Kalt wirds! Tips zur automobilen Überwinterung.

Das macht erstmal in Sachen Automobil fast gar nix aus. Erst dann, wenn man das Auto bei Kälte auch fahren will, sollte man verschiedene Dinge beachten.

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Als erstes und allerwichtigstes die Funktionsfähigkeit. Damit durch Frost keine Schäden entstehen, muss im Kühlwassersystem des Motors ausreichend viel Frostschutzmittel beigemischt sein. Dies kann man an der Tankstelle messen lassen  – …  wenn das noch eine Tanke aus dem vorigen Jahrtausend ist und an der Theke nicht nur eine Bockwurstverkäuferin steht, die auch den Sprit kassiert. Tschuldigung, ich schweife ab. Weiter. Auch die Scheibenwaschanlage sollte genug Frostschutzmittel intus haben. Wenn dann schonmal die Motorhaube offen ist, auch gleich noch den Ölstand kontrollieren und nachsehen, wann der letzte Ölwechsel war – wenn da wieder einer fällig ist, ist jetzt die richtige Zeit! Frisches Leichtlauföl macht dem Motor, dem Anlasser und der Batterie im Winter das Leben leichter.

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Apropos Batterie: wenn das Auto nicht allzu modern ist und seinen Akku irgendwo unter der Rücksitzbank oder im Kofferraum versteckt hat, kann man da auch einen Blick drauf werfen. Einen kurzen Batterietest gäbs auch an der Tan … nein, gibts tatsächlich kostenlos beim FTH (freundlichen Toyota Händler).

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Als zweites die Sicherheit. Weil man auch auch fahren will. Da gibts eine Werbung, die bringt es auf den Punkt: das einzige Sicherheitssystem, das tatsächlich mit der Straße verbunden ist und alle, sämtliche Kräfte beim Beschleunigen, Kurvenfahren, Bremsen und so weiter übertragen muss und kann, sind die Reifen. Wenn ein Auto ein älteres Baujahr hat, wird die Fahrsicherheit nicht automatisch besser. Ein Auto sammelt ja keine Lebenserfahrung. Darum ist es einfach nicht verständlich, dass ältere Autos immer billigere und schlechtere Reifen bekommen – vor allem im Winter! Also bitte: lasst ordentliche Winter-Reifen auf Eurer Auto machen. Die Beratung vom Profi ist meistens kostenlos. Die Profiltiefe der Winterreifen sollte beim Wechsel mindestens 5mm betragen – weil unter 4mm gelten die Reifen, ganz unabhängig von der Markierung und Schneeflockensymbol, zum Beispiel in Österreich nicht mehr als Winterreifen. Man fährt ja auch ein paar tausend Kilometer übern Winter und das verursacht entsprechend Verschleiss – also, darum beim Wechseln mindestens 5mm Profiltiefe. Wer mit den sogenannten „Allwetterreifen“ unterwegs ist (die haben auch M+S – bzw. Schneeflockenmarkierung), sollte sich darüber im klaren sein, dass bei extremen Verhältnissen seine Pneus in Sachen Haftung den Spezialisten nicht das Wasser reichen können. Also im Zweifel vorsichtiger fahren – und ebenfalls mindestens 5mm Profilgummi beachten.

Die Türschlösser: bitte auch dran denken. Ja, ich weiß, kaum jemand sperrt mehr mit dem Schlüssel auf. Aber sollte bei extrem niedrigen Temperaturen die Fahrzeug- oder Schlüselbatterie zusammenbrechen, dann ist es doppelt blöd, wenn auch das Schloss nicht funktionsfähig, weil eingefroren, ist. Im besten Falle wird die Türöffnung dann zeitaufwendig. Kann aber auch richtig teuer werden.

