Garantie – was muss dafür getan werden? Bürokratie oder notwendig

Ach wenn das jetzt langweilig klingt:

Grundsätzlich steht das im Serviceheft unter den Garantiebedingungen.

Die Benutzung soll „bestimmungsgemäss“ sein, also sind Motorsportveranstaltungen, Benutzung im Gelände bei einem normalen PKW und andere Dinge ausgeschlossen.

Ein gewisses Mass an Pflege durch den Benutzer/Besitzer ist auch Voraussetzung. Zum Beispiel muss das Fahrzeug regenmässig gereinigt werden – zumindest von aussen.

Beim Service oder der Inspektion werden durch die Werkstatt dann auch Sachen gereinigt, die man so von aussen nicht sehen kann, zum Beispiel die Abgasrückführung bei einem moderne Dieselmotor:

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Werden die Kohlenstoff-Ablagerungen nicht entfernt, funktioniert das System irgendwann nicht mehr – der Motor geht ins Notlaufprogramm, das Auto ist nicht mehr benutzbar.

Wenn trotz durchgeführter, durch den Hersteller empfohlener Wartungen doch etwas defekt wird, leistet der Hersteller über seinen Händler Ersatz für die Kosten der defekten Teile und die Einbaukosten. Oft sogar für die Mobilität während der Reparaturzeit (Ersatzfahrzeug)

Und hier schliesst sich der Kreis mit den Kosten und dem höheren Wert eines scheckheftgepflegten Fahrzeugs:

Nach Ablauf der Garantiezeit sind alle Leistungen absolut freiwillig – der Hersteller leistet Kulanz. Ganz genau wird nun geschaut, wie genau die empfohlenen Servicearbeiten – auch nach der offiziellen Garantie – durchgeführt wurden. Wenn das nicht der Fall ist und/oder nicht vom Vertragshändler gemacht wurde, dann gibts auch keine Kostenbeteiligung. Punkt. Dafür werden scheckheftgepflegte Fahrzeuge oft um so großzügiger behandelt – bei ungewöhnlichen Defekten auch nach 4,5, oft sogar nach 7 Jahren.

Eine Besonderheit sind die Gebrauchtwagengarantien: Hier wird ein Versicherungsvertrag mit dem Käufer geschlossen, in dem steht, was am Fahrzeug funktioniert und wie viel davon im Falle eines Defektes vom Garantiegeber bezahlt wird. Hier ist die Wartung nach Vorschrift bzw. Vereinbarung absolute Bedingung, hier wird auch eine lückenlose Wartungshistorie verlangt und nur minimale Abweichungen bei der Einhaltung von Fristen und Intervallen toleriert.

Das ist der Grund, warum ein scheckheftgepflegter Gebrauchtwagen einem Händler meist mehr „wert“ ist: das Reparaturrisiko und damit das Kostenrisiko ist viel niedriger.

Das war jetzt alles ein bissl langweilig, oder? Aber es geht halt um ziemlich große Summen, die man ganz schnell unbedacht „verbrennen“ kann.

Das nächste Mal wird’s wieder lustiger, versprochen!

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Service, Inspektion und Co. – notwendig oder Geldschneiderei?

Jeder Autofahrer kennt es: Das kleine Heftchen im Auto, in dem die durchgeführten Kundendienst (Inspektions-)- und weitere Servicearbeiten an jeweiligen Fahrzeug mit Stempel dokumentiert werden.

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„Scheckheftgepflegt“ gilt bei Gebrauchtwagen oft als werterhöhend, zumindest als erwünscht.

Was ist da dran?

Helfen die nach den Vorgaben des Herstellers ausgeführten Servicearbeiten wirklich, die Betriebssicherheit zu gewährleisten?

Und wie ist das mit der Garantie?

Grundsätzlich sind zwei Aspekte zu unterscheiden:

Die Technik und die Wirtschaftlichkeit.

Jeder, der sich dafür interessiert und mit seinem GMV (gesunder Menschenverstand) darüber nachdenkt, dem ist klar, dass bei einem Verbrennungsmotor und dem Fahrgestell eines Autos einige Teile einem natürlichen, teilweise sogar gewollten (die Bremse z.B. funktioniert – ausser bei Hybrid-bzw. Elektrofahrzeugen – ausschliesslich durch Reibung von Teilen aneinander) Verschleiss unterliegen und entsprechend – in unterschiedlich langen Intervallen -ausgetauscht werden müssen. Das betrifft zum Beispiel das Motoröl, Filter für Ansaugluft und Innenraumluft, Kühlmittel für Klimaanlage und Motor, Hydraulikflüssigkeit zur Übertragung von  Brems- und Motorkraft und vieles andere mehr.

Dies sollte am allerbesten eine Vertragswerkstatt des entsprechenden Fahrzeugherstellers, aber natürlich auch eine sorgfältig arbeitende und gut organisierte Freie Werkstatt wissen. Entsprechende Informationen liegen EDV-technisch aufbereitet zwar nicht kostenlos, aber ohne grössere Schwierigkeiten zugänglich auch im Internet vor.

Hier gibt es schon den ersten wesentlichen Unterschied zwischen gut informierter Werkstatt und – egal wie kompetent – selber machen:

Im Laufe eines Produktlebenszyklus stellen sich beim PKW manchmal Dinge als wartungsbedürftig oder wenigstens zur Überprüfung notwendig erst dann heraus, wenn viele tausend Fahrzeuge im richtigen Einsatz unterwegs sind. Diese Informationen bekommt aber der „Selbermacher“ nie und geht so das Risiko ein, durch kleine, fehlende Handgriffe die Lebensdauer, Zuverlässigkeit oder im schlimmsten Falle sogar die Sicherheit seines Autos nicht auf dem aktuellen Stand zu haben.

Sehr wahrscheinlich also: Im besten Fall kostet das Selbermachen nur zusätzlich Geld, weil Teile kaputtgehen, die bei entsprechender Einstellung oder vorbeugender Untersuchung länger halten könnten. Oder vielleicht weil falsche, schlecht passende oder schlecht funktionierende Teile verwendet werden. Oder falsches Öl. Oder, oder.

Wirtschaftlichkeit und Technik kommen zusammen: Reparaturen werden minimiert und dadurch Kosten gespart.

Wer ein neues Fahrzeug hat und es innerhalb der Garantiezeit wieder verkauft, der ist fein raus? Im Prinzip ja. Allerdings wird ein Fahrzeug, das keine entsprechende Wartungshistorie hat, im Vergleich zu einem vom Vertragshändler gepflegten Auto einen wesentlich höheren Wertverlust erleiden, als die durch Kosten für die Inspektion gespart wurde. Warum? Demnächst hier.