Garantie – was muss dafür getan werden? Bürokratie oder notwendig

Ach wenn das jetzt langweilig klingt:

Grundsätzlich steht das im Serviceheft unter den Garantiebedingungen.

Die Benutzung soll „bestimmungsgemäss“ sein, also sind Motorsportveranstaltungen, Benutzung im Gelände bei einem normalen PKW und andere Dinge ausgeschlossen.

Ein gewisses Mass an Pflege durch den Benutzer/Besitzer ist auch Voraussetzung. Zum Beispiel muss das Fahrzeug regenmässig gereinigt werden – zumindest von aussen.

Beim Service oder der Inspektion werden durch die Werkstatt dann auch Sachen gereinigt, die man so von aussen nicht sehen kann, zum Beispiel die Abgasrückführung bei einem moderne Dieselmotor:

DSCF8296

Werden die Kohlenstoff-Ablagerungen nicht entfernt, funktioniert das System irgendwann nicht mehr – der Motor geht ins Notlaufprogramm, das Auto ist nicht mehr benutzbar.

Wenn trotz durchgeführter, durch den Hersteller empfohlener Wartungen doch etwas defekt wird, leistet der Hersteller über seinen Händler Ersatz für die Kosten der defekten Teile und die Einbaukosten. Oft sogar für die Mobilität während der Reparaturzeit (Ersatzfahrzeug)

Und hier schliesst sich der Kreis mit den Kosten und dem höheren Wert eines scheckheftgepflegten Fahrzeugs:

Nach Ablauf der Garantiezeit sind alle Leistungen absolut freiwillig – der Hersteller leistet Kulanz. Ganz genau wird nun geschaut, wie genau die empfohlenen Servicearbeiten – auch nach der offiziellen Garantie – durchgeführt wurden. Wenn das nicht der Fall ist und/oder nicht vom Vertragshändler gemacht wurde, dann gibts auch keine Kostenbeteiligung. Punkt. Dafür werden scheckheftgepflegte Fahrzeuge oft um so großzügiger behandelt – bei ungewöhnlichen Defekten auch nach 4,5, oft sogar nach 7 Jahren.

Eine Besonderheit sind die Gebrauchtwagengarantien: Hier wird ein Versicherungsvertrag mit dem Käufer geschlossen, in dem steht, was am Fahrzeug funktioniert und wie viel davon im Falle eines Defektes vom Garantiegeber bezahlt wird. Hier ist die Wartung nach Vorschrift bzw. Vereinbarung absolute Bedingung, hier wird auch eine lückenlose Wartungshistorie verlangt und nur minimale Abweichungen bei der Einhaltung von Fristen und Intervallen toleriert.

Das ist der Grund, warum ein scheckheftgepflegter Gebrauchtwagen einem Händler meist mehr „wert“ ist: das Reparaturrisiko und damit das Kostenrisiko ist viel niedriger.

Das war jetzt alles ein bissl langweilig, oder? Aber es geht halt um ziemlich große Summen, die man ganz schnell unbedacht „verbrennen“ kann.

Das nächste Mal wird’s wieder lustiger, versprochen!

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Autor: Michael Ströher

Auto- und Motorradldamisch seit kurz nach der Geburt. Toyota - Profi und Fan von allem, was auf Rädern Spaß macht. Hybrid - Junkie - mit eigener Meinung.

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