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Das war die Pflicht – als Kür kommen die optischen Angelegenheiten. Wer jetzt den Lack perfekt reinigt und versiegelt, der schützt das Blech nicht nur vor dem Verlust des Glanzes, sondern vermindert auch die Anhaftung von Schmutz und Flugrost. Der Frühjahrsputz geht in ein paar Monaten dann um so leichter. Wenn das Auto schon ein bissl älter ist und der Original-Rostschutz am Fahrzeugboden sich schon verflüchtigt hat, dann sollte man hier nachbessern (lassen). Das Salz im Winter auf den Strassen bedeutet extreme Rostgefahr fürs Blech! Löcher im Boden sieht der Inschenööör bei der Hauptuntersuchung gar nicht gerne. Wer das alles nicht selber machen will oder kann – für den gibts ja immer noch den FTH. Weil die Tankstelle machts vermutlich nicht mehr …

Rallye Re-Revolution

Zurück, knapp 40 Jahre:

Brüllende 2,0-Liter – Vierzylinder kämpfen um die Rallyesiege, ein paar Porsches und Lancia mit Sechszylindern waren auch dabei. Ford, Fiat, Opel, Peugeot, Datsun, Toyota und einige andere – immer spektakulär und am Limit.

Die Action steht jetzt wieder auf:

Der GT86 betritt die internationale Rallyeszene!

 

Lauter Verrückte. Bei Euch gefällts mir.

