Geständnisse eines Süchtigen – ist es wahre Liebe?

Tatsächlich wird das hier nicht nur ein Fahrbericht. Beim Prius hab ich geschrieben, es geht um eine „kleine Liebeserklärung“. Der Prius macht mir Spaß und ich bin mir sicher, gleichzeitig vernünftig und verantwortungsvoll gegenüber der Umwelt und im Sinne meiner Kinder zu fahren. Eigentlich reicht das ja aus, für alle automobilen Bedürfnisse. Eigentlich. Wenn da nicht die zweite Seele wäre, die in meinem Körper wohnt. Und die ist einfach ein kleiner Redline-Junkie.

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Genau für die gibts den Toyota GT86: Wer mit dem Auto fährt, um von einem Ort zum anderen zu kommen, kann jetzt aufhören zu lesen. Das geht mit dem GT86 zwar auch, aber wer keinen Spaß am Fahren an sich hat, für den wird sich die Faszination dieses Fahrzeugs ohnehin nicht erschliessen. Denn nur darum gehts: um die Liebe am Spüren des selbst-verantworteten Fahrens, das Gegenteil des kürzlich vorgestellten lenkradlosen Google-Autos. Spüren der Fahrbahn, der Rückmeldung der Lenkung, der Unebenheiten der Strasse und darauf richtig und schnell zu reagieren.

Als Abstandsradar hat man zwei Augen, auf visuelle Störungsmeldungen reagieren Beine, Füsse, Hände: selber bremsen und lenken. Das Lenkrad ist frei von Knöpfen und Schaltern und hat nur die Aufgabe, den Fahrer über die Lenkung mit der Strasse zu verbinden. Wer Rückenprobleme hat, muss diese vor der Fahrt lösen – ein GT86 wird keine Massagesitze bekommen. Keine Kameras, die vor dem Auto die Fahrbahn abtasten. Keine Totwinkelsensoren oder automatische Einparksysteme.

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Kein Monstermotor, kein Turbolader, kein Ladeluftkühler: Der GT86 hat einen ganz „normalen“ 2,0-Liter-Saugmotor in Boxer-Anordnung, der einen sensationell niedrigen Schwerpunkt ermöglicht. Wer sportliches Fahrerlebnis nur mit Beschleunigungswerten und Höchstgeschwindigkeitsangaben (die meisten der heutigen „sportlichen jungen Fahrer“ sind ja Turbo- und Dieselverwöhnt) nachmisst, der kann jetzt auch aufhören zu lesen – da muss und will der GT86 gar kein Rekordjäger sein.

Stattdessen: Fokussierung auf Beherrschbarkeit und Handling, ehrliches Fahrverhalten und ungefilterte Rückmeldungen. Dieses Auto lässt mich machen und gibt mir nicht nur das Gefühl, der Herr der Lage zu sein – sondern macht mich zum aufmerksamen Fahr-Erlebnis-Geniesser!

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Ganz ehrlich: wenn es den GT86 nicht gäbe, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch bei Toyota wäre und sich mein Leben – auch beruflich – wesentlich anders laufen würde. 2005, 2006 war der „Frust“ bei mir ziemlich gross. Einstellung aller bezahlbaren Spassautos bei Toyota, ausser dem Hilux. Kein MR2 mehr, kein Celica. Alle neuen Autos mit Frontantrieb, keine fahrspassrelevanten Neuentwicklungen. Persönliche Fahrspass-Sinnkrise. Arbeiten nur wegen des Geldes und um die Familie zu versorgen – wars das jetzt? Bis ich davon gelesen habe, dass Toyota in Zusammenarbeit mit Subaru plant, einen legitimen Nachfolger für den AE86 zu entwickeln. Von dem Moment an hab ich auf die Vorstellung des Autos gewartet. Danke für das, was dabei rausgekommen ist, Tada-San! Für die nicht-so-Insider:  Tetsuya Tada ist der Chefkonstrukteur des Projekts.

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Als ich den GT86 dann, Anfang August 2012, auf dem Nürburgring erstmals selbst erleben durfte, wars geschehen. Er ist es! Ganz genau und absolut. Tim Schrick- ein Rennfahrer und Autotester – hat in einem Fernsehbericht sinngemäss gesagt: Ich wüsste nicht, was ich spontan dran ändern würde. Das seh ich auch so. Oder so ähnlich.

