Select-Verträge bei Kasko-Versicherungen

Wenn der Karren mal aus dem Dreck gezogen werden muss.

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Im folgenden für alle Autofahrer und Versicherungsnehmer ein paar Infos über die Bedingungen – beispielhaft der HUK-Coburg – bei sogenannten „Kasko-Select“ Verträgen.

Obwohl wir seit vielen Jahren mit der HUK gut zusammenarbeiten – auch im Bereich der Kasko-Schäden – sind uns  die „Select“-Verträge der Versicherungen, nicht nur bei der HUK, alles andere als sympatisch. Warum dies so ist, versuche ich im Folgenden zu erklären.

Zum ersten ist es ganz einfach nicht in Ordnung, einen Autofahrer zu zwingen, in eine bestimmte Werkstatt zur Reparatur zu gehen. Noch dazu, wenn man dort nicht einmal jemanden kennt.

Zum zweiten kann dies zur Folge haben,  dass Kulanzleistungen – also freiwillige Leistungen des Hersteller nach der Fahrzeuggarantie – komplett abgelehnt werden.Mit Recht.

Nahezu unbemerkt hat die HUK-COBURG ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen in den sogenannten Kasko-Select-Verträgen mit Werkstattbindung geändert.

Dies kann erheblichen Einfluss auf die Entschädigungsleistung haben bis zum Totalverlust der Versicherungsleistung!

Die Select-Verträge sind etwas günstiger, dafür muss der Autofahrer aber im Schadensfalle eine Werkstatt aus dem Netz seiner Versicherung zur Reparatur wählen. Ansonsten wird in jedem Fall die Leistung gekürzt oder sogar verweigert! Weil die Partnerwerkstätten die Reparatur angeblich wesentlich günstiger durchführen.

Wir wollen doch nur unsere Kunden einfach ordentlich bedienen und schreiben ganz sicher keine überhöhten Versicherungsrechnungen.

Ein Beispiel, das uns passiert ist:

Ein Kundin hat an Ihrem Toyota Yaris eine defekte Windschutzscheibe. Sie hat die Reparatur bei uns in Auftrag gegeben. Wir haben die Scheibe bestellt und die Kundin hat zum Reparaturtermin erst ihre Versicherungsunterlagen mitgebracht. Bei der Durchsicht der Unterlagen haben wir eben die Select-Vereinbarung festgestellt (es war nicht die HUK).

Da die Windschutzscheibe schon geliefert und vorbereitet war, haben wir versucht, eine vernünftige Lösung mit der Versicherung zu finden und dort angerufen. Wir haben vorgeschlagen, die Reparatur auf jeden Fall um 50.-Euro günstiger als die Partnerwerkstatt der Versicherung durchzuführen – das wurde rundweg abgelehnt! Sinngemäss sagte die Sachbearbeiterin, dass es ihr egal wäre, wo die Reparatur durchgeführt wird und wieviel wir dafür verrechnen – wenn es nicht die Partnerwerkstatt ist, sind in jedem Fall 500€ mehr Selbstbeteiligung fällig. Denen ging es also gar nicht um das Einsparen von Kosten, das ja auch im Sinne der Versicherungsnehmer (bei geringeren Gesamtkosten müsste die Versicherungsprämie sinken) wäre. Sondern einfach darum, die einmal geschlossenen Verträge mit Werkstätten (ein Schelm, wer hier an Vorteilsnahme denkt) buchstabengetreu zu erfüllen.

Dann haben wir bei 500.- Euro erhöhter Selbstbeteiligung (insgesamt hätte die Reparatur bei uns 470.- Euro gekostet) das doch gelassen – die Scheibe lag dann sehr, sehr lange bei uns im Lager oder liegt heute noch dort …

…wie schon gesagt, wir werden keine Versicherung schlechtreden, auch nicht die HUK. Aber bitte, meine Empfehlung an alle Autofahrer: ganz genau anschauen und erklären lassen, welche Bedingungen beim Abschluss der Kfz-Versicherung als Grundlage genommen werden. Am besten wäre ein Toyota natürlich ohnehin bei der Toyota-Versicherung aufgehoben. Weil er dann auch bei Toyota repariert wird. Sicher. Und mit Garantie.

