Das Rom – Experiment.

In diesem Film treten keine Schauspieler auf.

Es ist dennoch interessant, wie verschieden die gleichen Menschen gelaunt sein können, wenn sie die gleiche Aufgabe (nämlich Autofahren im Stadtverkehr) ausführen. Mit einem Unterschied.

Der Film HIER ist das Ansehen auf jeden Fall wert!

 

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Ticken Hybrid – Fahrer anders?

Mittlerweile gibts ja schon eine ganze Menge davon: die Autofahrer, die sich mit einem Hybrid-Fahrzeug in den täglichen Verkehr stürzen. Bei uns sind das mittlerweile deutlich mehr als 150, die wir betreuen !

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Was sind denn das für Leute? Haben die etwas gemeinsam?

Mir fällt auf: die allermeisten davon (Ausnahmen bestätigen wahrscheinlich die Regel) leben einfach sehr bewusst und denken drüber nach, was sie machen.

Es sind alle Berufssparten dabei – ja, auch die Schul-Lehrer. Die Leute haben ganz verschiedene Hobbies – aber viele haben etwas mit Genuss und Natur zu tun (Jäger, Segler, Radfahrer, Hundeliebhaber …). Ich glaube, es ist kein „militanter Grüner“ dabei.

Viele bewegen sich auch gerne ohne ihr Hybrid-Auto – das fällt mir richtig stark auf.

Natürlich sind welche dabei, die das sparsame Fahren als eine Art Sport betreiben und bei jeder Tankung den Verbrauch aufs letzte Zehntel nachrechnen.

Die allermeisten aber geniessen jede Fahrt mit dem Auto, freuen sich, dass es im Leerlauf keinen Krach und Gestank verbreitet und soooo schön sanft, gleichmässig und ruckfrei fährt. Und dabei richtig flott beschleunigt, wenn man mal richtig draufdrückt und überholen muss.

Wer will sich denn nochmal neu ins Autofahren verlieben? Über 6 Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben das schon gemacht!

Schaut mal HIER

 

 

Veränderung. Notwendig? Was macht Sinn?

Am 01. Mai 2014 treten die Änderungen des Bussgeldkataloges in Kraft, die Punktereform der Verkehrssünderkartei.

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Die Punkte werden getauscht – man hat jetzt zukünftig nur noch halb so viele.

Aber nicht zu früh freuen – der Führerschein ist auch schon bei 8 Punkten in allergrösster Gefahr!

Die Vergabe wird geändert.

Einen Punkt gibt es ab dann erst ab 60€ Bussgeld – allerdings nur dann, wenn das Vergehen für die Verkehrssicherheit relvant ist.

So wird z.B. ab 1. Mai trotz auf 80€ angehobenen Bussgelds keinen Punkt mehr für das Befahren einer Umweltzone ohne grüne Plakette vergeben – finde ich ja auch sinnvoll.

Allerdings gibts es mindestens einen schon bei 60€ für das Telefonieren am Steuer oder für den Verstoss gegen die Winterreifenpflicht. Das mit dem Telefonieren und überhaupt der Bedienung von irgendwelchen Geräten während der Fahrt ist ja eines meiner Lieblingsthemen: da werden Radios und Displays in Autos eingebaut, bei denen man zum Ändern der eingestellten Innenraumtemperatur ins zweite Untermenü wechseln muss – und dabei zwangsläufig hunderte von Metern im Strassenverkehr seine Aufmerksamkeit eben gerade nicht auf die Strasse richtet. Das darf aber sein? Man darf gespannt sein, ob es irgendwann entweder eine Vereinheitlichung von Bediensystemen für alle Fahrzeughersteller gibt (da glaube ich noch nicht dran) – oder ob es mal eine Vorschrift gibt, die eine intuitive Bedienung ohne grossen visuellen Kontakt zur Pflicht macht.

Ich verstehe nicht den Gefährdungs-Unterschied zwischen den Bedienen eines Mobiltelefons, das man in der Hand hält – und dem Tippen der Nummer auf dem Bildschirm, bei dem man auch von der Strasse wegsieht und oft auch noch die Sitzposition zum Erreichen des Eingabegerätes ungünstig verändert.

