Fahrbericht: Prius . Eine kleine Liebeserklärung.

 

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Der erste Hybrid-PKW, der in Großserie gebaut wurde.

Was wurden wir am Anfang, als 2001 der allererste Prius 1 bei uns war, damit belächelt und ausgelacht! Er war keine Schönheit, ok, zumindest nicht nach europäischem Geschmack. Aber wie langweilig wär denn die Welt, wenn sich jeder in die gleiche Schönheit verlieben würde?

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Der Prius II – ab Baujahr 2003 – zeigte schon die bis heute typische, aerodynamisch optimierte Form:

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Immer wieder lese ich Leserbriefe und Kommentare zum Hybridantrieb im Allgemeinen und zum Toyota Prius im Detail – von Lesern von Automobilzeitschriften, Motorjournalisten und vielen anderen Menschen, die gerne Ihre Meinung öffentlich verbreiten.

 

Meistens sind das Aussagen, die zu 100% „pro-Hybrid“ oder absolut dagegen stehen – und ganz sicher haben viele, die schlau darüber
referieren, nur wenig oder gar keine Erfahrung damit. Natürlich habe ich in gewissem Maß einen „Toyota-Brille“ auf – wenn man diese Autos seit seinem 4. Lebensjahr kennt und schon weit über 25 Jahre damit arbeitet, bleibt das nicht aus. Andererseits kenne ich sehr wohl die „Schwächen“ Toyota’s und auch des Hybridsystems – und werde diese auch nie als positiv hinstellen.
Fest steht: wenn man sich Gedanken um seine Zukunft – und die unseres Planten – macht, war die Entwicklung des Toyota-Hybridsystems (auch wenn sie von einem anderen Hersteller käme) ein notwendiger Schritt. Sogar, wenn er nur beweisen würde, dass dies
ein Schritt in die falsche Richtung sein würde. Das betrifft nicht nur die Emissionen und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen, auch wenn diese Vorteile in der Presse und auch vom Hersteller immer wieder betont und herausgestellt werden.
Jetzt, wo die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes – zumindest in dem Bereich, den ich erlebe – an seine Grenzen stößt (habt Ihr Euch in den letzten Jahren nachts schon mal einen Autobahnparkplatz angesehen?) und die Verkehrsdichte in jeder Sekunde die größtmögliche Aufmerksamkeit fordert, sollte es das Auto seinem Fahrer so einfach wie möglich machen. Die Altersstruktur der Autofahrer ändert sich auch nicht in Richtung zu jungen, bestens ausgebildeten Reflexwundern vom Schlage eines potentiellen Rennfahres – eher im Gegenteil. Hier kommt der größte Vorteil des Hybridsystems zum Tragen: nicht nur, dass es absolut führend am Markt in Sachen Bedingungskomfort und Einfachheit ist (es gibt per heute meines Wissens nach kein Auto, das einfacher zu fahren ist als ein Vollhybrid-Toyota) und dadurch die Aufmerksamkeit des Fahrers dem Verkehr zuleiten kann. Es erzieht durch das enorme Sparpotential und die logischen Anzeigehilfen hierzu den Fahrer zu einer gleichmäßigen, sparsamen und sicheren Fahrweise.

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Dennoch bietet der Prius ganz hervorragende Fahrleistungen und vor allem sehr gute Praxis-Beschleunigungswerte – das Fahrerlebnis ist nur völlig anders. Wir haben hier bei uns im Bayerischen Wald ganz in der Nähe eine Straße, die nach einer scharfen Kehre mit immer größerer Steigung auf einen Bergkamm führt. Ich fahre diese Straße mit jedem Auto, das mir in die Finger kommt, lasse es um die Kehre rollen und beschleunige dann voll bis zum immer gleichen Verkehrsschild. Der Prius III  ist hier etwa genauso schnell wie ein 2,0ltr-Diesel-Fahrzeug europäischer (deutscher) Produktion, das von der Presse immer für seine hervorragenden Fahrleistungen gelobt wird. Ein Lexus RX400h ist hier von keinem anderen Fahrzeug unter 300PS Leistung zu schlagen. Nur: man hat beim Hybridauto nicht den Eindruck dieser Fahrleistungen! Das gebe ich zu, obwohl ich jetzt seit 2001 mit Toyota-Hybridfahrzeugen regelmäßig unterwegs bin und mich eigentlich dran gewöhnt haben sollte. Die stufenlose Kraftübertragung (Getriebe im bisher bekannten Sinne ist das keines) in Verbindung mit dem Elektromotor macht einfach einen ganz anderen Eindruck.
Ganz klar: der Prius taugt nicht zum Spaß-Sportwagen. Das tut aber aufgrund des Motor-Ansprechverhaltens nach meinem Verständnis von Fahrspass auch kein Diesel, eigentlich bis auf ganz wenige Ausnahmen gar kein modernes Auto, das sich ein Normalverdiener durch Verzicht auf andere Hobbys noch gerade so leisten könnte (unter 40000.- Euro)