Natürlich können wir auch einige Versicherungsfachleute empfehlen, die ordentliche, vernünftige Verträge guter Assekuranzen vermitteln, auch ohne Werkstattbindung.

Hier ein paar mehr Infos zu den Kasko-Select – Bedingungen:

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Ein ganz besonderer Saft. Motoröl.

Im besten Fall kostet es einfach nur einiges, viel oder sehr viel Geld beim Ölwechsel.

Es kann aber auch sein, dass man sich als Autofahrer – je nach Anspruch des Autos – regelmässig und intensiv darum kümmern muss:

Das Motoröl. Was hat es überhaupt für Aufgaben?

Es muss Schmieren, klar. Die beweglichen Teile in Motoren bewegen sich mit sehr hoher Geschwindigkeit in äußerst engen Toleranzen. Die Additive zur Reibungsreduzierung im Motoröl bilden eine dünne, aber extrem belastbare Schicht, so dass sie problemlos übereinander gleiten können. Ohne diese Schutzschicht würde sich der Motor aufgrund der Reibung überhitzen und festfressen.

Öl muss Abdichten
Obwohl die Toleranzen z.B. zwischen Kolben und Zylinderwand extrem eng gehalten werden, entsteht ein winziger Spalt. Das Öl trägt dazu bei, diesen Spalt zu verschließen, und sorgt damit für die Aufrechterhaltung der Kompression und somit der Motorleistung.

Öl muss Kühlen
Eine weniger bekannte, aber ganz entscheidende Funktion des Motoröls ist seine Kühlfunktion. Es leitet die Wärme aus den heißeren Motorbereichen ab.

Öl reinigt den Motor von innen
Die im Öl enthaltenen Reinigungsadditive tragen dazu bei, die Bildung von Ablagerungen auf heißen Flächen zu verhindern. Dadurch bleibt der Motor innerlich länger sauber.

Öl schützt vor Rost
Ja, klar. Die Brennvorgänge im Motor erzeugen Säuren, die zu Rost und Korrosion führen können. Motoröl enthält spezielle Additive, die in der Lage sind, diese Säuren zu neutralisieren und damit Rost und Korrosion zu beseitigen.

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Kann man da alles nehmen? Geht das billige vom Baumarkt  – ein Liter 3 € -, oder muss es das von der Tankstelle zum fast zehnfachen Preis sein?

Worauf kommts überhaupt an?

Wie so oft, gibt es keine pauschalen Antworten. Hängt immer von den Anforderungen ab.

Baumarktöl muss nicht immer schlecht sein, aber das billigste wird sicher nicht die hohen Anforderungen erfüllen, die an ein PKW-Öl heutzutage gestellt werden.

Ich war vor ein paar Monaten bei einem richtigen „Motorölseminar“ und muss zugeben, dass ich 25 Jahre lang immer nur Halbwissen verkauft habe – obwohl ich immer noch nicht behaupten möchte, jetzt ein Spitzenexperte zu sein.

Der Bereich ist unglaublich umfangreich, was es da alles zu beachten gibt!

Ein paar Beispiele:

Die Viskositätsangaben auf den Ölflaschen, gemeinhin als bekanntestes Merkmal. Diese Klassen werden bereits seit 1911 (!!) von der SAE( = Society of Automotive Engineers) beschrieben. Zum Beispiel 10W40: Der erste Wert „10“ beschreibt die Viskosität bei einer Kaltstart-Temperatur von -18°C, W bedeutet einfach „Winter“, der Wert „40“ beschreibt die Viskosität bei einer Temperatur von 100°C. Jetzt kommt das erste Problem: das sagt jetzt eben gar nichts darüber aus, ob das Öl z.B. bei -25°C (könnte schon mal vorkommen, oder?) überhaupt noch schmierfähig ist  – ebenso wenig darüber, ob bei Temperaturen im Motor von 150°C, wie sie bei modernen Motoren öfter der Fall sind, eine ausreichende Hochtemperaturschmierung möglich ist.