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Gibts eigentlich noch die Leute, die in den 80 ern selbst aktiv Motorsport betrieben haben – zum Beispiel im nationalen Slalom/Rallye/Bergrennsport oder das heute noch tun?

Habt ihr nicht auch – wie ich heimlich – neidvoll auf die heissen 2-Liter Opel C-Kadett geschielt? Waren die Dinger geil! Die in-etwas-Daten kennt jeder heute noch. Und jetzt zum Vergleich der GT86: auch ein 2-Liter-Saugmotor, der 7400U/min dreht und dabei 200PS freisetzt. Wenig Gewicht (grad mal 1200kg), Heckantrieb und eine Sperre, die richtig gut und dauerhaft funktioniert! Klingelts schon? Annähernd ausgeglichene Gewichtsverteilung. Kleines Lenkrad und direkte Lenkung. Und, noch besser als früher: genial schaltbares 6-Gang-Getriebe mit geringen Drehzahlsprüngen. Die ersten drei Gänge sind über einen Dreifach-Konus synchronisiert, und schwimmende Lager sorgen für knackige und dennoch leichtgängige Schaltvorgänge. Die Koordination mit der Kupplung ist wieder Aufgabe des Fahrers – Konzentration ist notwendig. Das alles im Vergleich zu früher absolut standfest und im Alltag problemlos zu bewegen. Schwerpunkt nur 46cm über der Fahrbahn – das ist in etwa das Niveau eines Ferrari 458!

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Wenn wir grade bei der Technik sind: beim Erforschen des fahrdynamischen Limits ist es absolut notwendig, dass auch die Reaktionen auf Gaspedalbewegungen spontan und unmittelbar erfolgen. In Zeiten von Euro5-Abgasnorm verfügen fast alle Autos über ein elektronisches Gaspedal, das eine gewisse Verzögerung zwischen der Bewegung des Pedals im Fussraum und der entsprechenden Reaktion im Motorraum durch das Bewegen der Drosselklappe per Stellmotor bedingt. Bei den meisten Autos hat man den Eindruck, die Elektronen in den Übertragungskabeln müssten sich immer erstmal gegenseitig aufwecken, um dann letztlich den Wunsch des Fahrers weiterzugeben. Nun, die Elektronen des GT86 benehmen japanisch-traditionell sich äusserst diszipliniert: unmittelbar und ohne spürbare Verzögerung erfolgt jegliche Reaktion. Wie auch bei der Bremse und der Lenkung.

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In Testberichten liest man manchmal, er hätte zu wenig Leistung für einen Sportwagen. Liest hier immer noch ein Turbo-Frontantriebs-Fan mit? Bist neugierig, oder? Okay, meine Meinung dazu: In den allermeisten Ländern Europas darf man auf relevanten Strassen (solche mit nennenswerten Kurven 😉 ) maximal 100km/h schnell fahren. Egal, wie eng die Kurve war und wie mit welcher Querbeschleunigung man in ihrem Verlauf Spaß hatte: Innerhalb maximal 4 oder 5  Sekunden ist man mit dem serienmässigen GT86 in dem Geschwindigkeitsbereich, der beim Erwischt-werden zum Entzug der Fahrerlaubnis führt. Wie viel schneller soll denn noch sein? Und dort, wo man darf (auf Rennstrecken): ich kann nur für den Nürburgring und die Nordschleife sprechen. Bestimmt bin ich kein Weichei in Sachen Fahren am Limit, aber wenn man mit über 200km/h am Schwedenkreuz ankommt und dort anbremst, ist das schon ein Bereich, der auch mein persönliches Limit ankratzt. Ein Profi-Rennfahrer mit einem Rennwagen wird darüber nur schmunzeln, aber ich kann ja damit nicht mein Geld verdienen, sondern will Spaß dabei haben. Nochmal zurück zum C-Kadett: ich werde mit dem GT86 in Zukunft bei nationalen Slaloms antreten und bin mir sicher, dabei viel Spaß zu haben. Gewinnen muss nicht sein, aber mal schauen.