Naja, wenigstens sind die entsprechenden Freisprech-Geräte (meist mit Bluetooth-Technologie)  jetzt zumindest bei den meisten Neuwagen schon mit an Bord – und für alle, die auch beim Autofahren erreichbar sein wollen oder müssen, auch bei älteren Modellen nachrüstbar.

Mal sehen, was die nächsten Jahre bringen.

Am sichersten ist es, wenn man sich einfach an die Verkehrsregeln hält. Dann gibts auch nichts an einer Verkehrssünderkartei zu kritisieren.

Mehr Infos dazu gibts auch zum Beispiel hier beim ADAC: http://ow.ly/vNkeb

Die Sommer-Sohlen: hoffentlich nicht abgelatscht

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Reifen – die Sohlen des Autos

 

Was gibts da zu beachten?

 

Als erstes und wichtigstes: der Luftdruck.

Tendenziell lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Der für das jeweilige Auto und die Reifengrösse passende Luftdruck ist in der Bedienungsanleitung zu finden. 0,2-0,3 bar  mehr helfen oft, ein gleichmässiges Verschleissbild zu ereichen.

 

Die Profiltiefe:

Gesetzlich reglementiert, es müssen mindestesn 1,6mm sein. Dafür gibts auch die „Schleissanzeiger“ in den Profil-Längsrillen. Wenn die in der gleichen Höhe wie das Reifenprofil sind, dann müssen die Reifen entsorgt werden. Allerspätestens.

Es wird sich nicht lohnen, Reifen mit weniger als 3mm Profiltiefe am Saisonbeginn zu montieren. Bei Winterreifen muss es sogar noch ein bisschen mehr sein, damit sie auch z.B. in Österreich als Winterreifen auch anerkannt werden – mindestens 4mm! Wenn die Reifen beim Wechseln aber schon nur noch 4mm haben, dann ist die Gefahr doch recht gross, dass sie bei der Fahrt in den Winterurlaub dann darunter liegen und die Weiterfahrt untersagt wird.

Aber eben auch bei Sommerreifen muss Wasser auf der Fahrbahn vom Profil aufgenommen und verdrängt werden – das geht unter 3mm nur noch sehr schlecht. Ein kleiner Trick: Mit einem Euro kann man die Profiltiefe der Reifen überprüfen: Der Goldrand der Münze sollte verdeckt sein – dann sind’s vier Millimeter.

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Das Alter der Reifen:

ist nicht offiziell oder gesetzlich begrenzt, zumindest nicht beim PKW. Allerdings sind z.B. für bestimmte  Anhänger nur Reifen zulässig, die nicht älter als 6 Jahre sind. Warum sollten also auf dem Auto ältere Reifen gute Dienste leisten?  Das Herstellungsdatum kann man an der DOT-Nummer ablesen. „DOT 3803“ bedeutet beispielweise, dass der Reifen in der 38. Woche im Jahr 2003 hergestellt wurde. Unsere Empfehlung: älter als 8 Jahre sollten die Reifen in keinem Fall sein, auch wenn die Profiltiefe noch ausreicht. Der Laufflächen-Gummi verliert einfach die zur optimalen Haftung notwendige Elastizität.

 

Die Reifen – Größe muss natürlich auch mit den erlaubten Größen in der Betriebserlaubnis des Autos (oder der Sonderfelgen, da gibts dann eine extra-Betriebserlaubnis), oder der Eintragung in den Fahrzeugpapieren übereinstimmten. Auch auf den Lastindex und den Geschwindigkeitsindex achten: die Größe 205/55R16 91 H hat  beispielsweise die „91“ als Lastindex (je höher die Zahl, desto mehr kann der Reifen tragen) und „H“ als Geschwindigkeitsindex(„H“ steht für bis 210km/h).

