Wie Du mir, so ich Dir.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so?

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Das hat jetzt gar nichts mit Autos zu tun. Und schon gleich gar nicht mit Spaß, und überhaupt gar nicht mir Spaß am Fahren.

Dennoch bewegt es mich, innerlich. Nein, ich hab mir vor einiger Zeit vorgenommen, nichts zu politischen Themen zu schreiben. Es geht um was Alltägliches. Die Werbung, von der ich mich verfolgt fühle.

Ein Beispiel: eine Armband-Uhr mit einer Countdown-Funktion hab ich mir in diversen Online-Shops angesehen, weil das praktisch für die Durchführung von Softwareupdates an Autos wäre – man könnte zwischendrin was anderes machen und würde nicht so viel Zeit verlieren. Ich konnte mich jedoch nicht sofort zum Kauf entscheiden.

Daraufhin verfolgen mich „online“ jetzt Angebote für Uhren. Meine Reaktion: ich kauf mir jetzt gar keine Uhr. Auf jeden Fall so lange nicht, bis mir keine Werbung mehr angezeigt wird. Egal, wie besonders die Angebote sind. Ich finde das unglaublich lästig! Für mich ist die Kaufentscheidung – vor der ich ziemlich knapp stand – jetzt komplett wieder aus meiner persönlichen Planung entfernt. Wie Du mir (wenn Du mich mit Werbung ärgerst), so ich Dir (dann kauf ich halt gar nix).

Die online-Marketing-Massnahmen haben bei mir also keinen Erfolg gebracht. Andere wehren sich auf andere Art und Weise – zum Beispiel mit den Ad-Blockern.

Bin ich einer von wenigen Leuten, die sich so oder ähnlich verhalten – oder gehts mehr Verbrauchern so? Lasst Ihr Euch von Online-Sonderangeboten, die als Werbung eingeblendet werden, schon mal verführen?

 

Immer wieder gerne. Hybrid Teil 3.

Einer meiner allerliebsten „Keine-Ahnung“-Klassiker:

„Wie weit fährt der denn jetzt, so rein elektrisch?“

Ja, wie ist die Antwort?

Es gibt keine. Weil das kein Elektroauto ist. Und damit die elektrische Reichweite gar nicht wichtig ist. Eher schon wichtig: wie weit kommt der mit einer Tankfüllung?

Aber von vorne.

Derzeit gibt es eine Aktion bei Toyota, da werden Kunden-Probefahrten per „Äpp“ aufgezeichnet und ausgewertet. Da kommt raus – das sage ich voraus, ohne eine Auswertung gesehen zu haben-, dass ein Anteil von etwa 50% durchschnittlich elektrisch stattfindet. Dieser Anteil ist deswegen so hoch, weil die allermeisten Verkaufshändler ihren Standort in einem urbanen Umfeld haben. Somit finden die meisten Testfahrten dort statt, wo man eigentlich gar kein Auto braucht – uups, das ist jetzt eine ganz andere Geschichte und einen komplett anderen Beitrag wert.

Zurück dorthin, wo man wirklich ein Auto braucht und es auch noch Spaß macht, damit zu fahren – also in unseren Alltag.

Weil wir von Toyota Deutschland die App und die Technik aus vertragsrechtlichen Gründen nicht bekommen, haben wir uns selber ein Auswertungs-System am freien Markt besorgt. Mit dem zusätzlichen Vorteil, dass hier nicht „auswertungsoptimiert“ aufgezeichnet wird. Man sieht dennoch, wie groß der Hybrid-Vorteil ist!

Im folgenden eine Aufzeichnung einer ganz normalen Alltagsfahrt in einem Auris TS Hybrid von Neukirchen nach Niederwinklung, kurz aussteigen (in diesem Fall 10 Minuten, dabei das Fahrzeug inklusive Klimaanlage laufen lassen) und was besorgen, wieder zurück nach Neukirchen.

Das sieht dann so aus:

Bild2

Von den gut 35km Gesamtstrecke ist der Auris dabei über 8km elektrisch unterwegs gewesen. Gar nicht schlecht, oder? Darum kommt ein hochgerechneter Gesamt-Durchschnittsverbrauch auf 100km von grad mal viereinhalb Litern raus. Und der Benzinmotor (also Autofahren mit Geräuschentwicklung) lief nur ziemlich genau die Hälfte der gesamten Reisezeit.

Bild1

 

Dabei wurde der Benzinmotor hauptsächlich nur dann betrieben, wenn er zur Gesamt-Systemleistung zwischen 15-35kw Leistung beisteuert. Da ist er am effizientesten. Mit Drehzahlen, die meist unter 3000min-1 liegen.

Auch eine ganz interessante Grafik: welcher Antrieb trägt bei welcher Geschwindigkeit wieviel zum Vortrieb bei?

Bild3Die grünen Werte unter Null zeigen an, welche Leistung durch die E-Maschinen an den Akku zurückgeliefert wurden.

Zu guter Letzt: die Bremserei. Wie oft insgesamt gebremst, wie oft „gut“ (elektrisch) und wie oft „schlecht“ (mit hydraulischer Bremsanlage und damit mit Verschleiss). Über 30 mal gebremst, ganz schön oft, finde ich.

Bild4Bremse

Zurück zum Anfang: wie weit fährt er denn elektrisch? Auch im Bayerischen Wald auf jeden Fall rund ein Viertel der gesamten Fahrstrecke. Das sind, wenn man nur 12000km im Jahr fährt, auch schon immerhin 3000km! Rein elektrisch, oder Abgas, ohne Lärm. Schon einiges gespart (der Umwelt er-spart), oder?

Wollt Ihr mehr solcher Auswertungen sehen? Oder selber mal mit einem Vollhybrid-Toyota das eigene Fahrprofil auswerten? Einfach bei mir melden …

 

Das Rom – Experiment.

In diesem Film treten keine Schauspieler auf.

Es ist dennoch interessant, wie verschieden die gleichen Menschen gelaunt sein können, wenn sie die gleiche Aufgabe (nämlich Autofahren im Stadtverkehr) ausführen. Mit einem Unterschied.

Der Film HIER ist das Ansehen auf jeden Fall wert!