Eine unglaubliche Vielfalt von Individualisierungsmöglichkeiten ist verfügbar: nicht nur Felgen, Räder, Auspuff, Fahrwerk – sondern auch andere, teilweise wirkungsvolle Verbesserungen wie Karrosserieverstrebungen, Aerodynamikteile, Optik-Tuning … Das Auto wurde so konzipiert, dass jeder seinen eigenen Traum verwirklichen kann. Und dabei möglicherweise eine enge Bindung zu seinem GT86 aufbaut. Denn die Gefühle, mit den man vom Fahrersitz eines GT86 aus einen übersichtlichen, leeren Kreisverkehr sieht und verlässt, gehören zu den allerbesten Erlebnissen im Leben – und können immer wieder wiederholt werden. Nein, das soll jetzt kein Aufruf zu unangepasster Fahrweise sein, drum ja ein leerer Kreisverkehr …

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Natürlich ist der GT86 vielleicht nicht unbedingt zum Fortbestand der menschlichen Zivilisation notwendig. Für mich persönlich aber schon. Zumindest, solange es irgendwie finanzierbar ist. Ist das jetzt schon ein Zeichen der Sucht? Natürlich könnte ich ohne den GT86 leben. Zu 98%. Aber, in den 2%, wenn der Schlüssel da liegt, der Tank voll ist und Kennzeichen auf dem Auto drauf sind – da geht es nicht ohne! Er ist in dem Moment mein Held, das absolut Beste, was ich mir auf der Strasse zu bewegen vorstellen kann. Mein voller Ernst! Mit noch mehr Leistung könnte ich nichts anfangen. In einem Cabrio hab ich immer beim schnellen Fahren ein blödes, unsicheres Gefühl. Klar gibts ja auch Porsche, Lamborghini und Co., die vielleicht genauso viele Emotionen hervorrufen. Allerdings: Mit einem wesentlich teureren Auto hätte ich Hemmungen, mal Richtung Limit unterwegs zu sein zu erkunden – der GT86 ist dafür einfach perfekt!

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Aggressiv? Macht das Alter was aus?

Wer in unserer Gegend wohnt (Niederbayern/Bayerischer Wald, Raum Deggendorf/Straubing), hat es in den letzten Tagen oft gehört und gelesen: es passieren auf der Autobahn A3 zwischen Regensburg und Deggendorf so viele Unfälle wie noch nie.

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Etwa 50, oder schon mehr, in den letzten Wochen. Leider mit Verletzten und auch Todesfällen unter den Beteiligten.
Das war noch nie da. Liegt das nur an den Baustellen, die derzeit auf der Strecke einrichtet sind?

Die gabs aber doch schon immer!

Auf der Strecke bin ich selbst natürlich auch, öfter mal. Auch mit Hilux und Anhänger – also mit höchstens 80km/h zuzüglich Mehrwertsteuer unterwegs. Dabei pass ich derzeit wieder ganz besonders intensiv auf, was die anderen Auto- und LKW-Fahrer so treiben.

Ein paar Autofahrer sind zu schnell unterwegs. Also schneller, als sie es in der Situation beherrschen. Sie können ihr Fahrzeug nicht gut genug einschätzen – haben es scheinbar nie gelernt. Fällt mir zum Beispiel auf, wenn ich in einer Baustelle mit verengten Fahrspuren trotz entsprechendem Verbot flott überholt werde, sich der Fahrer aber dann nicht am LKW vorbeitraut – obwohl der Platz reichen würde. Der LKW hält seine Spur kilometerweit auf 30cm genau – der Autofahrer fährt mal einen Meter weiter links oder rechts, vor allem bei höherer Geschwindigkeit. Er beherrschts also nicht, sein Gefährt. Oder konzentriert sich nicht genug, weil er am Navi/Touchscreen/Multimediaglumps spielen muss (mein Lieblingsthema )

Egal. Was ich aber eigentlich sagen wollte:

Mit fällt auf, dass mich die „Lichtdesign“-Tagfahrlicht-Scheinwerfer im Rückspiegel langsam nerven. Das sieht auf jeden Fall aggressiv aus, wenn da einer von hinten angeflogen kommt – ich komm mir vor wie aufgefordert: „Geh zur Seite!“  Der Fahrer des hinter mir fahrenden Autos meint das meistens nicht so, weil er mich sowieso nicht überholt. Aber ich fühl mich bedrängt. Viele Fahrzeuge haben da so ein böses Gesicht – Audi, BMW, Seat und andere mehr.

Sieht ja gut aus, wenn mans auf einem Foto anschaut oder einem so ein Ding entgegen kommt. Aber hintendran gefällts mir nicht. Wie gehts Euch da?

Kann es sein, dass dadurch sich auf der Autobahn mehr Leute bedrängt fühlen, vor allen in den Baustellen, und so zu unbedachten Fahmanövern neigen?