Ein großer Unterschied besteht, trotz gleicher Viskositätsangaben, zwischen PKW- und LKW-Ölen: der besteht in der unterschiedlichen Art und Weise, wie Notlaufeigenschaften z.B. beim Kaltstart sichergestellt werden. Die Technik beim LKW stellt hier ganz andere Anforderungen wie im PKW – und die Zusätze, die im LKW-Öl gute Arbeit leisten, können sehr schnell einen Partikelfilter im PKW zerstören!

Apropos Partikelfilter: zwei ansonsten sehr ähnliche Motoröle können mit den sogenannten „C“-Spezifikationen (C1, C2, C3, ..) oder eben auch ohne hergestellt werden. In einem dafür ausgelegten Benzinmotor leisten beide gleich hervorragende Dienste, in einem modernen PKW-Dieselmotor mit Rußpartikelfilter kann das Öl ohne „C“-Klassifizierung großen Ärger anrichten: Das C-Öl verbrennt Aschearm (oder -frei), im anderen Fall wird Asche abgelagert, die eben Partikelfilter und Abgasrückführung zerstören kann. Andererseits kann ein teures „C“-Öl völlig ungeeignet für einen anderen Motor, insbesondere Young-oder Oldtimer sein und hier den Motor zerstören, also Vorsicht!

Bei uns gibts Original-Öle von Toyota, die „TGMO“ (Toyota Genuine Motor Oil) genannt werden.

100% gestestet und passend für Toyota. Selbstverständlich auch hier ganz verschiedene Anforderungen, für die es unterschiedliche Produkte gibt.

Alle Original Toyota-Motoröle erfüllen nicht nur die international anerkannten Standards von API (American Petroleum Institute) und ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles), sondern darüber hinaus strengere Anforderungen an Qualität und Leistungsfähigkeit. Toyota führt Tests an aktuellen Fahrzeugen und Bauteilen durch, so dass die Öle mit optimalen Qualitätsmerkmalen ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit sicherstellen.
Die TGMO-Reihe umfasst alle Arten von Motorölen, vom Hochleistungsöl bis zum Universalöl, vom Mineralöl bis zum Synthetiköl.Von super-sicher bei heissem Einsatz mit Höchstgeschwindigkeit bis super(Diesel)-Kraftstoff-Sparend. Und preiswert sind sie auch noch, viel günstiger als an der Tankstelle! Sogar ein Nachfüllpack mit Handschuhen, Tuch und Trichter ist erhältlich.

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Natürlich haben auch andere Hersteller gute Öle. Es muss halt ganz einfach sichergestellt werden, dass das Öl zum jeweiligen Motor und auch Einsatz passt.

Wer noch viel, viel mehr und auch chemische Hintergrundinfos haben will, sollte das hier mal lesen:

Klicke, um auf ABC_D_Mai_2009.pdf zuzugreifen

Fahrbericht: Aygo – wirklich günstige Mobilität

Hier wirds ab jetzt Fahrberichte über jeden Toyota geben. Vielleicht mit etwas rosaroter Brille, aber die sollen ja sogar schon Autotester vom ADAC aufgehabt haben – und ich kenne, ganz bestimmt, die meisten Toyota-Modelle besser als die allermeisten Tester.

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Los gehts also mit dem Aygo. Gleich ein paar Superlative dazu:

Der günstigste Kaufpreis aller aktuellen Toyota-Modelle. Am wenigsten Ausstattung aller aktuellen Toyota-PKW’s, die schmalste Serienbereifung (155/65R14) – spart beim Spritverbrauch und beim Reifenkauf. Von allen PKW-Modellen, die es je in Deutschland von Toyota zu kaufen gab, mit derjenige mit der längsten Modell-Laufzeit – jetzt schon bald 9 Jahre, und das fast unverändert! Nur in den 90er Jahren gabs mal den MR2, der ähnlich lange relativ unverändert gebaut wurde.

Entsprechend sind seine Qualitäten: Verlass Dich auf mich – das sagt er seinem Fahrer! Der aktuelle Neuwagen-Kaufpreis liegt immer noch auf dem gleichen Niveau wie 2005! Das Auto ist absolut ausgereift und zuverlässig.