Seit einiger Zeit gibt es das „Reifen – Label“. Hier muss man sich darüber im im Klaren sein, dass die drei gesetzlich verankerten Kriterien zwar wichtige, aber nicht die einzigen Leistungsmerkmale für einen Reifen sind. Einige Infos mehr gibts es dazu auch unter www.dasreifenlabel.de – hier gehe ich nicht weiter darauf ein.

Reifen – Tests sind eine nützliche Entscheidungshilfe – allerdings kann es natürlich auch hier Fälle  geben, in denen durch eine Interessenkollision Ergebnisse, sagen wir mal, optimiert werden – Stichwort ADAC. Am besten hat man einen Reifen schon einmal selbst „erfahren“ oder kann auf die Erfahrungen von jemanden zurückgreifen, der das schon getan hat. Genauso machen wir das auch.

Natürlich hat das Ganze auch eine sehr emotionale Seite:

Wenn man seinem Fahrzeug schöne Schuhe gönnt. Edel, agressiv, einfach nur groß oder besonders leicht: die Auswahl an Leichtmetallfelgen ist mittlerweile mindestens genauso groß wie an Reifen. Aber das ist dann ein anderes Thema.

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Auto – Frühjahr – putzen

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Jetzt ist es dann bald wieder soweit. An zwei Terminen im Jahr sollte man sich seinem Auto schon etwas intensiver widmen, auch wenn die Ansprüche an Wartung und Pflege moderner Gefährte geringer geworden ist. Einer davon steht vor der Tür- Zeit für den Frühjahrsputz!

Wie am besten dabei vorgehen?

Als erstes sollte der Lack mit einer gründlichen Vorwäsche, zum Beispiel mit Dampfstrahler und Bürste, von Ablagerungen und Streusalz befreit werden. Mit der flachen Hand sind am einfachsten punktuelle Unebenheiten in der Oberfläche spürbar: Harz, Teer – und Flugrost sind so aufzuspüren. Fast immer im Anschluss an die Radhäusern nach hinten und am Heck, unten an der Karosserie. Alle diese unschönen Verunreinigungen müssen weg! Mit Lackreiniger oder Flugrostentfernen kann man dem Dreck zu Leibe rücken. Aber wichtig: nach der Reinigung unbedingt wieder versiegeln, sonst bleibt der Dreck wieder leicht haften!

Die Einstiege sowie die Unter- und Innenseiten der Türen nicht vergessen!

Die Scheiben werden vor allem von innen ganz von selber dreckig: auch wenn nicht im Auto geraucht wird, entsteht ein Film, den man ganz einfach mit Glasreiniger und Küchentuch entfernen kann. Jetzt sieht die Umgebung gleich wieder viel schöner aus! Auch die Aussenseite der Scheibe nicht vergessen, und wenn man grad schon dabei ist: die Wischerblätter kontrollieren. Wenn da was schmiert, dann ist es höchste Zeit für einen Wechsel. Wenn schon Beschädigungen an der Gummilippe sichbar ind: sofort weg damit.

Dann weiter mit dem Innenraum:

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Alles raus, was da im Auto drinliegt! Also nicht nur die Fussmatten, sondern auch alle Ablagen und Kofferraum entleeren. Gründlich aussaugen, bei Nässe im Fussraum kann das Einlegen von Zeitungspapier gute Dienste leisten. Danach kann alles, was wirklich im Auto benötigt wird, wieder ordentlich eingeräumt werden. Den Rest gleich wegschmeissen oder in der Garage aufbewahren – jedes überflüssige Kilo kostet Sprit!

Ein kleiner Geheimtipp zum Innenraum, wenn es unangenehm riecht: eine Dose RedBull nicht ganz austrinken und die Dose mit dem Rest über Nacht im Fussraum stehen lassen. Hilft natürlich nur, wenn der Aschenbecher ordentlich ausgeleert und gereinigt wurde. 😉

Unter der Motorhaube sieht es auch nach dem Winter meistens nicht so gut aus.