Falls das stimmt: demnächst wird die nächste Baustelle eröffnet, rechtzeitig vor der Reisewelle, bei der Autobahnraststätte Bayerwald. Und eine 50km lange Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt. Na Bravo. Hoffentlich hilfts – sonst werden die Versicherungen die Regionalklasseneinstufungen bei uns bald anpassen. Aber das ist ja ein abendfüllendes Thema, für ein anderes Mal.,

 

Das Rom – Experiment.

In diesem Film treten keine Schauspieler auf.

Es ist dennoch interessant, wie verschieden die gleichen Menschen gelaunt sein können, wenn sie die gleiche Aufgabe (nämlich Autofahren im Stadtverkehr) ausführen. Mit einem Unterschied.

Der Film HIER ist das Ansehen auf jeden Fall wert!

 

Ticken Hybrid – Fahrer anders?

Mittlerweile gibts ja schon eine ganze Menge davon: die Autofahrer, die sich mit einem Hybrid-Fahrzeug in den täglichen Verkehr stürzen. Bei uns sind das mittlerweile deutlich mehr als 150, die wir betreuen !

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Was sind denn das für Leute? Haben die etwas gemeinsam?

Mir fällt auf: die allermeisten davon (Ausnahmen bestätigen wahrscheinlich die Regel) leben einfach sehr bewusst und denken drüber nach, was sie machen.

Es sind alle Berufssparten dabei – ja, auch die Schul-Lehrer. Die Leute haben ganz verschiedene Hobbies – aber viele haben etwas mit Genuss und Natur zu tun (Jäger, Segler, Radfahrer, Hundeliebhaber …). Ich glaube, es ist kein „militanter Grüner“ dabei.

Viele bewegen sich auch gerne ohne ihr Hybrid-Auto – das fällt mir richtig stark auf.

Natürlich sind welche dabei, die das sparsame Fahren als eine Art Sport betreiben und bei jeder Tankung den Verbrauch aufs letzte Zehntel nachrechnen.

Die allermeisten aber geniessen jede Fahrt mit dem Auto, freuen sich, dass es im Leerlauf keinen Krach und Gestank verbreitet und soooo schön sanft, gleichmässig und ruckfrei fährt. Und dabei richtig flott beschleunigt, wenn man mal richtig draufdrückt und überholen muss.

Wer will sich denn nochmal neu ins Autofahren verlieben? Über 6 Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben das schon gemacht!

Schaut mal HIER

 

 

Veränderung. Notwendig? Was macht Sinn?

Am 01. Mai 2014 treten die Änderungen des Bussgeldkataloges in Kraft, die Punktereform der Verkehrssünderkartei.

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Die Punkte werden getauscht – man hat jetzt zukünftig nur noch halb so viele.

Aber nicht zu früh freuen – der Führerschein ist auch schon bei 8 Punkten in allergrösster Gefahr!

Die Vergabe wird geändert.

Einen Punkt gibt es ab dann erst ab 60€ Bussgeld – allerdings nur dann, wenn das Vergehen für die Verkehrssicherheit relvant ist.

So wird z.B. ab 1. Mai trotz auf 80€ angehobenen Bussgelds keinen Punkt mehr für das Befahren einer Umweltzone ohne grüne Plakette vergeben – finde ich ja auch sinnvoll.

Allerdings gibts es mindestens einen schon bei 60€ für das Telefonieren am Steuer oder für den Verstoss gegen die Winterreifenpflicht. Das mit dem Telefonieren und überhaupt der Bedienung von irgendwelchen Geräten während der Fahrt ist ja eines meiner Lieblingsthemen: da werden Radios und Displays in Autos eingebaut, bei denen man zum Ändern der eingestellten Innenraumtemperatur ins zweite Untermenü wechseln muss – und dabei zwangsläufig hunderte von Metern im Strassenverkehr seine Aufmerksamkeit eben gerade nicht auf die Strasse richtet. Das darf aber sein? Man darf gespannt sein, ob es irgendwann entweder eine Vereinheitlichung von Bediensystemen für alle Fahrzeughersteller gibt (da glaube ich noch nicht dran) – oder ob es mal eine Vorschrift gibt, die eine intuitive Bedienung ohne grossen visuellen Kontakt zur Pflicht macht.

