Mode ist nicht immer schlau.

Nicht bei der Kleidung und nicht beim Auto. Manchmal nur unpraktisch, manchmal aber auch richtig blöd. Oder sogar gefährlich.

Vor über 30 Jahren haben sich Autohersteller bemüht, die Fahrzeuge auch aerodynamisch möglichst effizient zu gestalten. Nicht nur der „CW-Wert“, sondern auch die Stirnfläche sind da entscheidend. Eine Modeerscheinung mit Auswirkungen: Es kamen Autos wie der Audi 100 mit überraschend niedrigem Verbrauch für die Fahrzeuggröße – oder der Opel Calibra mit überraschenden Fahrleistungen heraus! Denn: schon ab ca. 60km/h ist der Luftwiderstand tatsächlich höher als der Rollwiderstand des Autos. Darum sind Rennautos von jeher eher flach. Je weniger Energie für die Verdrängung der Luft aufgewendet werden muss, desto schneller wird das Auto.

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Das gilt natürlich auch für Prototypen, die mit alternativen Antrieben (Elektrisch/Batterie/Solar) ausgerüstet sind und möglichst hohe Reichweiten, also möglichst wenig Energieverbrauch pro gefahrenen Kilometer erreichen sollen.

Was kommt aber jetzt, 2018, 2019 aktuell auf den Markt? Und vor allem, was wird nachgefragt und (oft auch noch mit hoher Kreditaufnahme) von den Verbrauchern gekauft? SUV in verschiedenen Größen, Riesen-Vans für 4-köpfige Familien, höhergelegte Kleinwagen, alles soll bullig aussehen – ja, ist denn die CO2-Einsparung nicht wichtig? Vor allem, da z.B. der absolut überwiegende Teil dieser SUV Fahrzeuge nicht nur ohnehin nicht „offroad“ genutzt wird, sondern auch aufgrund der Bereifung eine solche Nutzung gar nicht möglich ist – konsequenterweise haben diese Gefährte meist schon gar keinen Allradantrieb mehr.

Ein Offroad-Fahrzeug mit stabilem Rahmen zum Transportieren in extremem Gelände und zum Ziehen von richtig schweren Anhängelasten – ja, so ein Ding muss eine gewisse Masse haben, um die notwendige Belastbarkeit sicher zu stellen. Aber, wie gesagt, ein SUV, noch dazu ohne Allradantrieb – ist das wirklich sinnvoll? Eigentlich doch kaum.

Aber warum werden die hohen Kisten so sehr nachgefragt? Auf Nachfragen argumentieren viele Leute mit der besseren Übersicht, mit der Möglichkeit, über die anderen Autos hinweg zu schauen. Ja, wenn jeder zweite Pampersbomber auf der Straße gleich hoch ist, dann ist dieses Argument ohnehin schon erledigt. Das bequeme Ein- und Aussteigen wird auch noch angeführt. Hm. Wer nicht gelenkig genug ist, um in ein normales Auto ein- und auszusteigen, ist vielleicht wirklich krank und sollte in eigenem Interesse ärztlichen Rat suchen, um diese Situation zu ändern. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Ein- und Aussteigen jeweils ein paar Sekunden dauert, das bequeme und körpergerechte Sitzen im Auto aber ein Vielfaches an Zeit und körperlicher Belastung bedeutet.

Auf jeden Fall ist die zum Fahren mit so einem Hochsitzer die bei Geschwindigkeiten über 60km/h notwendige Energie höher als notwendig. Mittlerweile hat wohl fast jeder eingesehen, dass wir alle etwas gegen den Klimawandel tun müssen. Wäre da mit dem relativ kleinen Opfer des weniger bequemen Ein- und Ausstieg ins automobile Transportgefäß vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung möglich? Der Klimawandel ist für alle Menschen auf der Welt gefährlich, wenn man ganz einfach auch nur ein kleines bisschen Einfluss nehmen kann, das wär doch was! Mode hin oder her … Denkt doch mal drüber nach …

Fahrbericht: Corolla 2019

Oha.