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Wer da selber ran will, sollte sich allerdings auskennen: die Lanze des Hochdruck-Reinigers niemals direkt auf elektrische Komponenten halten, auch nicht auf Kabel-Steckverbindungen. Also lieber im Zweifel einen Profi ranlassen, hier ist schnell viel Schaden angerichtet.

Alles wieder sauber? Dann nur noch die Kunststoff- und Gummiteile reinigen und versiegeln, mit hochwertigen Pflegeprodukten ist es einfacher als mit „Baumarktware“, ein glänzendes Ergebnis zu erzielen. Die gereinigten Felgen / Räder auch versiegeln, damit weniger Bremsstaub haften bleibt.

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Oder, einfacher: Einen Fachmann machen lassen, Ärger, Anstrengung und kaputte Fingernägel sparen. Damit das Ergebnis richtig strahlend wird.

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Für uns macht das zum Beispiel www.mister-g.de

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Ein ganz besonderer Saft. Motoröl.

Im besten Fall kostet es einfach nur einiges, viel oder sehr viel Geld beim Ölwechsel.

Es kann aber auch sein, dass man sich als Autofahrer – je nach Anspruch des Autos – regelmässig und intensiv darum kümmern muss:

Das Motoröl. Was hat es überhaupt für Aufgaben?

Es muss Schmieren, klar. Die beweglichen Teile in Motoren bewegen sich mit sehr hoher Geschwindigkeit in äußerst engen Toleranzen. Die Additive zur Reibungsreduzierung im Motoröl bilden eine dünne, aber extrem belastbare Schicht, so dass sie problemlos übereinander gleiten können. Ohne diese Schutzschicht würde sich der Motor aufgrund der Reibung überhitzen und festfressen.

Öl muss Abdichten
Obwohl die Toleranzen z.B. zwischen Kolben und Zylinderwand extrem eng gehalten werden, entsteht ein winziger Spalt. Das Öl trägt dazu bei, diesen Spalt zu verschließen, und sorgt damit für die Aufrechterhaltung der Kompression und somit der Motorleistung.

Öl muss Kühlen
Eine weniger bekannte, aber ganz entscheidende Funktion des Motoröls ist seine Kühlfunktion. Es leitet die Wärme aus den heißeren Motorbereichen ab.

Öl reinigt den Motor von innen
Die im Öl enthaltenen Reinigungsadditive tragen dazu bei, die Bildung von Ablagerungen auf heißen Flächen zu verhindern. Dadurch bleibt der Motor innerlich länger sauber.

Öl schützt vor Rost
Ja, klar. Die Brennvorgänge im Motor erzeugen Säuren, die zu Rost und Korrosion führen können. Motoröl enthält spezielle Additive, die in der Lage sind, diese Säuren zu neutralisieren und damit Rost und Korrosion zu beseitigen.

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Kann man da alles nehmen? Geht das billige vom Baumarkt  – ein Liter 3 € -, oder muss es das von der Tankstelle zum fast zehnfachen Preis sein?

Worauf kommts überhaupt an?

Wie so oft, gibt es keine pauschalen Antworten. Hängt immer von den Anforderungen ab.

Baumarktöl muss nicht immer schlecht sein, aber das billigste wird sicher nicht die hohen Anforderungen erfüllen, die an ein PKW-Öl heutzutage gestellt werden.

Ich war vor ein paar Monaten bei einem richtigen „Motorölseminar“ und muss zugeben, dass ich 25 Jahre lang immer nur Halbwissen verkauft habe – obwohl ich immer noch nicht behaupten möchte, jetzt ein Spitzenexperte zu sein.

Der Bereich ist unglaublich umfangreich, was es da alles zu beachten gibt!

Ein paar Beispiele:

Die Viskositätsangaben auf den Ölflaschen, gemeinhin als bekanntestes Merkmal. Diese Klassen werden bereits seit 1911 (!!) von der SAE( = Society of Automotive Engineers) beschrieben. Zum Beispiel 10W40: Der erste Wert „10“ beschreibt die Viskosität bei einer Kaltstart-Temperatur von -18°C, W bedeutet einfach „Winter“, der Wert „40“ beschreibt die Viskosität bei einer Temperatur von 100°C. Jetzt kommt das erste Problem: das sagt jetzt eben gar nichts darüber aus, ob das Öl z.B. bei -25°C (könnte schon mal vorkommen, oder?) überhaupt noch schmierfähig ist  – ebenso wenig darüber, ob bei Temperaturen im Motor von 150°C, wie sie bei modernen Motoren öfter der Fall sind, eine ausreichende Hochtemperaturschmierung möglich ist.