Ich verstehe nicht den Gefährdungs-Unterschied zwischen den Bedienen eines Mobiltelefons, das man in der Hand hält – und dem Tippen der Nummer auf dem Bildschirm, bei dem man auch von der Strasse wegsieht und oft auch noch die Sitzposition zum Erreichen des Eingabegerätes ungünstig verändert.

Naja, wenigstens sind die entsprechenden Freisprech-Geräte (meist mit Bluetooth-Technologie)  jetzt zumindest bei den meisten Neuwagen schon mit an Bord – und für alle, die auch beim Autofahren erreichbar sein wollen oder müssen, auch bei älteren Modellen nachrüstbar.

Mal sehen, was die nächsten Jahre bringen.

Am sichersten ist es, wenn man sich einfach an die Verkehrsregeln hält. Dann gibts auch nichts an einer Verkehrssünderkartei zu kritisieren.

Mehr Infos dazu gibts auch zum Beispiel hier beim ADAC: http://ow.ly/vNkeb

Die Sommer-Sohlen: hoffentlich nicht abgelatscht

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Reifen – die Sohlen des Autos

 

Was gibts da zu beachten?

 

Als erstes und wichtigstes: der Luftdruck.

Tendenziell lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Der für das jeweilige Auto und die Reifengrösse passende Luftdruck ist in der Bedienungsanleitung zu finden. 0,2-0,3 bar  mehr helfen oft, ein gleichmässiges Verschleissbild zu ereichen.

 

Die Profiltiefe:

Gesetzlich reglementiert, es müssen mindestesn 1,6mm sein. Dafür gibts auch die „Schleissanzeiger“ in den Profil-Längsrillen. Wenn die in der gleichen Höhe wie das Reifenprofil sind, dann müssen die Reifen entsorgt werden. Allerspätestens.

Es wird sich nicht lohnen, Reifen mit weniger als 3mm Profiltiefe am Saisonbeginn zu montieren. Bei Winterreifen muss es sogar noch ein bisschen mehr sein, damit sie auch z.B. in Österreich als Winterreifen auch anerkannt werden – mindestens 4mm! Wenn die Reifen beim Wechseln aber schon nur noch 4mm haben, dann ist die Gefahr doch recht gross, dass sie bei der Fahrt in den Winterurlaub dann darunter liegen und die Weiterfahrt untersagt wird.

Aber eben auch bei Sommerreifen muss Wasser auf der Fahrbahn vom Profil aufgenommen und verdrängt werden – das geht unter 3mm nur noch sehr schlecht. Ein kleiner Trick: Mit einem Euro kann man die Profiltiefe der Reifen überprüfen: Der Goldrand der Münze sollte verdeckt sein – dann sind’s vier Millimeter.

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Das Alter der Reifen:

ist nicht offiziell oder gesetzlich begrenzt, zumindest nicht beim PKW. Allerdings sind z.B. für bestimmte  Anhänger nur Reifen zulässig, die nicht älter als 6 Jahre sind. Warum sollten also auf dem Auto ältere Reifen gute Dienste leisten?  Das Herstellungsdatum kann man an der DOT-Nummer ablesen. „DOT 3803“ bedeutet beispielweise, dass der Reifen in der 38. Woche im Jahr 2003 hergestellt wurde. Unsere Empfehlung: älter als 8 Jahre sollten die Reifen in keinem Fall sein, auch wenn die Profiltiefe noch ausreicht. Der Laufflächen-Gummi verliert einfach die zur optimalen Haftung notwendige Elastizität.

 

Die Reifen – Größe muss natürlich auch mit den erlaubten Größen in der Betriebserlaubnis des Autos (oder der Sonderfelgen, da gibts dann eine extra-Betriebserlaubnis), oder der Eintragung in den Fahrzeugpapieren übereinstimmten. Auch auf den Lastindex und den Geschwindigkeitsindex achten: die Größe 205/55R16 91 H hat  beispielsweise die „91“ als Lastindex (je höher die Zahl, desto mehr kann der Reifen tragen) und „H“ als Geschwindigkeitsindex(„H“ steht für bis 210km/h).

Seit einiger Zeit gibt es das „Reifen – Label“. Hier muss man sich darüber im im Klaren sein, dass die drei gesetzlich verankerten Kriterien zwar wichtige, aber nicht die einzigen Leistungsmerkmale für einen Reifen sind. Einige Infos mehr gibts es dazu auch unter www.dasreifenlabel.de – hier gehe ich nicht weiter darauf ein.

