Beobachtungen im Alltag

Ich stand heute eine Zeitlang an einer, zugegebenermassen etwas engen, Parkhauseinfahrt und habe doch einige Fahrer beobachten können.

Die lustigen Videos auf Youtube übertreiben tatsächlich überhaupt nicht.

Es entsteht der Eindruck: je länger das Auto ist, desto kürzer wird der linke Arm des Fahrers, den er zur Ticketentnahme benutzen muss.

In dicken SUV’s sitzen offensichtlich fast immer kleine Frauen, und bei Kompaktwagen ist es offensichtlich am häufigsten notwendig, zum Ticketziehen auszusteigen.

Eine große Schaumstoffrolle an den vorderen Ecken des Autos würde auch vielen Fahrern einigen Stress ersparen – wär schon super, wenn man einfach bis zum Kontakt fahren könnte und dann weiter einschlägt.

Früher gabs doch für den Käfer mal die Peilstäbe auf den Kotflügeln. Konnten da die Leute noch ehrlich zugeben, dass sie in 2 Meter Abstand nicht zuverlässig auf 20 cm genau schätzen können? Oder wär man heute auch gar nicht zu stolz dazu und solche Peilstäbe wären ein Verkaufsschlager? Sollte mal jemand probieren …

Das kurioseste war aber ein Rollerfahrer, der gleich hinter einem Auto rauswollte und die Schranke dann voll auf die Mütze, eigentlich auf den Helm, bekam. Der hat mich ganz bös angeschaut, weil ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte 😉. Naja, zumindest blieb er einigermassen aufrecht.

Im Prinzip geht alles.

Aber ohne Strom geht nichts. 

Dieser Spruch gilt auch für das Auto – und hier im speziellen für die Starterbatterie, ohne die einfach gar nichts geht.

Moderne Batterien sind weitgehend wartungsfrei – haben aber dennoch kein ewiges Leben. Ganz im Gegenteil, durch immer mehr Elektronik im Auto sind die Stromspender stark belastet und geben oft schon nach wenigen Jahren den Geist auf.

Auch die Überprüfung der Akkus wird immer aufwendiger: ein einfaches Messen der Spannung reicht schon lange nicht mehr aus, um zu beurteilen, ob die Startsicherheit in der nächsten Zeit gegeben sein wird.

Hier mal der Ablauf eines ordentlichen Batterietests:

Erstmal muss klar sein, wo die Batterie eingebaut ist. Ein Profi weiß das, kann aber bei verschiedenen Fabrikaten auch schon mal ins Grübeln kommen. Eventuell müssen diverse Verkleidungen und/oder Abdeckungen demontiert werden.

Dann muss der Typ der Batterie erkannt und die Typangabe entschlüsselt werden. Es gibt zum Beispiel die Kapazitätsangaben in CCA, JIS, DIN, SAE, IEC oder EN-Norm. Die Angabe ist irgendwo auf der Batterie zu finden.

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In diesem Fall also JIS 115D31L.

Jetzt kommt 1500.- Euro teures Spezial-Testgerät zum Einsatz. Hier wird sofort nach dem Anschliessen die aktuelle Spannung angezeigt.

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Den korrekten Code eingeben, und die Temperatur der Batterie messen – das ist wichtig zur Kalkulation der Startleistung des Akkus.

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Der Test läuft an.

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Ein nicht ganz korrekte Funktion wird festgestellt.

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Zur Kontrolle müssen die Scheinwerfer eingeschaltet werden (das Gerät erkennt das), dann wieder ausgeschaltet – und ein erneuter Test erfolgt.

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Ergebnis: obwohl die Batterie ausreichend geladen ist, muss sie in diesem Fall für sichere Starteigenschaften erneuert werden.

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Der Ladezustand wäre ja noch in Ordnung – aber die Leistung wird nicht mehr reichen .

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Das Ergebnis kann gespeichert und auch ausgedruckt werden.

Das Ganze erledigen wir zu fast jeder Zeit und kostenlos.

Nicht ganz uneigennützig: Wir kommen auch am Wochenende, Feiertags oder Nachts zu unseren netten Kunden, wenn sie ein Problem haben. Wenn wir auf diese Art sicherstellen können, dass kein Auto startunfähig liegenbleibt – können wir auch im Bett liegenbleiben. Und allen geht’s besser.

Eben besser bewegt.

Jeder kriegt sein Fett weg

Aktuell steht in der AutoBild der interessanteste Artikel ganz zum Schluss. Auf Seite 96 der Ausgabe Nr. 40 vom 02.10.2013 schreibt Matthias Moetsch über den Porsche Panamera:

„So betörend die Fahreigenschaften, so abtörnend war das Drumherum. Denn das Auto ist eine fette Qualle: 20cm zu lang, zehn zu breit, fünf zu hoch. … wie Baumarkt-Tuning… wenn deutsche Ingenieure das dürften, was sie können, hätten wir wieder mehr Autos für Enthusiasten – statt für Angeber.“

Huch!

So ehrlich? Ist der Mann alleine mit seiner Meinung? Ich meine: er hat absolut recht! Und mit meiner Einstellung bin ich nicht alleine, das zeigt sich auch sehr schön an Leserbriefen in den entsprechenden Zeitschriften.

Bin ich einer der von Matthias Moetsch angesprochenen Enthusiasten? Kann schon sein. Davon gibt es aber jede Menge, wie schon gesagt.

Autos mit viel Leistung und furchtbar großen, schweren Blechgehäusen sind einfach weder sinnvoll noch zeitgemäss. Sie suggerieren Sicherheit, die nicht vorhanden ist. Sie sind nicht effizient und schon gar nicht sind sie in der Lage, richtige Fahrfreude zu vermitteln.

Denn Fahrspaß hat gar nichts mit der maximal erreichbaren Geschwindigkeit zu tun, sondern mit dem Gefühl, dem „Spüren“ der Straße. Mit Gefühl den Kurvenradius ganz genau erreichen. Wenn die Lenkung schon fast dem gedachten Muskel-Befehl gehorcht, reden manche vom „Go-Kart-Feeling“.

Warum sollte ein Auto über 5m lang sein, wenn vier Personen, notfalls auch fünf, auf 4,5m genauso bequem sitzen können und genausoviel Kofferraum zur Verfügung haben?

Oder eben die Fahrspaß-Meister: Kompakte Sportwagen mit relativ wenig Gewicht lassen sich sehr effizient mit verblüffend niedrigen Kraftstoff-Verbräuchen bewegen und sind dabei sehr flott unterwegs.

Und sehen einfach gut aus! Aktuell der Alfa 4C. Oder, etwas bezahlbarer und absolut problemlos im Alltag:

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Unser Toyota GT86. Mein absoluter Liebling.

Wie war nochmal der Spruch?

Wer mich mit dem Auto überholt, ist entweder lebensmüde oder heisst Walter Röhrl. Das gilt zumindest auf der Landstrasse und bei einigermassen legaler, selbstauferlegter Geschwindigkeitsbegrenzung .

Wer jetzt meint, so ein GT86 hat keine zeitgemässe Ausstattung, der täuscht sich gewaltig. Der kann sogar ganz weit vorne sein:  Mit dem Toyota Hotspot als mobiler Internet (W-LAN) – Zugangspunkt verwendbar. Für die ganz junge Generation, für die das Auto (angeblich) gar nicht mehr so wichtig ist.

 	Image Bilder 2013 Hotspot

Damit einfach jeder bekommt, was er will. Vollkommen zufrieden.