Natürlich positiv verrückt. Nach Fahrspass. IMG_1289 Gt86drivers / Autohaus Ströher Treffen 12.07.2014   Am Samstag, 12.07.2014 fand das erste forumsweite, Toyota GT86 / Subaru BRZ – Treffen statt. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Südfrankreich.   Wie kam es dazu? Die ersten Gespräche wurden schon vor einem Jahr geführt. Die Mitglieder des gt86drivers.de – Forums wollten sich endlich mal im richtigen Leben treffen, nachdem sie schon 2 Jahre gemeinsam über ihr grosses gemeinsames Hobby, das beste Fahrspassauto der Welt, dem Toyota GT86/Subaru BRZ, sprechen, diskutieren, streiten, sich austauschen, Tipps weitergeben …   Es gab einige „Eifel-Treffen“, Eifel 1.0 – 5.0, bei denen aber fast ausschliesslich die Ausfahrt im Mittelpunkt stand. Beim Forumstreffen sollten sich die Mitglieder jedoch möglichst zwangslos kennenlernen und miteinander austauschen.   Nach diversen Vorschlägen, die entweder an der Grösse der Location, dem Fehlen eines „Kümmerers“ oder anderen Problemchen scheiterten, hab ich dem Moderator Fox schliesslich vorgeschlagen, das Treffen in seiner Heimat, im Bayerischen Wald / in der Region St.Englmar (der Heimat von Rallyelegende Walter Röhrl) durchzuführen. Ein entsprechend großer Parkplatz an einem Skilift ist vorhanden und gut zugänglich, Hotels und Pensionen jeglicher Kategorie und Landstraßen mit tausenden von Fahrspaßkurven sind vorhanden. IMG_1342 Es waren nicht gleich alle begeistert – schliesslich bedeutete die Lage im bayerischen Wald eine Anfahrt von 600km und mehr aus Berlin, Hamburg oder Köln. Aber schließlich stand der Termin, und die Planungen gingen in die heiße Phase. Die Leute meldeten sich über das Forum an, eine Hotelliste mit empfohlenen Unterkünften und Anreisestrecke wurde veröffentlicht, eine über 70km- Strecke mit Pausemöglichkeiten und Zwischenverpflegung ausgearbeitet– richtig viel Arbeit für die Moderatoren. Die Gespräche mit Hotels und die Organisation des Rahmenprogramms zog sich über Wochen hin.   Es stellte sich schnell heraus, dass viele Leute einen Tag eher anreisen wollten. Warum also den Abend vorher nicht schon gemeinsam etwas unternehmen, zumindest zusammen essen gehen?   Aus 5-7 Abendessen-Teilnehmern wurden schnell 15, 20, 30, 40, sogar 50 Personen! In der direkten Nähe unseres Autohauses wurde von mir kurzerhand ein Lokal exclusiv für die GT86drivers reserviert.   Die ersten Moderatoren kamen am Freitag gegen Mittag bei uns an. Nach dem Beziehen der Unterkünfte wurde die Gelegenheit genutzt, die Locations zu besichtigen und die Strecke ein erstes Mal mit mehreren Autos im Konvoi abzufahren – und die Korrektheit der Navigationsangaben zu testen, die vorher nur von mir ausprobiert wurden   Gerade rechtzeitig kamen wir wieder nach Neukirchen zum Autohaus zurück, um den „Schwung“ der Freitagsanreiser in Empfang zu nehmen. Der Ausstellungsplatz von  unserem Autohaus Ströher war zuvor vollständig leergeräumt worden, es war also zeitweise ein ausschliessliches GT86-Autohaus – mit weit mehr als 30 GT86-Fahrzeugen! IMG_1329 Das Abendessen – Buffet im reservierten Lokal wurde für reichlich Benzingespräche benutzt – man lernte sich schon besser kennen!   Am Samstag morgen ging es dann richtig los:   Ab ca. 9:30 Uhr  trafen die Teilnehmer am Parkplatz in Grün bei St.Englmar ein. IMG_1331 Es war ein separates Areal für die Teilnehmer der „Auto-Schönheitskonkurrenz“ reserviert, von denen jeder Teilnehmer mit seiner Stimme seinen Favoriten wählen konnte – das Ergebnis sollte bei der Abendveranstaltung bekanntgegeben werden. IMG_1355 Das Wetter war etwas neblig, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Nach und nach trafen über 70 Fahrzeuge ein! Beinahe unglaublich, dass kaum zwei gleiche Fahrzeuge dabei waren, obwohl es immer das gleiche Modell ist – beinahe jeder hat sein Auto individualisiert, mit anderen Felgen, Folierung, Sportauspuffanlagen, sogar Kompressor-Kits und viele andere Dinge konnten bestaunt werden! Mit dabei auch der Vorfahre der GT86, ein CorollaCoupe AE86! IMG_1340 Der deutsche Toyota-Importeur war mit zwei Fahrzeugen vertreten, und die TDG-Teilnehmer Achim Weitzel und Holger Krug konnten die direkten Stimmen aus dem „Volk“, nicht die Meinung der Händler, mal direkt hören. Sie verteilten an die Teilnehmer jeweils einen wertvollen Sportwagen-Band über den GT86 und seine Vorgänger – worüber sich die Teilnehmer sehr gefreut haben! IMG_1333 Ebenso bestand die Möglichkeit, über Ströher von Toyota Deutschland zu absoluten Sonderpreisen gesponsorte TRD-Tuningteile zu erwerben – wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Presseabteilung von Toyota Deutschland! IMG_1378 Superpünktlich und diszipliniert ging es um 12:00 Uhr auf die Strecke, wobei natürlich durch die über 70 Sportwagen große Aufmerksamkeit in der ganzen Region erregt wurde. Nach einer kurzen Pause an einem schönen See ging es an ein weiteres Highlight: nach Aussenfarben sortiert trafen die GT86drivers am Flugplatz Arnbruck ein, der – nochmals vielen Dank dafür – die Startbahn für ein sensationelles Fotoshooting zur Verfügung gestellt hat! Es war, wie gesagt, bis dahin ein trüber, ein nebliger Tag – aber in den Minuten, die es dauerte, die  Fahrzeuge auf der Landebahn zu plazieren, kam die Sonne heraus und strahlte mit den polierten Boliden um die Wette – es war wie im Traum! Aus allen Perspektiven boten die Fahrzeuge ein äusserst beeindruckendes Bild, das auch mit Hilfe einer Drohne festgehalten wurde.   IMG_1403 IMG_1402 Dort waren auch zwei Subaru-Rennfahrzeuge ausgestellt, die BRZ-Fahrer nutzen natürlich die Gelegenheit, sich mit den ganz heissen Geräten ablichten zu lassen. IMG_1408   Die Landebahn wurde wieder für die Flugzeuge geräumt und eine angenehme, ruhige Pause auf der Sonnenterrasse oder einfach beim Gespäch mit anderen „86ern“ eingelegt. IMG_1411 Am Nachmittag wurde dann die äusserst kurvenreiche Strecke zurück Richtung Grün/Maibrunn in Angriff genommen und die Fahrt genossen. Ein gemeinsamer Besuch des „Waldwipfelweg“ Maibrunn beschloss den Nachmittag – nicht, ohne zuvor von Toyota Deutschland noch mit GT86-Poloshirts, Stressbatterien, Kappen und anderen Merchandise-Artikeln reichlich bedacht zu werden. Ab 19:00 Uhr traf man sich dann zu einem, nunja, schon fast noblen Grillbuffet, bei dem über 100 Personen wieder einmal an diesem Wochenende ein komplettes Lokal in Beschlag nahmen. Ganz unterschiedliche Menschen haben sich hervorragend verstanden, vielleicht sind sogar einige richtige Freundschaften entstanden. Unglaublich, was für Leute alles dabei waren: das Ehepaar, bei dem jeder seinen eigen GT86 fährt genauso wie die Familie, die zu viert mit dem Sportwagen anreist und gleich noch einen Kurzurlaub anhängt. Der Hubschrauberschrauber aus Südfrankreich, der EDV-Unternehmer aus Wien oder der Programmierer aus Hamburg – alle freundlich, neidlos und mit einem Lächeln im Gesicht. Alle haben die Stimmung genossen! Und ehrlich waren sie auch, die über 90% GT86-Fahrer: den Schönheitswettbewerb gewann ein – IMG_1336 Subaru BRZ, der mit einer unglaublich schönen Folierung aufgewertet und ansonsten relativ dezent getunt war. Sein Besitzer hat jetzt noch mehr Arbeit: er bekam einen kompletten Tamiya RC-Car-Bausatz inklusive Fernsteuerung als ersten Preis mit nach Hause, damit er sein Fahrspassgerät jetzt auch im Masstab 1:10 geniessen kann. Die weiteren Gewinner freuten sich über ein Fahrzeugpflegeset oder Modellautos, die mit Unterstützung des Toyota Versicherungsdienst bereitgestellt worden sind. Den letzten Teilnehmer haben wir heute, am Mittwoch, verabschiedet – er hat immer noch die Kurven in seinem GT86 genossen, mit seiner Frau. Die Beiträge im Forum lassen auf zwei Dinge schliessen: es hat wirklich allen oder fast allen gefallen. Und: eine Wiederholung scheint nicht ausgeschlossen.  