Aber er ist ein absolut optimales Alltagsauto! Das Fahrwerk ist bequem, er lenkt leicht und exakt. Leise fährt er sowieso, von innen und auch von aussen. Das mag ich so an ihm.

Vier Erwachsene (notfalls auch fünf) können bequem sitzen und vor allem auch problemlos ein- und aussteigen, weil die Türen etwas höher sind als bei vielen anderen Mittelklasse-Autos.

Der Kofferraum ist durch die riesige Heckklappe ganz problemlos zu beladen und optimal nutzbar, in 3 Sekunden etsteht durch das Umlegen der Sitze eine 1,70 Meter lange Ladefläche.

 

Es gibt sogar die Möglichkeit, in einem Prius 2 Fahrräder im Innenraum stehend zu transportieren – und dann auch noch Gepäck mitzunehmen!

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Ich oute mich zwar vielleicht bei vielen Sportwagenfahrern jetzt, gebe aber zu:  ich fahre ich aber gerne und viel mit dem Prius. Eben eine kleine Liebeserklärung.

Und lasse auch gerne andere Leute mal probieren.
Es hat noch niemand gesagt, das Auto wäre zu kompliziert oder man könnte sich nicht daran gewöhnen. Man braucht auch keine Steckdose zum Aufladen 😉  – ja, der Meinung sind immer noch viele Leute!

Obwohl: mittlerweile gibts auch die Möglichkeit, ein spezielles Modell des Prius – den Prius PlugIn – mit seinem grösseren Akku an der Steckdose aufzuladen und dadurch Strecken bis zu ca. 20km ohne Einsatz des Verbrennungsmotors zurückzulegen. Das ist aber ein eigenes Kapitel.

Der Prius gefällt mir auch optisch, vor 30 Jahren sahen so oder so ähnlich die Zukunftsfahrzeuge in den Zeitschriften aus.

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Kurz zu beliebten Kommentaren, die man immer wieder hört oder liest:
• „Hybrid ist zu schwer.“ Ein Golf (oder auch ein Toyota Auris) ist schwerer als ein Prius, am Hybridantrieb alleine liegt es nicht, wenn ein Auto zu schwer ist.
• „Gesamt-Ökobilanz durch die Batterieherstellung ist schlecht.“ Die Batterieherstellung ist nur mit einem Bruchteil des Energie- und Rohstoffaufwands beim Bau des Fahrzeugs beteiligt! Siehe auch hier: http://www.autohaus-stroeher.de/files/prius-nachhaltigkeit_und_umwelt.pdf
• „Wenn die Batterie kaputt ist, kann das doch kein Mensch bezahlen“ Ich persönlich kenne niemanden, auch keinen Händlerkollegen, der schon eine Batterie austauschen musste. Im Gegensatz dazu kenne ich viele, die einen Turbolader (wissen Sie, was so ein Teil kosten kann?), eine Einspritzpumpe, einen Injektor, …. für viel, viel Geld bei einem Dieselmotor austauschen mussten. Die Batterien gehen
nicht kaputt, es gibt nachweislich Hybrid-Toyotas in Skandinavien und auch Taxis in München, die mehr als 600000km mit dem ersten Akkupack gefahren sind- und immer noch weiterfahren. Und überhaupt hat die Batterie bis zu 10 Jahre Garantie.
• „Hybrid funktioniert nur in der Stadt“ Unsinn. Die entspannte Fahrweise ist auf Landstrassen genauso angenehm.
• „Hybrid ist schlecht auf Langstrecken“ Hier eine persönlicher Erfahrung: Fahrt von Neukirchen nach Köln und zurück mit dem Prius III, Gesamt- Durchschnittsgeschwindigkeit 119km/h, 1152km, gesamt verbraucht: 66,18ltr. Macht 5,8l/100km und eine total entspannte Fahrt, es waren insgesamt vielleicht 50km komplett freie Strecke, von denen bin ich ca. 30km mit 191km/h laut Tacho gefahren (das musste einfach zum Adrenalin aufpumen sein)
Zum Schluss – last but not least, wie es so schön heißt – der für mich persönlich wichtigste Punkt: ich kenne kein aktuelles Auto, das hohe Laufleistungen technisch so problemlos, ohne irgendwelche Ausfälle oder Reparaturen erreicht. Auch der natürliche Verschleiß ist, das hat sich herausgestellt,  wesentlich niedriger als bei anderen Fahrzeugen. Warum? Ich erkläre es mir so: das Auto fährt ohne irgendwelche Rucklereien beim Anfahren oder Schalten, die Krafteinleitung ist immer sehr sanft. Das schon natürlich Wellen, Lager, den gesamten Antriebsstrang. Beim Bremsen wird erst einmal versucht, das Fahrzeug durch Energie-Rückgewinnung zu verzögern – die Bremsbeläge werden weniger abgenutzt. Der Benzinmotor als Energielieferant läuft, je nach Fahrweise, nur zu 60-80% der Fahrzeit – wo ein konventioneller Motor immer, zu 100%, läuft. Auch sind viele Teile, die bei einem herkömmlichen Motor oft Defekte verursachen, gar nicht da: So hat z.B. der Prius III keinen einzigen Keilriemen mehr, keine Lichtmaschine muss angetrieben werden, es gibt einen Anlasser im herkömmlichen Sinne. Die Steuerung des Hybridsystems ist in einem geschlossenen, separat gekühlten System untergebracht und hat keine beweglichen Teile, die einem Verschleiß unterliegen.

