichts. Siehe z.B. Motorräder oder ATV’s, bei vielen Freizeitfahrzeugen würde eine Reichweite von 150km längst reichen, und da wäre auch genug Zeit und Möglichkeit zum zum Wieder-Aufladen. Warum kommt da nichts? Wenn man hier die Einstellung „Elektro ist geil“ wecken könnte, müsste das auch einen will-haben-Effekt auf die notwendige, tägliche Mobilität haben.
  • Lade-Infrastruktur: gerade jetzt erfahren wir am eigenen Leib, dass das gar nicht so einfach ist. Was man sich leisten und anschliessen kann, ist nicht schnell-lade-fähig. Was schnell-lade-fähig ist, kann mit unserem Netz, an unserem Grundstück nicht angeschlossen werden (geht von der Leistung über die vorhandenen Verteilerkästen im Gebäude und hört bei der Verkabelung nicht auf). Leider helfen da auch keine 90% finanzielle Unterstützung vom Staat, weil die zu investionierenden Summen so gigantisch sind.
  • Digitalisierung: ist leider manchmal nicht mehr als die Umstellung von Formularen, statt Papier irgendwelche Excel-Listen. Das ändert aber nicht den Prozess, der oft viel einfacher stattfinden könnte – wirklich digitalisiert. Dazu müssten aber z.B. Verbraucher und Verkäufer mitspielen – für einen von beiden würde das aber möglicherweise oder auch nur vermutet Nachteile bringen, darum gehts nur ganz selten gut.
  • Sicherheit im Strassenverkehr: alle Systeme, die zukünftig zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden, schaffen es gerade mal, die Zahl der schweren Unfälle nicht weiter ansteigen zu lassen. Also die Ablenkung durch die Smartphone-Integration-Digitalcockpit-Spielereien auszugleichen. Solange nicht mindestens 60-70% der Bedienfehler durch den Fahrer von Systemen korrigiert werden, wird sich das nicht ändern. Darum bleibt der wichtigste Bildschirm im Auto die Windschutzscheibe. (für die richtig „spassigen“ Autofahrer unter kontrollierten Bedingungen auch noch manchmal die vorderen Seitenscheiben). Es wird auch lange nicht genutzt, was mit
  • Assistenz-Systemen möglich wäre. Warum lässt mich ein Anti-Kollisions-Assistent nicht vernünftig in eine Parklücke fahren – aber bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte ist weiterhin eine Geschwindigkeit von über 50km/h möglich? Die Rot-Blender auf den Straßen könnte man doch einfach per „System“ dazu zwingen, sich an die Sichtweiten-Regelungen zu halten.
  • Gewährleistung, neuer Verbraucherschutz bei z.B. auch bei Gebrauchtwagen: schauen wir mal, ob hier alles so heiss gegessen wird, wie es Mama EU gekocht hat. Vor allem die Verpflichtung zum Update von digitalen Elementen bei gebrauchten Dingen (Fahrzeugen) ist doch recht unrealistisch durchzuführen, aus heutiger Sicht. Es gibt sogar Autohändler, so sagt man, die angesichts dieser zukünftigen Verpflichtungen in den nächsten Wochen oder Monaten aufgeben werden. Im Endeffekt wird jede Fahrzeug-Bestellung von 4-10 zusätzlichen Blättern Papier mit vielen neuen Formulierungen begleitet. Der Käufer muss hier bestätigen, dass er über „Abweichungen vom üblichen Zustand der Ware“ vor dem Kauf hingewiesen worden ist, wie genau diese Abweichungen sind und dass er genug Zeit hatte, sich seine Kaufentscheidung noch einmal reiflich zu überlegen. Ob das jeder Käufer/Interessent lesen und auch verstehen kann?
  • Inflation, Teuro, Euro, : seit 20 Jahren gibts den Euro jetzt, fast unglaublich, wie die Zeit vergeht. Wie war noch gleich die Umrechnung, 1,95583 zur D-Mark? Was wurde alles befürchtet, was davon ist eingetreten?
  • Tatsächlich gibt es in den letzten Monaten bei verschiedenen Produkten Preissteigerungen, die schon fast apokalyptisch anmuten: ADBlue zum Beispiel, wurde bei unserem Lieferanten im 10-Liter-Kanister innerhalb von 3 Wochen um über 100% teurer – und dann war es gar nicht mehr lieferbar. Oder professionelle Chemie-Produkte wie Rostlöser oder Schutzmaterialien, die jetzt 50-70% teurer sind als vor ein paar Monaten. War das vorher alles zu billig oder hat man jetzt die mögliche Umweltbelastung bei Falschanwendung mit berücksichtigt?