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Er wird in einer extra „für ihn“ gebauten Farbrik im tschechischen Kolin gebaut (etwas östlich von Prag) – ich war schonmal dort. Es werden dort auch der Citroen C1 und der Peugeot 107 gebaut – es gibt aber einen kleinen, feinen Unterschied, den ich selbst gesehen habe: Normalerweise wird jedes Auto, das fertig gebaut ist, wie in jeder anderen Toyota-Fabrik auf dem Globus, von der Produktionsstraße direkt zur Verladung gefahren. Das ist auch dort so, denn die Qualität wird schon während der Montage ständig überwacht. Der Toyota-Way – das ist aber eine andere Geschichte, die man auch mal googeln kann. Allerdings werden nur die Peugeots und Citroens sofort verladen. Die Aygos gehen – auf jeden Fall war es so, als ich dort war – in eine separate Halle und werden dann nochmal gecheckt. Vielleicht ist das der kleine Unterschied und Grund dafür, warum der Aygo in sämtlichen Statistiken des TÜV, DEKRA, ADAC und Co. in Sachen Haltbarkeit und Zuverlässigkeit besser abschneidet als seine Brüder C1 und 107.

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Jetzt aber zum Fahren:

Ich beschreibe ihn am einfachsten als ehrliches Auto. Wenn er schwerer arbeiten muss beim Bergauffahren, dann brummt der 3-Zylindermotor halt lauter. In den Kurven hat er ein ehrliches, berechenbares Fahrverhalten – wenn man viel zu schnell ist, wird man aus der Kurve rausfliegen, in Serienzustand hilft da kein elektronisches Stabilitätsprogramm (obwohl das auf Wunsch, gegen Aufpreis, zu haben ist). Die Federung macht das, was man davon erwarten kann: sie bügelt grobe Straßenunebenheiten aus, damit das Gefährt nicht von der Fahrbahn springt – lässt aber den Fahrer nicht über den Straßenzustand im unklaren. Manche Tester und andere Auto-Hersteller beschrieben so etwas als „sportlich-straff“.

Die Fahrleistungen sind mehr als ausreichend: der Aygo beschleunigt gut, lässt sich mit dem 2. Gang bei Höchstdrehzahl über 100km/h treiben und ist auf der Autobahn (lt. Tacho) über 170km/h schnell! Er ist nicht zu laut und auf jeden Fall flott genug.

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Natürlich gibts zur leichteren Bedienung eine Lenkhilfe – früher mal als Servolenkung bezeichnet, funktioniert das Ding beim Aygo elektrisch und spart entsprechend Energie, da das System nur dann aktiv wird, wenn es auch benötigt wird – im Gegensatz zu einer ständig mitlaufenden hydraulischen Servopumpe.  Auch Antiblockiersystem und diverse Airbags sind mit an Bord. Zum Sicherheitsniveau kann ich ein Beispiel bringen: Eine Kundin ist mit dem Aygo bei glatter Fahrbahn eine ca. 1,5 hohe Böschung hintergespringen, hat mit der Fahrzeugschnauze „eingespiesst“, das Auto hat sich vorwärts überschlagen und blieb auf dem Dach liegen.
Ihr ist dabei fast nichts passiert – mit etwas Glück und dank der stabilen Konstruktion.

Er lässt sich ganz einfach bedienen – man braucht keinen Lehrgang wie bei anderen Herstellern, alleine um die Heizung wärmer zu stellen: die Bedienelemente erklären sich jedem, der über ein klein bisschen Fahrpraxis verfügt, von selbst. Bei keinem anderen Auto haben wir so wenig Nachfragen wegen der Bedienung und Einstellung. Er ist pflegeleicht.

Er sieht gut aus: keine übertriebenen Design-Experimente, sondern ein freundliches Gesicht und ein hübscher Hintern.

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Der Aygo ist der vielfach bewiesene Kilometerkosten – König: günstiger fahren geht einfach nicht. Es gibt Aussendienst-Mitarbeiter unter unseren Aygo-Kunden, die damit pro Jahr über 40000 Kilometer zurücklegen. Pflegedienst kommen auf ähnliche Fahrleistungen und verlassen sich auch auf den Aygo. Problemlos und wartungsarm ist er: kein Zahnriemen, der teuer getauscht werden muss, sondern eine wartungsfreie Steuerkette. Robuste Trommelbremsen hinten, damit auch nach mehreren Wintern keine verrosteten Bremssscheiben für viel Geld ausgetauscht werden müssen, wie bei vielen anderen Fahrzeugen heutzutage üblich.