Ein großer Unterschied besteht, trotz gleicher Viskositätsangaben, zwischen PKW- und LKW-Ölen: der besteht in der unterschiedlichen Art und Weise, wie Notlaufeigenschaften z.B. beim Kaltstart sichergestellt werden. Die Technik beim LKW stellt hier ganz andere Anforderungen wie im PKW – und die Zusätze, die im LKW-Öl gute Arbeit leisten, können sehr schnell einen Partikelfilter im PKW zerstören!

Apropos Partikelfilter: zwei ansonsten sehr ähnliche Motoröle können mit den sogenannten „C“-Spezifikationen (C1, C2, C3, ..) oder eben auch ohne hergestellt werden. In einem dafür ausgelegten Benzinmotor leisten beide gleich hervorragende Dienste, in einem modernen PKW-Dieselmotor mit Rußpartikelfilter kann das Öl ohne „C“-Klassifizierung großen Ärger anrichten: Das C-Öl verbrennt Aschearm (oder -frei), im anderen Fall wird Asche abgelagert, die eben Partikelfilter und Abgasrückführung zerstören kann. Andererseits kann ein teures „C“-Öl völlig ungeeignet für einen anderen Motor, insbesondere Young-oder Oldtimer sein und hier den Motor zerstören, also Vorsicht!

Bei uns gibts Original-Öle von Toyota, die „TGMO“ (Toyota Genuine Motor Oil) genannt werden.

100% gestestet und passend für Toyota. Selbstverständlich auch hier ganz verschiedene Anforderungen, für die es unterschiedliche Produkte gibt.

Alle Original Toyota-Motoröle erfüllen nicht nur die international anerkannten Standards von API (American Petroleum Institute) und ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles), sondern darüber hinaus strengere Anforderungen an Qualität und Leistungsfähigkeit. Toyota führt Tests an aktuellen Fahrzeugen und Bauteilen durch, so dass die Öle mit optimalen Qualitätsmerkmalen ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit sicherstellen.
Die TGMO-Reihe umfasst alle Arten von Motorölen, vom Hochleistungsöl bis zum Universalöl, vom Mineralöl bis zum Synthetiköl.Von super-sicher bei heissem Einsatz mit Höchstgeschwindigkeit bis super(Diesel)-Kraftstoff-Sparend. Und preiswert sind sie auch noch, viel günstiger als an der Tankstelle! Sogar ein Nachfüllpack mit Handschuhen, Tuch und Trichter ist erhältlich.

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Natürlich haben auch andere Hersteller gute Öle. Es muss halt ganz einfach sichergestellt werden, dass das Öl zum jeweiligen Motor und auch Einsatz passt.

Wer noch viel, viel mehr und auch chemische Hintergrundinfos haben will, sollte das hier mal lesen:

http://www.castrol.com/liveassets/bp_internet/castrol/castrol_switzerland/STAGING/local_assets/downloads/a/ABC_D_Mai_2009.pdf

Au (t) o – Ersatzteilpreise – ein grosser Kreis

Vermutlich hat es jeden Autobesitzer schonmal erwischt:

Die Ersatzteile waren doch einiges teurer, als man das erwartet hätte.

Ein lieber Kunde brachte den Yaris seiner Tochter, die damit eine leichte Feindberührung mit der Garagenmauer hatte, zur Erstellung eines Kostenvoranschlages für die entsprechende Reparatur. Es war nicht schlimm und liess sich per SmartRepair, mit einer Spotlackierung für unter 200€ beheben. Er hat sich da richtig darüber gefreut – was schon etwas ungewöhnlich ist. Er gab die Reparatur dann auch sofort in Auftrag.