Nicht einmal 12 Monate wird es dauern – dann wissen wir, was 2022 alles los war. Bis dann!

Abgehängt?

Hochverehrtes Publikum!

Was politisches will ich hier nicht posten, auf keinen Fall. Aber es geht schon ein bisschen in die Richtung der gesamten Gesellschaft.

Man fühlt sich manchmal bei uns, im ländlichen Niederbayern, so ein bisserl wie das berühmte „5.te Rad“ am Wagen. Das nur selten bis nie etwas zu tun bekommt – und darum bei vielen Autos heutzutage gar nicht mehr existiert. Aber das ist ein anderes Thema. Obwohl: eigentlich hängts irgendwie auch zusammen. Warum?

Naja, in der Groß-Stadt ist man immer in der Nähe von irgendetwas, mit dem man auch weiterkommt, wenn ein Reifendefekt das eigene Fahrzeug zumindest temporär vom Mobil zur Immobilie wandelt. Da hast halt zum Beispiel zwischen Hochstetten und Weisser Marter, bei uns im Bayerischen Wald, ganz schlechte Karten. Da kommt auch einfach mal keiner vorbei, der helfen kann. Eine Stunde lang. Oder länger. Da ist ein Reserverad schon sehr, sehr hilfreich. Denn es gibt auch nicht überall Mobilfunk – Empfang zum Anrufen bei der Mobilitätsgarantie. Also sind die Autos einfach nicht für unsere regionalen Einsätze geeignet.

Da wird von unserem Importeur ein neues Fahrzeug vorgestellt. Grad mal etwas über 4 Meter lang, auf Wunsch mit Allradantrieb, praktischer (höherer) Karrosserie und zweitgemässem, ausreichendem Hybrid-Antrieb mit 85kW Leistung . Wie gemacht für den Einsatz in unserer Region: einigermassen bezahlbar, auf schmalen Strassen einsatzbar, bei Einsatz auf dem Feldweg nicht gleich ein Totalschaden zu befürchten. Als ich das erste Prospekt in die Hand nehme, Yaris Cross heisst das wirklich schöne Auto, steht beim Aufschlagen der ersten Seite zu lesen: „100% URBAN, 100% SUV“. Urban??? Brauch ich nicht, will ich nicht, auch meine Kunden nicht. Nochmal umblättern, die nächste Überschrift: „PERFEKT FÜR DIE STADT“ . Ja, leckts mich doch … ist der vielleicht nix für uns?

Sollen wir nicht-URBAN-lebenden Menschen das gar nicht kaufen? Fällt die Karre um, wenn man auf dem Land fährt, ausserhalb der Stadt? Ein „Online-Navigationssystem“ hat er, auf Wunsch, je nach Ausstattung sogar serienmässig. Ja und? Wenns kein Online gibt, gibts dann auch kein Navi, oder wie funktioniert das? Dann, wenn ich nix mehr seh und mich nicht mehr auskenne, funktioniert auch das Navi nicht, oder was?

Das Stadt-Land-Gefälle: Es betrifft sehr viele Bereiche des täglichen Lebens. Die Leute sollen doch den ÖPNV nutzen, sagen die Politiker, auch solche, bei denen die Haare hinten lang sind und die beim Friseurbesuch einen Ölwechsel vertragen könnten. Dabei müsste z.B. „die Anton“ am besten wissen, dass ein bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr in der heutzutage notwendigen Taktfrequenz einfach nicht darstellbar und vor allem nicht bezahlbar ist – in unserer Region. Oder muss man sich das ganz einfach leisten, wegen Verkehrswende – ist das dann aber wirklich umweltschonender, wenn statt jeweils zwei oder drei Autos ein Bus fährt? So viele Busfahrer gibts auch gar nicht, und erst recht nicht so viele Busse. Die Bahngleise wurden vor 3-4 Jahrzehnten abgebaut und zu Radlwegen umgebaut, die am Wochenende von buntbekleideten, schwitzenden „Schdoderan“bevölkert werden.

