Car Multimedia. Segen oder Teufelszeug?

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Immer wichtiger, immer mehr Funktionen. Wie viele Autokäufer können mit den neuen Geräten überhaupt umgehen?

Wieviel der eingebauten Möglichkeiten nutzen?

Wer kann das alles erklären und überblicken? Ich gebe zu: bis vor kurzem habe ich nicht gewusst, das es einige verschiedene Bluetooth-Profile (Verbindungs-Protokolle) gibt, die regeln, in welcher „Sprache“ die Geräte miteinander kommunizieren. Zum Beispiel für Bluetooth-Audiostreaming direkt auf die Fahrzeug-Stereoanlage. Und dass dadurch verschiedene Funktionen eben möglich oder nicht möglich sind. Wo, in welchem Mobiltelefon,  was verbaut ist, wissen oft nichtmal die Telekom-Verkäufer – die Angaben sind nur auf der Hersteller-Homepage zu finden.

Eine Funktion, die z.B. mit einem Apple-Handy (aber nur ab Version 4) einwandfrei funktioniert, geht mit einem nigelnagelneuen Nokia-Gerät überhaupt nicht. Beim nächsten Auto, das eingebaute Gerät des gleichen Herstellers sieht sehr ähnlich aus, funktionieren plötzlich beide. Und im nächsten Auto ist es genau umgekehrt, ein Nokia funktioniert und das Apple nicht. Warum ganz genau das so ist, kann auch keine Hotline klären – ich hab das selber erleben müssen.

Die Autofahrer haben da auch einen sehr stark differierenden Wissens – bzw. Nutzungsstand:  So kann es gut vorkommen, am gleichen Nachmittag einen Kunden zu beraten, der Internet per WLAN-Hotspot im Auto zum Betrieb seines Druckers im Kofferraum will (weil er da als Aussendienstler per iPad seine Bestellungen gleich beim Kunden vor Ort ausdrucken will) – und gleich darauf kommt ein Autofahrer, der es nicht mehr schafft, bei seinem Draufdrückbildschirm zurück zum UKW-Radioempfang zu wechseln – nachdem seine Frau versehentlich mit dem Handrücken drangekommen ist und auf Mittelwelle umgeschaltet hat.

Mittlerweile sogar bei Kleinwagen verfügbar, beim Toyota Yaris in vielen Versionen serienmässig dabei: die wahrscheinlich nützlichste Erweiterung des Draufdrückbildschirms im Auto – eine Rückfahrkamera. Die hilft auf jeden Fall, Schäden und Unfälle zu vermeiden.

Wobei es auch hier Menschen gibt, die das Bild nicht „zuordnen“ können – eine Aussage: „wenn ich jetzt rückfährts fahre, ist ja links und rechts vertauscht, ich schau jetzt ja vorwärts“.

Also auch nicht so einfach.

Ein „Must-have“: eine Bluetooth-Freisprechanlage. Wenn es auch jetzrt noch einige Leute gibt, die kein entsprechendes Telefon haben und nutzen, wird das in ein paar Jahren sicher zum allergrössten Teil vorausgesetzt. Wohl dem Gebrauchtwagen, der dann darüber verfügt – und das Ganze auch noch bedienungsfreundlich und zukunftssicher (jetzt sind wir wieder bei den Bluetooth-Profilen) verpackt. Restwert, ich hör Dich wachsen …

Wenn dann noch der nächste Kunde kommt, der in seinem RAVv4 Baujahr 2001 damals ein Navigationssystem eingebaut bekommen hat, das Ding in den ersten paar Monaten ein paarmal nutzte und jetzt, heute, in 2014 mit seiner alten Tante in die Klinik in der großen Stadt fahren will: „Bitte stell mir das Ziel doch mal kurz ein, Du kannst das sicher, ich find keine Anleitung mehr …“ dann gehts mir schon auch  so, dass ich da steh wie der Ochs vorm Berg. Aber bisher haben wirs noch immer geschafft. Wie das mit der Vielfalt der aktuellen Geräte in ein paar Jahren aussieht, bin ich ja mal gespannt. Mal sehen, ob meine eingebaute Festplatte mit der Entwicklung Schritt halten kann.

 

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Garantie – was muss dafür getan werden? Bürokratie oder notwendig

Ach wenn das jetzt langweilig klingt:

Grundsätzlich steht das im Serviceheft unter den Garantiebedingungen.