Die meisten Eindrücke treffen auch auf den Toyota Auris Hybrid und den Yaris Hybrid zu – soweit es das Antriebssystem betrifft, das ist gleich wie beim Prius. Diese Autos, die Karrosserie davon, sind halt über die Prius-Technik übergestülpt worden – weil sich europäische Kunden offensichtlich nur schwer an die (aerodynamisch optimale) Form des Prius gewöhnen können. Aber was alle wollen, wollte ich noch nie …  vor allem auch der Innenraum ist eine Nummer „spaciger“ als bei üblichen Mittelklasse-Autos, gerade das finde ich so gut am Prius.

 

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Jetzt schon freue ich mich auf zukünftige Hybridfahrzeuge von Toyota. Natürlich ist das heute verkaufte Toyota-Hybridsystem nicht das Ende der Entwicklung und der  Stein der Weisen – wo kämen wir da denn hin! Natürlich ist ein Brennstoffzellenauto ein Ziel, das keine Abgase produziert und abends auch noch Strom und Wärme für die Wohnung liefert. Aber bis es soweit ist, einen so großen Schritt zu machen (wie Armstrong auf den Mond), müssen viele Leute viele kleine Schritte machen – ich bin sicher, der Prius war ein ganz, ganz wichtiger. In 20 Jahren kann ich sagen: ich war von Anfang an dabei.

Wobei: es wohnen schon zwei Herzen in meiner Autofahrer-Brust. Die eine plädiert für die Vernunft und damit den Prius, und die andere fürs „Autofahren als pures Erlebnis“ – dazu aber ein anderes Mal. Es reichen drei, maximal vier Buchstaben: MR2, AE86 oder GT86 …  wahre Liebe …

+++ EILMELDUNG +++ SENSATIONELLE WISSENSCHFTLICHE ENTDECKUNG +++


(GPD) Eben wurde veröffentlicht: Sieben niederbayerischen Spitzenwissenschaftlern ist es gelungen, eine bisher unbekannte Substanz im menschlichen Handschweiss nachzuweisen. Diese Substanz – sie wurde vorläufig wissenschaftlich „Zruwtulb“ benannt – weist hervorragende Eigenschaften in Sachen Windschutzscheibenreinigung auf. Die genialen Bayerwaldköpfe haben auch gleich eine praktische Anwendung mitentwickelt: Bekanntermassen gehen ja Banknoten durch viele verschwitzte Hände und nehmen viel Handschweiss auf. Wenn man nun die so präparierten Banknoten ganz einfach unter das Auto-Wischerblatt klemmt, gibt es keinerlei Schlierbildung beim Scheibenwischer mehr!