Geständnisse eines Süchtigen – ist es wahre Liebe?

Tatsächlich wird das hier nicht nur ein Fahrbericht. Beim Prius hab ich geschrieben, es geht um eine „kleine Liebeserklärung“. Der Prius macht mir Spaß und ich bin mir sicher, gleichzeitig vernünftig und verantwortungsvoll gegenüber der Umwelt und im Sinne meiner Kinder zu fahren. Eigentlich reicht das ja aus, für alle automobilen Bedürfnisse. Eigentlich. Wenn da nicht die zweite Seele wäre, die in meinem Körper wohnt. Und die ist einfach ein kleiner Redline-Junkie.

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Genau für die gibts den Toyota GT86: Wer mit dem Auto fährt, um von einem Ort zum anderen zu kommen, kann jetzt aufhören zu lesen. Das geht mit dem GT86 zwar auch, aber wer keinen Spaß am Fahren an sich hat, für den wird sich die Faszination dieses Fahrzeugs ohnehin nicht erschliessen. Denn nur darum gehts: um die Liebe am Spüren des selbst-verantworteten Fahrens, das Gegenteil des kürzlich vorgestellten lenkradlosen Google-Autos. Spüren der Fahrbahn, der Rückmeldung der Lenkung, der Unebenheiten der Strasse und darauf richtig und schnell zu reagieren.