Jetzt ist er wieder da, der legendäre Name auch wieder in größerer Anzahl auf europäischen Straßen. Aus dem hervorragendem Auris wird ein noch besserer Corolla? Mal sehen.

Mein allererstes ganz eigenes Auto war ein Corolla. AE86 – der war wirklich eine Legende. Davon durfte ich mehrere besitzen und auch im Motorsport einsetzen. Später dann noch ein paar Corolla E9, von denen mir eine AE92 Limousine ganz besonders in Erinnerung blieb – mit dem Auto bin ich mal mit handgeschnittenen Slicks drauf bei strömendem Regen auf der Autobahn 200km nach Hause gefahren. Gottseidank gings gut – eine Jugendsünde. Einer der liebsten war ein Corolla Compact Si – ein schwarzer 3-türer, mit Einspritzmotor, der ging schon auch richtig gut. Gekauft als 3-jährigen Leasingausläufer mit bescheuert hoher Laufleistung – das Auto war günstig, machte mit TTE 16″-Rädern und 215/40R16-Dunlops viel Spaß auch weit jenseits 200000km.

Tja, Erinnerungen kommen da schnell mal hoch, wenn man vor einem neuen Corolla steht. Allerdings keine Optischen – so sah noch keiner aus, nicht mal annähernd.

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Faktencheck mit Presse und Technikinfos. Die Technik ist auf aktuellem Prius/C-HR – Niveau, die Ausstattungsliste schon fast beängstigend lang, vor allem die Features der Sicherheitsausstattung können einen schon mal ins Grübeln bringen. Über 700 Seiten PDF-Betriebsanleitung, da ist das Navi noch nicht mal dabei. Kann man die Vielfalt der Systeme bedienen, und vor allem: kann ich das ganze Zeugs auch einem „Normalkunden“ erklären? Das wird sich noch herausstellen müssen. Zumindest die Umstellung der Uhr muss ich nie wieder für einen Kunden vornehmen – das ist einer der ganz wenigen Toyota’s, die das selber machen. Da kommt sie schon wieder hoch, die verklärte Erinnerung an die kleine grüne Digitaluhr mit der 12-Stunden-Anzeige. Schließlich weiß ich doch noch selber, obs Tag oder Nacht ist – wer braucht also eine Funkuhr? Die Leute sind doch eine faule Bande …

Schluss jetzt, ran ans Auto und reinsetzen.

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Als Toyota’ner findet man sich natürlich schnell zurecht, die IPad-artig aufs Armaturenbrett gekleisterten Radio/Multimediadisplay haben mir persönlich bisher noch nie gefallen und tun es auch hier nicht. Egal, hier folgt man einfach der Masse.

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Der Instrumenteneinsatz entspricht fast exakt dem aktuellen RAV4 – er steht ja auch auf der gleichen „Plattform“, gar nicht blöd. Viele Knöpfe auf dem Lenkrad – huii, da muss man sich schon erst einmal orientieren. Aber zumindest ein Lautstärke-Regelknopf am Radio ist da (statt der Tipp-Tasten), eine einfache, logische Klimaregelung – leider fehlt eine mechanische Handbremse. Gut, für Leute, die eine Handbremse nur zum Parken nutzen, ist die automatische/elektrische Lösung ohnehin besser.

Corolla2019Bild10Je nach Ausstattung gibts tatsächlich ein paar, für mich ganz neue, Dinge – wie die Ladeschale zum kabellosen Laden von entsprechend ausgerüsteten Smartphones.

Die ersten Fahr-Kilometer zeigen große Ähnlichkeit zum aktuellen C-HR Hybrid, nur ein Stockwerk tiefer sitzend und vielleicht eine Spur dynamischer um die Kurven.

