Mein allererstes Barcamp – #CaCaMa

Im letzten Jahr hatte ich es versäumt – das CarCamp in Mannheim.

Also ran und angemeldet – ich glaub, das ist ein gutes halbes Jahr her.

Keine Ahnung hatte ich, was mich dort erwartet – ausser, dass es um Automotive und SocialMedia geht.

Aber in diesen beiden Dingen bin ich ja neugierig, also gestern (Freitag, 26.09.2014) um 5.00 Uhr in Neukirchen losgefahren – und pünktlich vor Beginn in Mannheim angekommen.

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#CaCaMa Car Camp Mannheim

Welche Leute waren da? Ein Querschnitt durch die Branche und darüber hinaus: Vom Blogger, Journalisten über Autohändler und Werkstatt, Kfz-Verband, Internetagentur, Werbestudio, Kfz-Sachverständiger, Internet-Händler, Kfz-Bank und Hersteller/Zulieferer war alles vertreten, was sich für das Thema interessiert.

Wie funktioniert das jetzt, so ein BarCamp? Es wird ja auch „Unkonferenz“ genannt, es gibt keine vorher festgelegte Agenda – schon sehr ungewöhnlich.

Nach der Begrüßung ging es auch gleich los:

Jeder konnte, durfte uns sollte ein Thema nennen, das er präsentieren möchte. Bei vier verschiedenen Räumen und fünf Sessions mit jeweils einer Stunde Präsentationsdauer war für jeden was dabei!

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Sessionboard

 

Selten, nein, ich glaube, noch nie habe ich eine Konferenz erlebt, die so kurzweilig war und bei der Tag so unglaublich schnell verging!

Die Themen waren vielfältig und die Diskussionen schon engagiert, es hat nie irgendeiner einen Grund zum meckern gehabt, die Organisation war perfekt – oder es hat sich selber alles organisiert?

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#CaCaMa Car Camp Session

 

Die Gastgeber von Fuchs Petrolub haben auch noch eine Werksführung angeboten – hier auch herzlichen Dank, ich hatte keine Ahnung, was Fuchs für ein „Global Player“ ist!

Die einzelnen Themen und Thesen aufzuzählen, spare ich mir hier. Viele Infos findet man unter http://walls.io/CaCaMa , oder zum Beispiel bei Patrick Möltgen, der auch dabei war.

Ein paar Dinge, die ich mitgenommen habe:

– SocialMedia als Kanal zum Kunden ist nicht billig, aber wertvoll
– wenn man’s nicht richtig macht, kann man es auch lassen
– es geht auch ohne SocialMedia (!!)
– eine entscheidende Rolle spielt die eigene Homepage
– und die sollte auch vernünftig zu finden sein
– was auch mit Geduld, kostenlosen Tricks und sauberer Arbeit möglich ist

Wie gesagt, vielfältig und interessant. Alle Eindrücke zu verarbeiten, wird noch eine Zeitlang dauern.

Was war ganz anders? Keine Ahnung, woran das lag – normalerweise sind bei Automotive-Veranstaltungen, die ich bisher kenne,  mindestens 70% Männer dabei. Das war hier ganz anders – ich glaub, da stellten die Frauen mindesten die Hälfte der Leute!

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Teilnehmer beim #CaCaMa CarCamp Mannheim

 

Nochmals vielen, vielen Dank an die Organisatoren um Claudia Weiler vom ZDK und an die Sponsoren, auch für die netten GiveAways! Das T-Shirt wird natürlich nur zu besonderen Anlässen von mir getragen.

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Die Heimfahrt war eine Dauerkolonne – was aber dafür zur Folge hatte, dass ich mit dem Toyota Verso 1,6d – nach insgesamt 778 km – nur 5,5 Liter pro 100km im Schnitt verbraucht habe! Das ist doch schon fast ein Thema für den nächsten Fahrbericht…

 

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Verbrauch Verso 1,6 d
Werbeanzeigen

Service, Inspektion und Co. – notwendig oder Geldschneiderei?

Jeder Autofahrer kennt es: Das kleine Heftchen im Auto, in dem die durchgeführten Kundendienst (Inspektions-)- und weitere Servicearbeiten an jeweiligen Fahrzeug mit Stempel dokumentiert werden.

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„Scheckheftgepflegt“ gilt bei Gebrauchtwagen oft als werterhöhend, zumindest als erwünscht.

Was ist da dran?

Helfen die nach den Vorgaben des Herstellers ausgeführten Servicearbeiten wirklich, die Betriebssicherheit zu gewährleisten?

Und wie ist das mit der Garantie?

Grundsätzlich sind zwei Aspekte zu unterscheiden:

Die Technik und die Wirtschaftlichkeit.

Jeder, der sich dafür interessiert und mit seinem GMV (gesunder Menschenverstand) darüber nachdenkt, dem ist klar, dass bei einem Verbrennungsmotor und dem Fahrgestell eines Autos einige Teile einem natürlichen, teilweise sogar gewollten (die Bremse z.B. funktioniert – ausser bei Hybrid-bzw. Elektrofahrzeugen – ausschliesslich durch Reibung von Teilen aneinander) Verschleiss unterliegen und entsprechend – in unterschiedlich langen Intervallen -ausgetauscht werden müssen. Das betrifft zum Beispiel das Motoröl, Filter für Ansaugluft und Innenraumluft, Kühlmittel für Klimaanlage und Motor, Hydraulikflüssigkeit zur Übertragung von  Brems- und Motorkraft und vieles andere mehr.

Dies sollte am allerbesten eine Vertragswerkstatt des entsprechenden Fahrzeugherstellers, aber natürlich auch eine sorgfältig arbeitende und gut organisierte Freie Werkstatt wissen. Entsprechende Informationen liegen EDV-technisch aufbereitet zwar nicht kostenlos, aber ohne grössere Schwierigkeiten zugänglich auch im Internet vor.

Hier gibt es schon den ersten wesentlichen Unterschied zwischen gut informierter Werkstatt und – egal wie kompetent – selber machen:

Im Laufe eines Produktlebenszyklus stellen sich beim PKW manchmal Dinge als wartungsbedürftig oder wenigstens zur Überprüfung notwendig erst dann heraus, wenn viele tausend Fahrzeuge im richtigen Einsatz unterwegs sind. Diese Informationen bekommt aber der „Selbermacher“ nie und geht so das Risiko ein, durch kleine, fehlende Handgriffe die Lebensdauer, Zuverlässigkeit oder im schlimmsten Falle sogar die Sicherheit seines Autos nicht auf dem aktuellen Stand zu haben.

Sehr wahrscheinlich also: Im besten Fall kostet das Selbermachen nur zusätzlich Geld, weil Teile kaputtgehen, die bei entsprechender Einstellung oder vorbeugender Untersuchung länger halten könnten. Oder vielleicht weil falsche, schlecht passende oder schlecht funktionierende Teile verwendet werden. Oder falsches Öl. Oder, oder.

Wirtschaftlichkeit und Technik kommen zusammen: Reparaturen werden minimiert und dadurch Kosten gespart.

Wer ein neues Fahrzeug hat und es innerhalb der Garantiezeit wieder verkauft, der ist fein raus? Im Prinzip ja. Allerdings wird ein Fahrzeug, das keine entsprechende Wartungshistorie hat, im Vergleich zu einem vom Vertragshändler gepflegten Auto einen wesentlich höheren Wertverlust erleiden, als die durch Kosten für die Inspektion gespart wurde. Warum? Demnächst hier.