Als Abstandsradar hat man zwei Augen, auf visuelle Störungsmeldungen reagieren Beine, Füsse, Hände: selber bremsen und lenken. Das Lenkrad ist frei von Knöpfen und Schaltern und hat nur die Aufgabe, den Fahrer über die Lenkung mit der Strasse zu verbinden. Wer Rückenprobleme hat, muss diese vor der Fahrt lösen – ein GT86 wird keine Massagesitze bekommen. Keine Kameras, die vor dem Auto die Fahrbahn abtasten. Keine Totwinkelsensoren oder automatische Einparksysteme.

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Kein Monstermotor, kein Turbolader, kein Ladeluftkühler: Der GT86 hat einen ganz „normalen“ 2,0-Liter-Saugmotor in Boxer-Anordnung, der einen sensationell niedrigen Schwerpunkt ermöglicht. Wer sportliches Fahrerlebnis nur mit Beschleunigungswerten und Höchstgeschwindigkeitsangaben (die meisten der heutigen „sportlichen jungen Fahrer“ sind ja Turbo- und Dieselverwöhnt) nachmisst, der kann jetzt auch aufhören zu lesen – da muss und will der GT86 gar kein Rekordjäger sein.

Stattdessen: Fokussierung auf Beherrschbarkeit und Handling, ehrliches Fahrverhalten und ungefilterte Rückmeldungen. Dieses Auto lässt mich machen und gibt mir nicht nur das Gefühl, der Herr der Lage zu sein – sondern macht mich zum aufmerksamen Fahr-Erlebnis-Geniesser!

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Ganz ehrlich: wenn es den GT86 nicht gäbe, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch bei Toyota wäre und sich mein Leben – auch beruflich – wesentlich anders laufen würde. 2005, 2006 war der „Frust“ bei mir ziemlich gross. Einstellung aller bezahlbaren Spassautos bei Toyota, ausser dem Hilux. Kein MR2 mehr, kein Celica. Alle neuen Autos mit Frontantrieb, keine fahrspassrelevanten Neuentwicklungen. Persönliche Fahrspass-Sinnkrise. Arbeiten nur wegen des Geldes und um die Familie zu versorgen – wars das jetzt? Bis ich davon gelesen habe, dass Toyota in Zusammenarbeit mit Subaru plant, einen legitimen Nachfolger für den AE86 zu entwickeln. Von dem Moment an hab ich auf die Vorstellung des Autos gewartet. Danke für das, was dabei rausgekommen ist, Tada-San! Für die nicht-so-Insider:  Tetsuya Tada ist der Chefkonstrukteur des Projekts.

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Als ich den GT86 dann, Anfang August 2012, auf dem Nürburgring erstmals selbst erleben durfte, wars geschehen. Er ist es! Ganz genau und absolut. Tim Schrick- ein Rennfahrer und Autotester – hat in einem Fernsehbericht sinngemäss gesagt: Ich wüsste nicht, was ich spontan dran ändern würde. Das seh ich auch so. Oder so ähnlich.

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Gibts eigentlich noch die Leute, die in den 80 ern selbst aktiv Motorsport betrieben haben – zum Beispiel im nationalen Slalom/Rallye/Bergrennsport oder das heute noch tun?

Habt ihr nicht auch – wie ich heimlich – neidvoll auf die heissen 2-Liter Opel C-Kadett geschielt? Waren die Dinger geil! Die in-etwas-Daten kennt jeder heute noch. Und jetzt zum Vergleich der GT86: auch ein 2-Liter-Saugmotor, der 7400U/min dreht und dabei 200PS freisetzt. Wenig Gewicht (grad mal 1200kg), Heckantrieb und eine Sperre, die richtig gut und dauerhaft funktioniert! Klingelts schon? Annähernd ausgeglichene Gewichtsverteilung. Kleines Lenkrad und direkte Lenkung. Und, noch besser als früher: genial schaltbares 6-Gang-Getriebe mit geringen Drehzahlsprüngen. Die ersten drei Gänge sind über einen Dreifach-Konus synchronisiert, und schwimmende Lager sorgen für knackige und dennoch leichtgängige Schaltvorgänge. Die Koordination mit der Kupplung ist wieder Aufgabe des Fahrers – Konzentration ist notwendig. Das alles im Vergleich zu früher absolut standfest und im Alltag problemlos zu bewegen. Schwerpunkt nur 46cm über der Fahrbahn – das ist in etwa das Niveau eines Ferrari 458!