 

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Mit dem 2,0 Liter-Hybridsystem mit 180PS Systemleistung gehts natürlich etwas hurtiger voran, so rein beschleunigungsmässig. Das ist aber im Alltag vermutlich nicht für viele Leute notwendig. Auch wenn es der Kombi, entschuldigung, natürlich „TS“ (TouringSport) ist, der etwas größer und auch schwerer ist. Um die Kurven hat er natürlich keinen Vorteil durch die höhere Leistung. Wie sich das verbrauchsmässig in der Praxis verhält – darüber werde ich hier in nächster Zeit berichten.

Soll ich auf irgendwas besonders eingehen?

 

Fastenzeit.

Konzentration aufs wesentliche – so verstehe ich die Fastenzeit. Zuviel Ablenkung tut einfach nicht gut – finde ich.

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Also los: auf dem iPhone ist die tägliche „Bildschirmzeit“auf eine (1) Minute reduziert.

Ruhe vor dem Wischkastl – oder vor dem „digitalen Diktator“, wie man das kleine Smartphone – Ding auch immer nennen will.

Die üblichen Kommunikationskanäle werde ich eingeschränkt natürlich auch weiter benutzen – aber halt nur im Browser, am Bildschirm, am PC. Also hinsetzen und ein kleines bisserl mehr Ruhe. Ich glaub, das wird ganz gut tun.

 

2018, Du warst nicht schlecht. Aber noch lange nicht gut genug.

Im Rückblick haben sich 2018 doch einige Dinge positiver entwickelt als man sich – oder ich mir – das ausgemalt hatte.

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Der Heizölpreis ging nicht durch die Decke, sondern jetzt zum Jahresende, in der Heizperiode, sogar deutlich nach unten. Das hat keiner so vorhergesagt. Ebenso verharrt  der Spritpreis, bei dem im Sommer und Herbst sogar das Wasser im Rhein als Preistreiber genannt wurde, auf gewohntem Niveau.

Der US-Präsident Trump ging weder dem Norkoreaner Kim noch dem Putin an die Gurgel, und Merkel beginnt, sich vom aktiven Politikgeschäft zu verabschieden.

Die CSU ist nicht mehr Alleinherrscher in Bayern und muss sich auch andere Meinungen zumindest mal anhören.

Die Digitalisierung haben wir als kleiner, freilaufender Toyota Service-Partner bisher noch gut im Griff.

Unsere Tochter hat ihren mehrmonatigen Aufenthalt auf einer riesigen Insel vor Europa herausragend gut gemeistert und ist, um viele Erfahrungen reicher, gesund und munter wieder bei uns – das ist unbezahlbar und angesichts bevorstehender politischer Entwicklungen vielleicht zukünftig in dieser Art und Weise gar nicht mehr möglich.

Für einen Toyota und/oder Motorsport-Fan war das 2018er Jahr gar herausragend: der Fluch in LeMans wurde endlich gebrochen und Fernando Alonso hat das 24h-Rennen im Toyota gewonnen. Das WRC-Team um Tommi Mäkinen hat in seiner erst zweiten Saison den Rallye-Weltmeistertitel der Marken gewonnen. Hermann Gassner hat die 2WD-Wertung in der Deutschen Rallyemeisterschaft auf einem GT86 gewonnen. Roman Ströher hat 2018 die SE-Wertung im Städte-Slalom Pokal in der Einsteiger-Klasse SE gewonnen… ja gut, ich weiß, Angeberei. Bin trotzdem stolz drauf.

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Aber, wie in der Überschrift gesagt, es gibt noch mehr als genug zu tun.

Die Digitalisierung im Auto-Service-Geschäft will uns zwingen, noch wesentlich mehr als bisher an alle möglichen und unmöglichen Software-Anbieter zu zahlen. Diagnosesoftware, Abgasuntersuchungssoftware, Werkstatt-Informationssysteme, Kassensystem, CRM-Systeme fürs Connected Car, Homepage, Mailverwaltung, DSGVO-Kontrollsysteme, LeadManagement-Tools, Fahrzeug- und Servicebörsen, Reifenhotel, Ersatzteilekatalog, Komplettpreiskalkulator, Terminbuchungs-Software: Jeder einzelne Baustein, jeder Monat. Viele hundert Euro, jeden Monat! All das muss der Verbraucher zum Schluss zahlen – und wundert sich, warum alles teurer wird. Die Digitalisierung sollte doch Kosten und Aufwand sparen. O mei.