Reifen – Tests sind eine nützliche Entscheidungshilfe – allerdings kann es natürlich auch hier Fälle  geben, in denen durch eine Interessenkollision Ergebnisse, sagen wir mal, optimiert werden – Stichwort ADAC. Am besten hat man einen Reifen schon einmal selbst „erfahren“ oder kann auf die Erfahrungen von jemanden zurückgreifen, der das schon getan hat. Genauso machen wir das auch.

Natürlich hat das Ganze auch eine sehr emotionale Seite:

Wenn man seinem Fahrzeug schöne Schuhe gönnt. Edel, agressiv, einfach nur groß oder besonders leicht: die Auswahl an Leichtmetallfelgen ist mittlerweile mindestens genauso groß wie an Reifen. Aber das ist dann ein anderes Thema.

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Auto – Frühjahr – putzen

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Jetzt ist es dann bald wieder soweit. An zwei Terminen im Jahr sollte man sich seinem Auto schon etwas intensiver widmen, auch wenn die Ansprüche an Wartung und Pflege moderner Gefährte geringer geworden ist. Einer davon steht vor der Tür- Zeit für den Frühjahrsputz!

Wie am besten dabei vorgehen?

Als erstes sollte der Lack mit einer gründlichen Vorwäsche, zum Beispiel mit Dampfstrahler und Bürste, von Ablagerungen und Streusalz befreit werden. Mit der flachen Hand sind am einfachsten punktuelle Unebenheiten in der Oberfläche spürbar: Harz, Teer – und Flugrost sind so aufzuspüren. Fast immer im Anschluss an die Radhäusern nach hinten und am Heck, unten an der Karosserie. Alle diese unschönen Verunreinigungen müssen weg! Mit Lackreiniger oder Flugrostentfernen kann man dem Dreck zu Leibe rücken. Aber wichtig: nach der Reinigung unbedingt wieder versiegeln, sonst bleibt der Dreck wieder leicht haften!

Die Einstiege sowie die Unter- und Innenseiten der Türen nicht vergessen!

Die Scheiben werden vor allem von innen ganz von selber dreckig: auch wenn nicht im Auto geraucht wird, entsteht ein Film, den man ganz einfach mit Glasreiniger und Küchentuch entfernen kann. Jetzt sieht die Umgebung gleich wieder viel schöner aus! Auch die Aussenseite der Scheibe nicht vergessen, und wenn man grad schon dabei ist: die Wischerblätter kontrollieren. Wenn da was schmiert, dann ist es höchste Zeit für einen Wechsel. Wenn schon Beschädigungen an der Gummilippe sichbar ind: sofort weg damit.

Dann weiter mit dem Innenraum:

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Alles raus, was da im Auto drinliegt! Also nicht nur die Fussmatten, sondern auch alle Ablagen und Kofferraum entleeren. Gründlich aussaugen, bei Nässe im Fussraum kann das Einlegen von Zeitungspapier gute Dienste leisten. Danach kann alles, was wirklich im Auto benötigt wird, wieder ordentlich eingeräumt werden. Den Rest gleich wegschmeissen oder in der Garage aufbewahren – jedes überflüssige Kilo kostet Sprit!

Ein kleiner Geheimtipp zum Innenraum, wenn es unangenehm riecht: eine Dose RedBull nicht ganz austrinken und die Dose mit dem Rest über Nacht im Fussraum stehen lassen. Hilft natürlich nur, wenn der Aschenbecher ordentlich ausgeleert und gereinigt wurde. 😉

Unter der Motorhaube sieht es auch nach dem Winter meistens nicht so gut aus.

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Wer da selber ran will, sollte sich allerdings auskennen: die Lanze des Hochdruck-Reinigers niemals direkt auf elektrische Komponenten halten, auch nicht auf Kabel-Steckverbindungen. Also lieber im Zweifel einen Profi ranlassen, hier ist schnell viel Schaden angerichtet.

Alles wieder sauber? Dann nur noch die Kunststoff- und Gummiteile reinigen und versiegeln, mit hochwertigen Pflegeprodukten ist es einfacher als mit „Baumarktware“, ein glänzendes Ergebnis zu erzielen. Die gereinigten Felgen / Räder auch versiegeln, damit weniger Bremsstaub haften bleibt.

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Oder, einfacher: Einen Fachmann machen lassen, Ärger, Anstrengung und kaputte Fingernägel sparen. Damit das Ergebnis richtig strahlend wird.

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Für uns macht das zum Beispiel www.mister-g.de

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