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Zu beachten ist dabei nur, dass das Fahrzeug zur Aktivierung der, nun ja, schon fast wie ein Wunder wirkenden Kräfte eine Nacht lang mit den Banknoten unter dem Wischerblatt in 94362 Neukirchen, in der Bayerwaldstraße, nahe des Kreisverkehrs, abgestellt sein muss. Schon am nächsten Tag hat sich „Zruwtulb“ aktiviert und es gibt keine Schlieren mehr auf der Windschutzscheibe, nicht einmal ohne Regen!

Die Sommer-Sohlen: hoffentlich nicht abgelatscht

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Reifen – die Sohlen des Autos

 

Was gibts da zu beachten?

 

Als erstes und wichtigstes: der Luftdruck.

Tendenziell lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Der für das jeweilige Auto und die Reifengrösse passende Luftdruck ist in der Bedienungsanleitung zu finden. 0,2-0,3 bar  mehr helfen oft, ein gleichmässiges Verschleissbild zu ereichen.

 

Die Profiltiefe:

Gesetzlich reglementiert, es müssen mindestesn 1,6mm sein. Dafür gibts auch die „Schleissanzeiger“ in den Profil-Längsrillen. Wenn die in der gleichen Höhe wie das Reifenprofil sind, dann müssen die Reifen entsorgt werden. Allerspätestens.

Es wird sich nicht lohnen, Reifen mit weniger als 3mm Profiltiefe am Saisonbeginn zu montieren. Bei Winterreifen muss es sogar noch ein bisschen mehr sein, damit sie auch z.B. in Österreich als Winterreifen auch anerkannt werden – mindestens 4mm! Wenn die Reifen beim Wechseln aber schon nur noch 4mm haben, dann ist die Gefahr doch recht gross, dass sie bei der Fahrt in den Winterurlaub dann darunter liegen und die Weiterfahrt untersagt wird.

Aber eben auch bei Sommerreifen muss Wasser auf der Fahrbahn vom Profil aufgenommen und verdrängt werden – das geht unter 3mm nur noch sehr schlecht. Ein kleiner Trick: Mit einem Euro kann man die Profiltiefe der Reifen überprüfen: Der Goldrand der Münze sollte verdeckt sein – dann sind’s vier Millimeter.

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Das Alter der Reifen:

ist nicht offiziell oder gesetzlich begrenzt, zumindest nicht beim PKW. Allerdings sind z.B. für bestimmte  Anhänger nur Reifen zulässig, die nicht älter als 6 Jahre sind. Warum sollten also auf dem Auto ältere Reifen gute Dienste leisten?  Das Herstellungsdatum kann man an der DOT-Nummer ablesen. „DOT 3803“ bedeutet beispielweise, dass der Reifen in der 38. Woche im Jahr 2003 hergestellt wurde. Unsere Empfehlung: älter als 8 Jahre sollten die Reifen in keinem Fall sein, auch wenn die Profiltiefe noch ausreicht. Der Laufflächen-Gummi verliert einfach die zur optimalen Haftung notwendige Elastizität.

 

Die Reifen – Größe muss natürlich auch mit den erlaubten Größen in der Betriebserlaubnis des Autos (oder der Sonderfelgen, da gibts dann eine extra-Betriebserlaubnis), oder der Eintragung in den Fahrzeugpapieren übereinstimmten. Auch auf den Lastindex und den Geschwindigkeitsindex achten: die Größe 205/55R16 91 H hat  beispielsweise die „91“ als Lastindex (je höher die Zahl, desto mehr kann der Reifen tragen) und „H“ als Geschwindigkeitsindex(„H“ steht für bis 210km/h).

Seit einiger Zeit gibt es das „Reifen – Label“. Hier muss man sich darüber im im Klaren sein, dass die drei gesetzlich verankerten Kriterien zwar wichtige, aber nicht die einzigen Leistungsmerkmale für einen Reifen sind. Einige Infos mehr gibts es dazu auch unter www.dasreifenlabel.de – hier gehe ich nicht weiter darauf ein.

Reifen – Tests sind eine nützliche Entscheidungshilfe – allerdings kann es natürlich auch hier Fälle  geben, in denen durch eine Interessenkollision Ergebnisse, sagen wir mal, optimiert werden – Stichwort ADAC. Am besten hat man einen Reifen schon einmal selbst „erfahren“ oder kann auf die Erfahrungen von jemanden zurückgreifen, der das schon getan hat. Genauso machen wir das auch.