Die Benutzung soll „bestimmungsgemäss“ sein, also sind Motorsportveranstaltungen, Benutzung im Gelände bei einem normalen PKW und andere Dinge ausgeschlossen.

Ein gewisses Mass an Pflege durch den Benutzer/Besitzer ist auch Voraussetzung. Zum Beispiel muss das Fahrzeug regenmässig gereinigt werden – zumindest von aussen.

Beim Service oder der Inspektion werden durch die Werkstatt dann auch Sachen gereinigt, die man so von aussen nicht sehen kann, zum Beispiel die Abgasrückführung bei einem moderne Dieselmotor:

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Werden die Kohlenstoff-Ablagerungen nicht entfernt, funktioniert das System irgendwann nicht mehr – der Motor geht ins Notlaufprogramm, das Auto ist nicht mehr benutzbar.

Wenn trotz durchgeführter, durch den Hersteller empfohlener Wartungen doch etwas defekt wird, leistet der Hersteller über seinen Händler Ersatz für die Kosten der defekten Teile und die Einbaukosten. Oft sogar für die Mobilität während der Reparaturzeit (Ersatzfahrzeug)

Und hier schliesst sich der Kreis mit den Kosten und dem höheren Wert eines scheckheftgepflegten Fahrzeugs:

Nach Ablauf der Garantiezeit sind alle Leistungen absolut freiwillig – der Hersteller leistet Kulanz. Ganz genau wird nun geschaut, wie genau die empfohlenen Servicearbeiten – auch nach der offiziellen Garantie – durchgeführt wurden. Wenn das nicht der Fall ist und/oder nicht vom Vertragshändler gemacht wurde, dann gibts auch keine Kostenbeteiligung. Punkt. Dafür werden scheckheftgepflegte Fahrzeuge oft um so großzügiger behandelt – bei ungewöhnlichen Defekten auch nach 4,5, oft sogar nach 7 Jahren.

Eine Besonderheit sind die Gebrauchtwagengarantien: Hier wird ein Versicherungsvertrag mit dem Käufer geschlossen, in dem steht, was am Fahrzeug funktioniert und wie viel davon im Falle eines Defektes vom Garantiegeber bezahlt wird. Hier ist die Wartung nach Vorschrift bzw. Vereinbarung absolute Bedingung, hier wird auch eine lückenlose Wartungshistorie verlangt und nur minimale Abweichungen bei der Einhaltung von Fristen und Intervallen toleriert.

Das ist der Grund, warum ein scheckheftgepflegter Gebrauchtwagen einem Händler meist mehr „wert“ ist: das Reparaturrisiko und damit das Kostenrisiko ist viel niedriger.

Das war jetzt alles ein bissl langweilig, oder? Aber es geht halt um ziemlich große Summen, die man ganz schnell unbedacht „verbrennen“ kann.

Das nächste Mal wird’s wieder lustiger, versprochen!

Service, Inspektion und Co. – notwendig oder Geldschneiderei?

Jeder Autofahrer kennt es: Das kleine Heftchen im Auto, in dem die durchgeführten Kundendienst (Inspektions-)- und weitere Servicearbeiten an jeweiligen Fahrzeug mit Stempel dokumentiert werden.

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„Scheckheftgepflegt“ gilt bei Gebrauchtwagen oft als werterhöhend, zumindest als erwünscht.

Was ist da dran?

Helfen die nach den Vorgaben des Herstellers ausgeführten Servicearbeiten wirklich, die Betriebssicherheit zu gewährleisten?

Und wie ist das mit der Garantie?

Grundsätzlich sind zwei Aspekte zu unterscheiden:

Die Technik und die Wirtschaftlichkeit.

Jeder, der sich dafür interessiert und mit seinem GMV (gesunder Menschenverstand) darüber nachdenkt, dem ist klar, dass bei einem Verbrennungsmotor und dem Fahrgestell eines Autos einige Teile einem natürlichen, teilweise sogar gewollten (die Bremse z.B. funktioniert – ausser bei Hybrid-bzw. Elektrofahrzeugen – ausschliesslich durch Reibung von Teilen aneinander) Verschleiss unterliegen und entsprechend – in unterschiedlich langen Intervallen -ausgetauscht werden müssen. Das betrifft zum Beispiel das Motoröl, Filter für Ansaugluft und Innenraumluft, Kühlmittel für Klimaanlage und Motor, Hydraulikflüssigkeit zur Übertragung von  Brems- und Motorkraft und vieles andere mehr.