In vielen weiteren Bereichen gehts genauso: Lieferdienste könnte man nennen. Da wird geworben, dass Getränke auch in den fünften Stock geliefert werden. Und wo gibts 5-stöckige Häuser, naaa, merkt Ihr was?

Wenn man das ganz, ganz große Ganze ansieht: lediglich 15% der Einwohner Deutschlands leben in Dörfern mit unter 5000 Einwohnern – wie das bei uns der Fall ist. Aber 77% in Ballungsgebieten und Großstädten. Die Gesellschaft wird oder ist schon urbanisiert. Weil mehr einfach mehr, also ein größerer Markt ist, wird auch von der Industrie die Produktentwicklung dahingehend betrieben. Wo bleiben da wir? Wie schon früher, könnte die Lösung sein: einfach selbermachen. Schau mer mal.

50 Jahre in Toyoten leben – Teil 2

Vor 50 Jahren kam der erste Toyota – Vertragshändler/Werkstatt-Vertrag.

Husch, husch – schon ist es soweit. 21. September 2021.

Vor 50 Jahren kam der erste Toyota – Vertragshändler/Werkstatt-Vertrag.

Immer schon in der Region hier bei uns – insgesamt waren es vier verschiedene Standorte: Steinburg, zweimal Hunderdorf und seit 1980 in Neukirchen. Leider durfte mein Vater dieses Jubiläum nicht mehr miterleben, darum wollen wir jetzt gerade nicht einmal feiern. Sondern auf dem Boden bleiben.

In den nächsten Tagen werden wir uns auch ganz besonders mit unseren treuen Kunden beschäftigen. Vielleicht ist auch jemand mit einem kleinen Interview einverstanden. Mehr kommt dann hier.

Mal was Neues probieren. Wie früher.

Hochverehrte Leserschaft!

Bestimmt ist Euch nicht entgangen, dass ich die Welt um uns herum verändert. Halten wir dagegen oder machen wir mit?

Ich will das ausprobieren, ob das überhaupt geht und möglichst jeden Tag dokumentieren.

Meinen Boykott. Was könnte man denn boykottieren, um der Umwelt Belastungen zu ersparen? Fleisch zum Abendessen? Jede 18°C übersteigende Wohnraumtemperatur im Winter? Oder gar die Fahrt mit einem SUV ?

Gemach, gemach. Fangen wir mal damit an, was früher auch nicht notwendig war. Die Klimaanlage im Auto.

Egal, ob automatisch geregelt oder manuell: Das Ding muss angetrieben werden und kostet Energie. Gar nicht mal so wenig. Wer schonmal mit einem, sagen wir, nicht übermotorisierten 1,0-Liter-Auto von Neukirchen nach Sankt Englmar gefahren ist, ohne Klima gestartet und auf der Bergauf-Strecke bei 80-90km/h der „A/C“-Knopf gedrückt hat, der weiss, wovon ich rede. Das merkt man schon deutlich.

Diese Energie will ich ab sofort spraren, also den persönlichen Komfort in dieser Hinsicht einschränken und keine Klimaanlage mehr nutzen.

Ab welcher Temperatur hilft das System denn eigentlich?

Vor einigen Jahren wollten manche Leute die Klimaanlage nicht nutzen, weil sie davon öfter eine Erkältung bekamen. Die Zeit ist seit den automatisch geregelten Anlagen zum Glück vorbei. Allerdings sind die Fahrzeug-Innenräume heutzutage schon beinahe hermetisch abgeschlossen und werden nur durch einen Frischluftfilter, oder im besseren Falle einen Aktivkohle-Filter, mit Aussenluft versorgt.

Ist dadurch eine Klimaanlage unabdingbar geworden, weil sonst beschlagene Scheiben gar nicht mehr vermeidbar sind?

Auch das will ich ausprobieren und schauen, wie lange ich es ohne den gedrückten „A/C“-Knopf aushalte.

Auf Twitter werd ich die Tage mitzählen, dort findet Ihr mich als @bavarian_hybrid

Bis bald!