Natürlich hat das Ganze auch eine sehr emotionale Seite:

Wenn man seinem Fahrzeug schöne Schuhe gönnt. Edel, agressiv, einfach nur groß oder besonders leicht: die Auswahl an Leichtmetallfelgen ist mittlerweile mindestens genauso groß wie an Reifen. Aber das ist dann ein anderes Thema.

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Auto – Frühjahr – putzen

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Jetzt ist es dann bald wieder soweit. An zwei Terminen im Jahr sollte man sich seinem Auto schon etwas intensiver widmen, auch wenn die Ansprüche an Wartung und Pflege moderner Gefährte geringer geworden ist. Einer davon steht vor der Tür- Zeit für den Frühjahrsputz!

Wie am besten dabei vorgehen?

Als erstes sollte der Lack mit einer gründlichen Vorwäsche, zum Beispiel mit Dampfstrahler und Bürste, von Ablagerungen und Streusalz befreit werden. Mit der flachen Hand sind am einfachsten punktuelle Unebenheiten in der Oberfläche spürbar: Harz, Teer – und Flugrost sind so aufzuspüren. Fast immer im Anschluss an die Radhäusern nach hinten und am Heck, unten an der Karosserie. Alle diese unschönen Verunreinigungen müssen weg! Mit Lackreiniger oder Flugrostentfernen kann man dem Dreck zu Leibe rücken. Aber wichtig: nach der Reinigung unbedingt wieder versiegeln, sonst bleibt der Dreck wieder leicht haften!

Die Einstiege sowie die Unter- und Innenseiten der Türen nicht vergessen!

Die Scheiben werden vor allem von innen ganz von selber dreckig: auch wenn nicht im Auto geraucht wird, entsteht ein Film, den man ganz einfach mit Glasreiniger und Küchentuch entfernen kann. Jetzt sieht die Umgebung gleich wieder viel schöner aus! Auch die Aussenseite der Scheibe nicht vergessen, und wenn man grad schon dabei ist: die Wischerblätter kontrollieren. Wenn da was schmiert, dann ist es höchste Zeit für einen Wechsel. Wenn schon Beschädigungen an der Gummilippe sichbar ind: sofort weg damit.

Dann weiter mit dem Innenraum:

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Alles raus, was da im Auto drinliegt! Also nicht nur die Fussmatten, sondern auch alle Ablagen und Kofferraum entleeren. Gründlich aussaugen, bei Nässe im Fussraum kann das Einlegen von Zeitungspapier gute Dienste leisten. Danach kann alles, was wirklich im Auto benötigt wird, wieder ordentlich eingeräumt werden. Den Rest gleich wegschmeissen oder in der Garage aufbewahren – jedes überflüssige Kilo kostet Sprit!

Ein kleiner Geheimtipp zum Innenraum, wenn es unangenehm riecht: eine Dose RedBull nicht ganz austrinken und die Dose mit dem Rest über Nacht im Fussraum stehen lassen. Hilft natürlich nur, wenn der Aschenbecher ordentlich ausgeleert und gereinigt wurde. 😉

Unter der Motorhaube sieht es auch nach dem Winter meistens nicht so gut aus.

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Wer da selber ran will, sollte sich allerdings auskennen: die Lanze des Hochdruck-Reinigers niemals direkt auf elektrische Komponenten halten, auch nicht auf Kabel-Steckverbindungen. Also lieber im Zweifel einen Profi ranlassen, hier ist schnell viel Schaden angerichtet.

Alles wieder sauber? Dann nur noch die Kunststoff- und Gummiteile reinigen und versiegeln, mit hochwertigen Pflegeprodukten ist es einfacher als mit „Baumarktware“, ein glänzendes Ergebnis zu erzielen. Die gereinigten Felgen / Räder auch versiegeln, damit weniger Bremsstaub haften bleibt.

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Oder, einfacher: Einen Fachmann machen lassen, Ärger, Anstrengung und kaputte Fingernägel sparen. Damit das Ergebnis richtig strahlend wird.

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Für uns macht das zum Beispiel www.mister-g.de

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Select-Verträge bei Kasko-Versicherungen

Wenn der Karren mal aus dem Dreck gezogen werden muss.