Dies sollte am allerbesten eine Vertragswerkstatt des entsprechenden Fahrzeugherstellers, aber natürlich auch eine sorgfältig arbeitende und gut organisierte Freie Werkstatt wissen. Entsprechende Informationen liegen EDV-technisch aufbereitet zwar nicht kostenlos, aber ohne grössere Schwierigkeiten zugänglich auch im Internet vor.

Hier gibt es schon den ersten wesentlichen Unterschied zwischen gut informierter Werkstatt und – egal wie kompetent – selber machen:

Im Laufe eines Produktlebenszyklus stellen sich beim PKW manchmal Dinge als wartungsbedürftig oder wenigstens zur Überprüfung notwendig erst dann heraus, wenn viele tausend Fahrzeuge im richtigen Einsatz unterwegs sind. Diese Informationen bekommt aber der „Selbermacher“ nie und geht so das Risiko ein, durch kleine, fehlende Handgriffe die Lebensdauer, Zuverlässigkeit oder im schlimmsten Falle sogar die Sicherheit seines Autos nicht auf dem aktuellen Stand zu haben.

Sehr wahrscheinlich also: Im besten Fall kostet das Selbermachen nur zusätzlich Geld, weil Teile kaputtgehen, die bei entsprechender Einstellung oder vorbeugender Untersuchung länger halten könnten. Oder vielleicht weil falsche, schlecht passende oder schlecht funktionierende Teile verwendet werden. Oder falsches Öl. Oder, oder.

Wirtschaftlichkeit und Technik kommen zusammen: Reparaturen werden minimiert und dadurch Kosten gespart.

Wer ein neues Fahrzeug hat und es innerhalb der Garantiezeit wieder verkauft, der ist fein raus? Im Prinzip ja. Allerdings wird ein Fahrzeug, das keine entsprechende Wartungshistorie hat, im Vergleich zu einem vom Vertragshändler gepflegten Auto einen wesentlich höheren Wertverlust erleiden, als die durch Kosten für die Inspektion gespart wurde. Warum? Demnächst hier.

Warm, wärmer, Autoheizung. Und schnell solls gehen.

Wer ins kalte Auto einsteigt und keine Standheizung hat, will natürlich möglichst schnell eine angenehme Temperatur im Innenraum.

Aber ganz egal, ob die Heizung manuell gesteuert wird oder ob eine Klimaautomatik für die Wohlfühltemperatur sorgt:

Es bringt nichts, den Heizungsregler bei kaltem Motor auf ganz maximale Temperatur zu stellen.

Erst wird das Wasser für den Motor aufgewärmt, dann erst öffnet das Thermostat und auch die Heizung bekommt von der Wärmeenergie  etwas ab.

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Die Klimaautomatik (oder automatische Heizungsregelung) macht das selbsttätig:

Das Gebläse wird erst dann auf höhere Leistung gebracht, wenn die Temperatur im Wärmetauscher des Fahrzeugs hoch genug ist, um den Innenraum effektiv zu erwärmen. Es bringt daher auch nichts, die Temperatur bei kaltem Motor höher einzustellen: er wird deswegen nicht schneller warm.

Also bei der Klimaautomatik die Temperaturregelung einfach immer auf „Wohlfühltemperatur), meist zwischen 20 – 23 °, einstellen.

28° oder mehr würde man mit  dicker Kleidung ohnehin nicht aushalten 😉

Noch wichtig: wenn eine Klimaanlage vorhanden ist, sollte diese auch im Winter immer wieder mal laufen. Zum einen funktioniert damit auch die Beschlagentfernung wesentlich besser und zum anderen wird die Zuverlässigkeit und der Anlage erhöht, wenn das im System befindliche Kompressoröl immer wieder mal durch die Leitungen gepumpt wird und damit die Dichtungen/O-Ringe geschmeidig hät. Das sichert auf längere Zeit die Dichtigkeit der Klimaanlage.

Was benutzt wird, funktioniert länger! Gilt auch in vielen anderen Bereichen – technische Dinge, die nur rumstehen, gehen einfach von selbst kaputt.

Im Prinzip geht alles.

Aber ohne Strom geht nichts. 