Er ist halt ein Toyota, wie sie früher mal waren: nicht der allerkomfortabelste, nicht mit dem allerneuesten Schnickschnack. Sondern einfach zu bedienen und robust.

Und Spaß macht er auch, vor allem jungen Leuten: die können sich wegen günstiger Versicherungseinstufung das Fahrzeug auch leisten und freuen sich über aktuelle Audio- und Navigationsgeräte, auch mit Bluetooth-Freisprechanlage und mehr dieser aktuellen Features.

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Alles in allem: Was man wirklich braucht, ist da und funktioniert. Er ist halt klein und hat nur Platz für vier Leute. Aber das hat auch oft seine Vorteile – wer will schon immer alle dabeihaben …

Car Multimedia. Segen oder Teufelszeug?

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Immer wichtiger, immer mehr Funktionen. Wie viele Autokäufer können mit den neuen Geräten überhaupt umgehen?

Wieviel der eingebauten Möglichkeiten nutzen?

Wer kann das alles erklären und überblicken? Ich gebe zu: bis vor kurzem habe ich nicht gewusst, das es einige verschiedene Bluetooth-Profile (Verbindungs-Protokolle) gibt, die regeln, in welcher „Sprache“ die Geräte miteinander kommunizieren. Zum Beispiel für Bluetooth-Audiostreaming direkt auf die Fahrzeug-Stereoanlage. Und dass dadurch verschiedene Funktionen eben möglich oder nicht möglich sind. Wo, in welchem Mobiltelefon,  was verbaut ist, wissen oft nichtmal die Telekom-Verkäufer – die Angaben sind nur auf der Hersteller-Homepage zu finden.

Eine Funktion, die z.B. mit einem Apple-Handy (aber nur ab Version 4) einwandfrei funktioniert, geht mit einem nigelnagelneuen Nokia-Gerät überhaupt nicht. Beim nächsten Auto, das eingebaute Gerät des gleichen Herstellers sieht sehr ähnlich aus, funktionieren plötzlich beide. Und im nächsten Auto ist es genau umgekehrt, ein Nokia funktioniert und das Apple nicht. Warum ganz genau das so ist, kann auch keine Hotline klären – ich hab das selber erleben müssen.

Die Autofahrer haben da auch einen sehr stark differierenden Wissens – bzw. Nutzungsstand:  So kann es gut vorkommen, am gleichen Nachmittag einen Kunden zu beraten, der Internet per WLAN-Hotspot im Auto zum Betrieb seines Druckers im Kofferraum will (weil er da als Aussendienstler per iPad seine Bestellungen gleich beim Kunden vor Ort ausdrucken will) – und gleich darauf kommt ein Autofahrer, der es nicht mehr schafft, bei seinem Draufdrückbildschirm zurück zum UKW-Radioempfang zu wechseln – nachdem seine Frau versehentlich mit dem Handrücken drangekommen ist und auf Mittelwelle umgeschaltet hat.

Mittlerweile sogar bei Kleinwagen verfügbar, beim Toyota Yaris in vielen Versionen serienmässig dabei: die wahrscheinlich nützlichste Erweiterung des Draufdrückbildschirms im Auto – eine Rückfahrkamera. Die hilft auf jeden Fall, Schäden und Unfälle zu vermeiden.

Wobei es auch hier Menschen gibt, die das Bild nicht „zuordnen“ können – eine Aussage: „wenn ich jetzt rückfährts fahre, ist ja links und rechts vertauscht, ich schau jetzt ja vorwärts“.

Also auch nicht so einfach.