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Wenn wir grade bei der Technik sind: beim Erforschen des fahrdynamischen Limits ist es absolut notwendig, dass auch die Reaktionen auf Gaspedalbewegungen spontan und unmittelbar erfolgen. In Zeiten von Euro5-Abgasnorm verfügen fast alle Autos über ein elektronisches Gaspedal, das eine gewisse Verzögerung zwischen der Bewegung des Pedals im Fussraum und der entsprechenden Reaktion im Motorraum durch das Bewegen der Drosselklappe per Stellmotor bedingt. Bei den meisten Autos hat man den Eindruck, die Elektronen in den Übertragungskabeln müssten sich immer erstmal gegenseitig aufwecken, um dann letztlich den Wunsch des Fahrers weiterzugeben. Nun, die Elektronen des GT86 benehmen japanisch-traditionell sich äusserst diszipliniert: unmittelbar und ohne spürbare Verzögerung erfolgt jegliche Reaktion. Wie auch bei der Bremse und der Lenkung.

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In Testberichten liest man manchmal, er hätte zu wenig Leistung für einen Sportwagen. Liest hier immer noch ein Turbo-Frontantriebs-Fan mit? Bist neugierig, oder? Okay, meine Meinung dazu: In den allermeisten Ländern Europas darf man auf relevanten Strassen (solche mit nennenswerten Kurven 😉 ) maximal 100km/h schnell fahren. Egal, wie eng die Kurve war und wie mit welcher Querbeschleunigung man in ihrem Verlauf Spaß hatte: Innerhalb maximal 4 oder 5  Sekunden ist man mit dem serienmässigen GT86 in dem Geschwindigkeitsbereich, der beim Erwischt-werden zum Entzug der Fahrerlaubnis führt. Wie viel schneller soll denn noch sein? Und dort, wo man darf (auf Rennstrecken): ich kann nur für den Nürburgring und die Nordschleife sprechen. Bestimmt bin ich kein Weichei in Sachen Fahren am Limit, aber wenn man mit über 200km/h am Schwedenkreuz ankommt und dort anbremst, ist das schon ein Bereich, der auch mein persönliches Limit ankratzt. Ein Profi-Rennfahrer mit einem Rennwagen wird darüber nur schmunzeln, aber ich kann ja damit nicht mein Geld verdienen, sondern will Spaß dabei haben. Nochmal zurück zum C-Kadett: ich werde mit dem GT86 in Zukunft bei nationalen Slaloms antreten und bin mir sicher, dabei viel Spaß zu haben. Gewinnen muss nicht sein, aber mal schauen.

Eine unglaubliche Vielfalt von Individualisierungsmöglichkeiten ist verfügbar: nicht nur Felgen, Räder, Auspuff, Fahrwerk – sondern auch andere, teilweise wirkungsvolle Verbesserungen wie Karrosserieverstrebungen, Aerodynamikteile, Optik-Tuning … Das Auto wurde so konzipiert, dass jeder seinen eigenen Traum verwirklichen kann. Und dabei möglicherweise eine enge Bindung zu seinem GT86 aufbaut. Denn die Gefühle, mit den man vom Fahrersitz eines GT86 aus einen übersichtlichen, leeren Kreisverkehr sieht und verlässt, gehören zu den allerbesten Erlebnissen im Leben – und können immer wieder wiederholt werden. Nein, das soll jetzt kein Aufruf zu unangepasster Fahrweise sein, drum ja ein leerer Kreisverkehr …