Dieser Spruch gilt auch für das Auto – und hier im speziellen für die Starterbatterie, ohne die einfach gar nichts geht.

Moderne Batterien sind weitgehend wartungsfrei – haben aber dennoch kein ewiges Leben. Ganz im Gegenteil, durch immer mehr Elektronik im Auto sind die Stromspender stark belastet und geben oft schon nach wenigen Jahren den Geist auf.

Auch die Überprüfung der Akkus wird immer aufwendiger: ein einfaches Messen der Spannung reicht schon lange nicht mehr aus, um zu beurteilen, ob die Startsicherheit in der nächsten Zeit gegeben sein wird.

Hier mal der Ablauf eines ordentlichen Batterietests:

Erstmal muss klar sein, wo die Batterie eingebaut ist. Ein Profi weiß das, kann aber bei verschiedenen Fabrikaten auch schon mal ins Grübeln kommen. Eventuell müssen diverse Verkleidungen und/oder Abdeckungen demontiert werden.

Dann muss der Typ der Batterie erkannt und die Typangabe entschlüsselt werden. Es gibt zum Beispiel die Kapazitätsangaben in CCA, JIS, DIN, SAE, IEC oder EN-Norm. Die Angabe ist irgendwo auf der Batterie zu finden.

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In diesem Fall also JIS 115D31L.

Jetzt kommt 1500.- Euro teures Spezial-Testgerät zum Einsatz. Hier wird sofort nach dem Anschliessen die aktuelle Spannung angezeigt.

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Den korrekten Code eingeben, und die Temperatur der Batterie messen – das ist wichtig zur Kalkulation der Startleistung des Akkus.

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Der Test läuft an.

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Ein nicht ganz korrekte Funktion wird festgestellt.

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Zur Kontrolle müssen die Scheinwerfer eingeschaltet werden (das Gerät erkennt das), dann wieder ausgeschaltet – und ein erneuter Test erfolgt.

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Ergebnis: obwohl die Batterie ausreichend geladen ist, muss sie in diesem Fall für sichere Starteigenschaften erneuert werden.

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Der Ladezustand wäre ja noch in Ordnung – aber die Leistung wird nicht mehr reichen .

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Das Ergebnis kann gespeichert und auch ausgedruckt werden.

Das Ganze erledigen wir zu fast jeder Zeit und kostenlos.

Nicht ganz uneigennützig: Wir kommen auch am Wochenende, Feiertags oder Nachts zu unseren netten Kunden, wenn sie ein Problem haben. Wenn wir auf diese Art sicherstellen können, dass kein Auto startunfähig liegenbleibt – können wir auch im Bett liegenbleiben. Und allen geht’s besser.

Eben besser bewegt.

App und zu wundert man sich

IMG_3109Was es nicht alles gibt.

Eine Spritspar-App von einem Chemieunternehmen fürs Smartphone – auch im Internet zuhause kann man das Ding probieren. Was soll man jetzt davon halten?

Ich habs natürlich getestet.

Bisher keine Bewertung vorhanden. Hmm, obwohl darauf ja auch kein Verlass ist, doch ein komisches Gefühl. Ob das was taugt?

Download und Installation waren problemlos.

Jährliche Fahrleistung, aktuellen Spritpreis und Durchschnittsverbrauch des Autos (den kann man realistisch selber angeben oder den prüfstandsermittelten Verbrauch aus einer Fahrzeugliste asuwählen) eintippen – und schon kommts:

Wenn jetzt auf meinem Prius Reifen der Effizienzklasse B statt der Klasse E montiert sind, dann liegt das Sparpotential bei 103.- Euro pro Jahr. Sagt die App. Der Umwelt bleiben 152 kg CO2 erspart – weil ich 65 Liter Sprit einspare.

Und auf der nächsten Seite der App: Wenn die Reifen der Klasse B um 30.- Euro pro Stück teurer sind als die E – Reifen, dann lohnt sich das nach 14 Monaten bzw. 27800 gefahrenen Kilometern. Das find ich jetzt mal interessant. Und dann kan man noch ausrechnen lassen, wieviel man für zusätzliches Gewicht im Auto und den Luftdruck der Reifen ausgibt – bzw. was man durch Optimierung hier noch sparen könnte.

Also doch ein schönes Spielzeug.

Wer es selber probieren will: einfach der der TÜV-geprüften „App.green-mobility“ suchen. Kostet nix und könnte nur was bringen.