Ach ja, Auto: rechtzeitig zum Jahresende kommt das Gerücht auf, dass der Volkswagen – Konzern beim Update der Diesel-Betrugssoftware doch wieder nochmal bescheisst. War irgendwie zu erwarten und wird wieder viel Arbeit für viele Leute bedeuten, um die Korrekturen der Korrekturen durchzuführen.

Das wird alles ganz genau von den weniger glaubwürdigen und auch von den ganz seriösen Medien beobachtet. Obwohl, nachdem jetzt ein Spiegel-Reporter der Fälschung überführt wurde – ja, was sollst denn noch glauben? Doch dem Trump?

In seiner Weihnachtsansprache wirbt der deutsche Bundespräsident für eine „respektvolle Kommunikation“, man müsse lernen, wieder miteinander zu streiten. Aha. Da sind die Politiker ja ein hervorragendes Beispiel.

Dann lieber abschalten, wie jetzt vor Weihnachten die Amerikaner mit ihrem Shutdown. Einfach mal in Ruhe nachdenken, wie ein Problem lösbar wäre und mit anderen Leuten drüber sprechen. Von mir aus auch digital.

Neue Aufgaben für 2019. Schon unglaublich – die letzten 12 Monate der 10er Jahre. Dann kommt schon 2020. Die Zukunft ist näher als jemals vorher.

 

Das Ende der Hybrid-Dunkelheit?

Seit über 17 Jahren sind Hybrid – Autos schon bei Toyota zu haben. Problemlos, sicher und umweltverträglich.

Nur leider werden nur relativ wenige dieser Autos in der Bananenrepublik Deutschland gekauft und gefahren – wer einmal umgestiegen ist, wird nicht verstehen können, warum das so ist.

Der europäische Toyota – Importeur in Brüssel, wo offensichtlich die großen Marketing-Entscheidungen getroffen werden, hat auch viel dazu getan, dass dies so bleibt.

Die wirklichen Vorteile der Fahrzeuge – die einfache Bedienung, der hohe Komfort und die herausragende Zuverlässigkeit – werden kaum an die Verbraucher kommuniziert.

Scheinbar ändert sich das derzeit – es gibt sogar richtige Erklärungen, worin der Vorteil der Systeme liegt und was sie bewirken!

Ein paar Gründe, warum man gut mit einem Toyota Hybridauto fährt:

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Weiter mit einer kurzen Erklärung der Funktionsweise

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Hybrid Kurzleitfaden Funktionsweise-002

Sogar ein Vergleich mit anderen Antriebstechnologien ist möglich.

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Viel Text hab ich dazu ja schon geschrieben, auch hier im Blog – die Bilder sagen aber manchmal mehr als Worte.

 

Hören die nicht zu?

Es ist tatsächlich erstaunlich. Da gibt es heutzutage fast unbegrenzte Möglichkeiten, per Web-Monitoring und Umfragen direkt beim Verbraucher abzufragen, was er für Bedürfnisse gestillt haben möchte. Und was ihm weniger oder gar nicht wichtig ist.

Dennoch werden Technologien entwickelt, die fast niemanden interessieren – oder denen die Menschen sogar ablehnend gegenüber stehen. Und Dinge, die gekauft werden würden, interessieren offensichtlich keinen Entwickler.

Das betrifft auch die Autobranche.  Nur sehr wenige Leute wollen eine Sensor- und GPS-überwachte Nachverfolgung ihrer Fahrten. Warum wird so etwas dann am Markt eingeführt? Naja, die Pflicht, den sogenannten „E-Call“ einzuführen, hat ja den EU den Herstellern auferlegt. Wenn man schon ein GPS-Modul einbauen muss, dann überlegen die Autofirmen natürlich, wie man die anfallenden Daten für eigene Zwecke nutzen kann. Und denen fällt da natürlich einiges ein, auch den Versicherungen – Stichwort „Überwachung der Fahrgewohnheiten“.