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Natürlich ist der GT86 vielleicht nicht unbedingt zum Fortbestand der menschlichen Zivilisation notwendig. Für mich persönlich aber schon. Zumindest, solange es irgendwie finanzierbar ist. Ist das jetzt schon ein Zeichen der Sucht? Natürlich könnte ich ohne den GT86 leben. Zu 98%. Aber, in den 2%, wenn der Schlüssel da liegt, der Tank voll ist und Kennzeichen auf dem Auto drauf sind – da geht es nicht ohne! Er ist in dem Moment mein Held, das absolut Beste, was ich mir auf der Strasse zu bewegen vorstellen kann. Mein voller Ernst! Mit noch mehr Leistung könnte ich nichts anfangen. In einem Cabrio hab ich immer beim schnellen Fahren ein blödes, unsicheres Gefühl. Klar gibts ja auch Porsche, Lamborghini und Co., die vielleicht genauso viele Emotionen hervorrufen. Allerdings: Mit einem wesentlich teureren Auto hätte ich Hemmungen, mal Richtung Limit unterwegs zu sein zu erkunden – der GT86 ist dafür einfach perfekt!

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Aggressiv? Macht das Alter was aus?

Wer in unserer Gegend wohnt (Niederbayern/Bayerischer Wald, Raum Deggendorf/Straubing), hat es in den letzten Tagen oft gehört und gelesen: es passieren auf der Autobahn A3 zwischen Regensburg und Deggendorf so viele Unfälle wie noch nie.

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Etwa 50, oder schon mehr, in den letzten Wochen. Leider mit Verletzten und auch Todesfällen unter den Beteiligten.
Das war noch nie da. Liegt das nur an den Baustellen, die derzeit auf der Strecke einrichtet sind?

Die gabs aber doch schon immer!

Auf der Strecke bin ich selbst natürlich auch, öfter mal. Auch mit Hilux und Anhänger – also mit höchstens 80km/h zuzüglich Mehrwertsteuer unterwegs. Dabei pass ich derzeit wieder ganz besonders intensiv auf, was die anderen Auto- und LKW-Fahrer so treiben.

Ein paar Autofahrer sind zu schnell unterwegs. Also schneller, als sie es in der Situation beherrschen. Sie können ihr Fahrzeug nicht gut genug einschätzen – haben es scheinbar nie gelernt. Fällt mir zum Beispiel auf, wenn ich in einer Baustelle mit verengten Fahrspuren trotz entsprechendem Verbot flott überholt werde, sich der Fahrer aber dann nicht am LKW vorbeitraut – obwohl der Platz reichen würde. Der LKW hält seine Spur kilometerweit auf 30cm genau – der Autofahrer fährt mal einen Meter weiter links oder rechts, vor allem bei höherer Geschwindigkeit. Er beherrschts also nicht, sein Gefährt. Oder konzentriert sich nicht genug, weil er am Navi/Touchscreen/Multimediaglumps spielen muss (mein Lieblingsthema )

Egal. Was ich aber eigentlich sagen wollte:

Mit fällt auf, dass mich die „Lichtdesign“-Tagfahrlicht-Scheinwerfer im Rückspiegel langsam nerven. Das sieht auf jeden Fall aggressiv aus, wenn da einer von hinten angeflogen kommt – ich komm mir vor wie aufgefordert: „Geh zur Seite!“  Der Fahrer des hinter mir fahrenden Autos meint das meistens nicht so, weil er mich sowieso nicht überholt. Aber ich fühl mich bedrängt. Viele Fahrzeuge haben da so ein böses Gesicht – Audi, BMW, Seat und andere mehr.

Sieht ja gut aus, wenn mans auf einem Foto anschaut oder einem so ein Ding entgegen kommt. Aber hintendran gefällts mir nicht. Wie gehts Euch da?

Kann es sein, dass dadurch sich auf der Autobahn mehr Leute bedrängt fühlen, vor allen in den Baustellen, und so zu unbedachten Fahmanövern neigen?

Falls das stimmt: demnächst wird die nächste Baustelle eröffnet, rechtzeitig vor der Reisewelle, bei der Autobahnraststätte Bayerwald. Und eine 50km lange Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt. Na Bravo. Hoffentlich hilfts – sonst werden die Versicherungen die Regionalklasseneinstufungen bei uns bald anpassen. Aber das ist ja ein abendfüllendes Thema, für ein anderes Mal.,