Bei der Abholung erzählte er dann auch von sich aus, warum er sich über die faire Rechnung gefreut hat: zwei Wochen zuvor war er mit seinem Geschäftswagen – ein europäisches „Premiumfabrikat“ – mit dem Aussenspiegel unglücklich gegen die gleiche Garagenmauer gekommen. Er hat bei seinem Händler einen neuen Spiegel bestellt und montieren lassen – bei der Rechnung wäre er fast umgefallen, sagte er: über 1500.- € !

Schon eine stolze Summe, die bei vielen Leuten für den jährlichen gesamten Wertverlust des Autos reichen muss. Warum ist das so?

Meine Meinung dazu:

Nun, zum einen steckt da einiges an Technik drin in so einem Teil. Weil man ja eine Spurwechselwarner, elektrische Anklappfunktion, Heizung, Blinker und natürlich elektrische Verstellung dabei haben will. Allerdings kosten ein paar kleine Elektromotoren und Elektronikbauteile ja nicht die Welt, wie man bei den Supermarkt-Gadgets täglich gezeigt bekommt. Warum also dieser horrende Preis?

Weil es der Auto-Hersteller durchsetzen kann, ganz einfach. Vielleicht sogar muss. Mit dem Verkauf der Neuwagen wird kaum Geld verdient: vor allem in den höheren Fahrzeugklassen sind Nachlässe im 2-stelligen Prozentbereich schon fast üblich, mit zusätzlichen Unterstützungsmassnahmen bei gewerblichen Leasingverträgen. Damit verdient vielleicht der Hersteller noch ein bisschen was, aber keinesfalls mehr der Händler, wenn er seine Kosten realistisch kalkuliert.

Was macht also der Hersteller oder Importeur, damit ihm seine Händler nicht pleitegehen? Er sucht und findet die Möglichkeit, sein Vertriebsnetz am Leben zu halten, im Service bzw. bei der Reparatur.

Bei Teilen, die wenig wettbewerbsgefährdet sind, wird ein fast schamloser Preis verlangt oder eine schon unverschämte Marge draufgeschlagen. Der Händler kann und will sich kaum dagegen wehren, weil: ein paar Prozent Rabatt von 1000€ sind halt viel schöner in der Kasse als von 200€. Bei einfach herzustellenden Teilen wie z.B. Filtern oder Bremsklötzen können viele Lieferanten  schnell und in ähnlicher Qualität wie der Hersteller liefern, da kann man nicht allzuviel zuschlagen – darum passen hier die Preise auch einigermassen.

Die Geschichte mit dem Spiegel hat mir keine Ruhe gelassen, und ich habe die Preise für die Aussenspiegel unserer Autos mal nachgesehen: ein Spiegel für den Prius, mit elektrischer Anklappfunktion und integriertem LED-Blinker, kostet komplett knapp 470.-€. Für den GT86, ohne LED-Blinker, etwas über 600.-€. Wieso ist der GT86-Spiegel teurer? Weil es weniger Autos davon gibt?

Egal: wenn damit der Fahrzeugpreis bzw. der Nachlass subventioniert wird, dann hätte ich lieber den echten Preis fürs Auto – und dafür faire Teilepreise. Da kann man sich drauf einstellen, als Kunde und als Händler.

Wenn nämlich die Kundenzufriedenheit im Autogeschäft wirklich wichtig ist, dann, finde ich, soll mit offenen Karten gespielt werden. Wenn ich mir dann ein Auto nicht leisten kann, fahre ich halt eines aus meiner Preiskategorie – und muss beim Unterhalt und kleinen Reparaturen keine unliebsamen Überraschungen erleben.

Vielleicht  bin ich ja ein Träumer, und eine faire Welt gibts gar nicht. Oder die will fast gar niemand haben, lieber immer ein bisschen vorgespielt bekommen, wie gut und schön doch alles ist. Die mittelfristige Entwicklung nicht nur in Sachen Mobilität wird es zeigen.