Warum aber versucht man, statt deutlich unterschiedliche Fahrzeuge zu bauen, möglichst viele Funktionen der Smartphones ins Auto zu übernehmen? In dieser Richtung haben die Leute von Google und Apple schon einige Jahre lang entwickelt und haben einen Vorsprung, den die Autoleute bestimmt nicht einholen können.

Warum hört man also nicht auf die Kunden und baut ein einfach bedienbares Fahrzeug mit attraktiver Karosserie und Innenraum, das umweltfreundlich angetrieben wird und preiswert angeboten werden kann? Wer sich Infotainment-Schnickschnack kaufen will, kann das ja vielleicht am einfachsten und besten tatsächlich über ein angeschlossenes Smartphone machen! Dann hat der Technologie-Freak auch alle paar Jahre (oder Monate?) immer das neueste Gerät – ein Auto muss ja doch für eine wesentlich längere Zeitspanne gebaut und haltbarer sein als ein Telefon.

Aus meiner Erfahrung: bisher hat sich bei uns kein Mensch ein Auto wegen des supertollen Navigationssystems gekauft. Eher passierts, dass ein Auto nicht gekauft wird, wenn es gar kein solches Angebot gibt. Nicht einmal Online-Werkstattdienste werden von der überwältigenden Mehrheit der Kunden genutzt.

Gut, vielleicht ist jetzt das ländliche Niederbayern nicht repräsentativ für den europäischen Markt. Aber wir liegen immer irgendwie im Schnitt. Wenn man mit Leuten spricht, gibt es wenige, die der Meinung sind, dass ihre Fahrgewohnheiten ruhig beim Hersteller gespeichert werden können. Das wird – in Sachen Datenschutz – ohnehin spannend. Ist die E-Call-Pflicht höher anzusehen als der Datenschutz in diesem Bereich? So, denke ich, wird das wohl mal interpretiert werden.

Aber, worüber man täglich mit den Auto-Fahrern und -interessierten spricht: Warum hat der XY so eine komische Form? Warum ist der Einstieg nicht bequemer, geht bequem wirklich nur mit einem sogenannten SUV? Warum ist der Kofferraum so unpraktisch? Warum gibts keinen Schutz der Lackierung, wenn mal auf dem Parkplatz der Nachbar die Türe dagen haut? Wo bleibt die echte Allwetter-Einsatzsicherheit durch einen einfachen Allradantrieb zum Preis eines Winterreifen-Satzes, wie es der Herr Piech vor Jahrzehnten angekündigt hatte? Warum gibts keine schöne Farbe? Warum kann ich mir die Farbe der Polster nicht aussuchen oder die Dinger preiswert austauschen? Warum hat das Auto keine Folie im Kofferraum, damit der Hund die Stoßstange beim Einsteigen nicht verkratzt?

Und auch ganz wichtig: Fahreigenschaften, die sich von anderen Fahrzeugen unterscheiden -also leiser, reaktionsschneller, haltbarer oder mit mehr Bodenfreiheit z.B. für einen Jäger. Individueller, je nachdem, worauf der Nutzer Wert legt. Die Hersteller können das, das haben sie in den vergangenden Jahrzehnten bewiesen!

Aber jetzt bauen sie alle mehr oder weniger absolut vergleichbare Vehikel. Gleich unpraktisch, in jeder Fahrzeugklasse sehr ähnlich geformt. Alle mit der gleichen Zielrichtung, alle werben mit ihrer ach-so-tollen Connectivity und kabellosen Ladeschalen. Und hören meiner Meinung nach eben nicht zu, was die Menschen wirklich wollen: Autos, die ein echtes, individuelles Fahrerlebnis bieten. Die Geschichte mit der Ladung sollten gefälligst die Smartphonehersteller lösen.