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Im folgenden für alle Autofahrer und Versicherungsnehmer ein paar Infos über die Bedingungen – beispielhaft der HUK-Coburg – bei sogenannten „Kasko-Select“ Verträgen.

Obwohl wir seit vielen Jahren mit der HUK gut zusammenarbeiten – auch im Bereich der Kasko-Schäden – sind uns  die „Select“-Verträge der Versicherungen, nicht nur bei der HUK, alles andere als sympatisch. Warum dies so ist, versuche ich im Folgenden zu erklären.

Zum ersten ist es ganz einfach nicht in Ordnung, einen Autofahrer zu zwingen, in eine bestimmte Werkstatt zur Reparatur zu gehen. Noch dazu, wenn man dort nicht einmal jemanden kennt.

Zum zweiten kann dies zur Folge haben,  dass Kulanzleistungen – also freiwillige Leistungen des Hersteller nach der Fahrzeuggarantie – komplett abgelehnt werden.Mit Recht.

Nahezu unbemerkt hat die HUK-COBURG ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen in den sogenannten Kasko-Select-Verträgen mit Werkstattbindung geändert.

Dies kann erheblichen Einfluss auf die Entschädigungsleistung haben bis zum Totalverlust der Versicherungsleistung!

Die Select-Verträge sind etwas günstiger, dafür muss der Autofahrer aber im Schadensfalle eine Werkstatt aus dem Netz seiner Versicherung zur Reparatur wählen. Ansonsten wird in jedem Fall die Leistung gekürzt oder sogar verweigert! Weil die Partnerwerkstätten die Reparatur angeblich wesentlich günstiger durchführen.

Wir wollen doch nur unsere Kunden einfach ordentlich bedienen und schreiben ganz sicher keine überhöhten Versicherungsrechnungen.

Ein Beispiel, das uns passiert ist:

Ein Kundin hat an Ihrem Toyota Yaris eine defekte Windschutzscheibe. Sie hat die Reparatur bei uns in Auftrag gegeben. Wir haben die Scheibe bestellt und die Kundin hat zum Reparaturtermin erst ihre Versicherungsunterlagen mitgebracht. Bei der Durchsicht der Unterlagen haben wir eben die Select-Vereinbarung festgestellt (es war nicht die HUK).

Da die Windschutzscheibe schon geliefert und vorbereitet war, haben wir versucht, eine vernünftige Lösung mit der Versicherung zu finden und dort angerufen. Wir haben vorgeschlagen, die Reparatur auf jeden Fall um 50.-Euro günstiger als die Partnerwerkstatt der Versicherung durchzuführen – das wurde rundweg abgelehnt! Sinngemäss sagte die Sachbearbeiterin, dass es ihr egal wäre, wo die Reparatur durchgeführt wird und wieviel wir dafür verrechnen – wenn es nicht die Partnerwerkstatt ist, sind in jedem Fall 500€ mehr Selbstbeteiligung fällig. Denen ging es also gar nicht um das Einsparen von Kosten, das ja auch im Sinne der Versicherungsnehmer (bei geringeren Gesamtkosten müsste die Versicherungsprämie sinken) wäre. Sondern einfach darum, die einmal geschlossenen Verträge mit Werkstätten (ein Schelm, wer hier an Vorteilsnahme denkt) buchstabengetreu zu erfüllen.

Dann haben wir bei 500.- Euro erhöhter Selbstbeteiligung (insgesamt hätte die Reparatur bei uns 470.- Euro gekostet) das doch gelassen – die Scheibe lag dann sehr, sehr lange bei uns im Lager oder liegt heute noch dort …

…wie schon gesagt, wir werden keine Versicherung schlechtreden, auch nicht die HUK. Aber bitte, meine Empfehlung an alle Autofahrer: ganz genau anschauen und erklären lassen, welche Bedingungen beim Abschluss der Kfz-Versicherung als Grundlage genommen werden. Am besten wäre ein Toyota natürlich ohnehin bei der Toyota-Versicherung aufgehoben. Weil er dann auch bei Toyota repariert wird. Sicher. Und mit Garantie.

Natürlich können wir auch einige Versicherungsfachleute empfehlen, die ordentliche, vernünftige Verträge guter Assekuranzen vermitteln, auch ohne Werkstattbindung.

Hier ein paar mehr Infos zu den Kasko-Select – Bedingungen:

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