Ein „Must-have“: eine Bluetooth-Freisprechanlage. Wenn es auch jetzrt noch einige Leute gibt, die kein entsprechendes Telefon haben und nutzen, wird das in ein paar Jahren sicher zum allergrössten Teil vorausgesetzt. Wohl dem Gebrauchtwagen, der dann darüber verfügt – und das Ganze auch noch bedienungsfreundlich und zukunftssicher (jetzt sind wir wieder bei den Bluetooth-Profilen) verpackt. Restwert, ich hör Dich wachsen …

Wenn dann noch der nächste Kunde kommt, der in seinem RAVv4 Baujahr 2001 damals ein Navigationssystem eingebaut bekommen hat, das Ding in den ersten paar Monaten ein paarmal nutzte und jetzt, heute, in 2014 mit seiner alten Tante in die Klinik in der großen Stadt fahren will: „Bitte stell mir das Ziel doch mal kurz ein, Du kannst das sicher, ich find keine Anleitung mehr …“ dann gehts mir schon auch  so, dass ich da steh wie der Ochs vorm Berg. Aber bisher haben wirs noch immer geschafft. Wie das mit der Vielfalt der aktuellen Geräte in ein paar Jahren aussieht, bin ich ja mal gespannt. Mal sehen, ob meine eingebaute Festplatte mit der Entwicklung Schritt halten kann.

 

Garantie – was muss dafür getan werden? Bürokratie oder notwendig

Ach wenn das jetzt langweilig klingt:

Grundsätzlich steht das im Serviceheft unter den Garantiebedingungen.

Die Benutzung soll „bestimmungsgemäss“ sein, also sind Motorsportveranstaltungen, Benutzung im Gelände bei einem normalen PKW und andere Dinge ausgeschlossen.

Ein gewisses Mass an Pflege durch den Benutzer/Besitzer ist auch Voraussetzung. Zum Beispiel muss das Fahrzeug regenmässig gereinigt werden – zumindest von aussen.

Beim Service oder der Inspektion werden durch die Werkstatt dann auch Sachen gereinigt, die man so von aussen nicht sehen kann, zum Beispiel die Abgasrückführung bei einem moderne Dieselmotor:

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Werden die Kohlenstoff-Ablagerungen nicht entfernt, funktioniert das System irgendwann nicht mehr – der Motor geht ins Notlaufprogramm, das Auto ist nicht mehr benutzbar.

Wenn trotz durchgeführter, durch den Hersteller empfohlener Wartungen doch etwas defekt wird, leistet der Hersteller über seinen Händler Ersatz für die Kosten der defekten Teile und die Einbaukosten. Oft sogar für die Mobilität während der Reparaturzeit (Ersatzfahrzeug)

Und hier schliesst sich der Kreis mit den Kosten und dem höheren Wert eines scheckheftgepflegten Fahrzeugs:

Nach Ablauf der Garantiezeit sind alle Leistungen absolut freiwillig – der Hersteller leistet Kulanz. Ganz genau wird nun geschaut, wie genau die empfohlenen Servicearbeiten – auch nach der offiziellen Garantie – durchgeführt wurden. Wenn das nicht der Fall ist und/oder nicht vom Vertragshändler gemacht wurde, dann gibts auch keine Kostenbeteiligung. Punkt. Dafür werden scheckheftgepflegte Fahrzeuge oft um so großzügiger behandelt – bei ungewöhnlichen Defekten auch nach 4,5, oft sogar nach 7 Jahren.

Eine Besonderheit sind die Gebrauchtwagengarantien: Hier wird ein Versicherungsvertrag mit dem Käufer geschlossen, in dem steht, was am Fahrzeug funktioniert und wie viel davon im Falle eines Defektes vom Garantiegeber bezahlt wird. Hier ist die Wartung nach Vorschrift bzw. Vereinbarung absolute Bedingung, hier wird auch eine lückenlose Wartungshistorie verlangt und nur minimale Abweichungen bei der Einhaltung von Fristen und Intervallen toleriert.

Das ist der Grund, warum ein scheckheftgepflegter Gebrauchtwagen einem Händler meist mehr „wert“ ist: das Reparaturrisiko und damit das Kostenrisiko ist viel niedriger.

Das war jetzt alles ein bissl langweilig, oder? Aber es geht halt um ziemlich große Summen, die man ganz schnell unbedacht „verbrennen“ kann.

Das nächste Mal wird’s wieder lustiger, versprochen!