 

 

Sparen beim Autofahren – was geht?

Hochverehrtes Publikum! Es gibt viele Sprüche über die Beziehung von Auto und Geld: „Rollende Spardose“ oder „Auto fängt mir Ahhh an und hört mit ooooh auf“ sind nur zwei davon. Für einen privaten Benutzer/Besitzer gibt es tatsächlich bis heute keine „Flatrate“, also keine Möglichkeit, alle Fahrzeugkosten zusammen in einer festen, kalkulierten Summe zu bezahlen.

Natürlich können sich die meisten Fahrzeugbesitzer ihr Gefährt auch locker leisten. Sie zeigen das auch gerne und fahren entsprechende Modelle. Dennoch sind Versicherungsrechnung, Werkstatt- oder Servicebesuch, ja sogar das Tanken immer wieder der Grund für einen tiefen Seufzer in Verbindung mit dem „Puuuh ist das teuer“ Gedanken.

Wie kann also so eine Situation vermieden werden? Nun ja, erstmal beim Kauf, weil der Wertverlust immer noch der größte Finanzposten beim Auto ist – aber darum soll es erst einmal nicht gehen, wir gehen jetzt mal davon aus, dass schon ein Auto da ist.

Es geht vor dem Einsteigen und damit lange vor Beginn der Fahrt los: ist am Auto technisch alles in Ordnung? Bitte regelmässig den Luftdruck in den Reifen kontrollieren, am besten gleich heute damit anfangen! Ich weiss, fast niemand sieht alle 4 Wochen danach, aber wenigestens 2-3x pro Saison (Sommer-Winterreifen) müssen einfach sein. Das spart auf zwei Arten Geld: zum einen ist bei zu niedrigem Luftdruck – um den geht es fast immer, zu hoch wird er selten sein – der Kraftstoffverbrauch höher als nötig. Zum anderen ist der Reifenverschleiss wesentlich höher – und der Reifenverschleiss kostet, je nach Reifengröße, pro 100km fast genauso viel wie alle anderen Wartungs/Reparaturkosten.

Weiter vor dem Einsteigen: ist genug Motoröl eingefüllt? Das kann zum einen teure Schäden ersparen, aber auch auf viel einfachere Art Geld sparen: Einfach beim ölwechsel in der Werkstatt einen zusätzlichen Liter Öl zum Auffüllen mit bestellen. Erstens passt das Öl dann 100%ig von der Spezifikation her, zum anderen muss man während der Langstrecken-Fahrt nicht möglicherweise auf Tankstellenöl zurückgreifen, das teilweise zu absolut unverschämten Preisen angeboten wird.

Wenn das Öl grad kontrolliert wird: ist die Scheibenwaschanlage aufgefüllt, bis obenhin? Ich würde das immer machen, wenn ich die Motorhaube schon grad offen habe. Ein bisschen Reinigungs- und/oder Frotschutzkonzentrat und Wasser kostet nicht die Welt. Unterwegs, wo man darauf angewiesen ist, sieht man „Pre-Mixed“ (also verdünnten) Scheibenreiniger im 3-Liter-Beutel für Preise jenseits der 10 Euro – das muss nichtmal ein Viertel davon kosten, wenn man es zuhause macht!

Das Gleiche gilt für Wischerblätter oder z.B. ein heutzutage fast unverzichtbares Smartphone-Ladekabel: unterwegs auf Reisen, an der Autobahn oder am Autohof kosten diese Dinge oft ein vielfaches vom Normalpreis. Auch eine Flasche stilles Mineralwasser kann fast immer im Auto liegen und fällt weder vom Budget noch vom Gewicht her großartig auf, wenn man es in Ruhe zuhause besorgt. Unterwegs wiederum wirds da schon teurer.

Damit kann man schon sparen, bevor die Fahrt überhaupt losgeht – und durch die Fahrweise ist auch noch ganz schön viel drin. Auch, wenns Spaß machen soll. Das wird auch eine Geschichte, bald in diesem Blog.

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