Kinderkrankheiten oder Pubertät beim Auto – Pickel, rote ? Warum ???

Vor allem seit weisse Fahrzeuge wieder groß angesagt sind, leiden Autos offensichtlich unter Kinderkrankheiten nach dem Winter: rote Pickel haben sich am Lack festgesetzt, vor allem im Bereich hinter den Radläufen hinten und vorne, bis etwa in Höhe der Oberkante des Radkastens.

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Ist der Lack so schlecht? Rostet das Auto jetzt in Kürze durch? Oder warum passiert so etwas?

Erstmal eine kleine Entwarnung: nein, das Auto rostet nicht. Zumindest nicht das Blech des Autos. Die roten Flugrostpartikel findet man auch an Kunststoff-Stoßfängern, die ganz sicher nicht rosten können. Oder sogar auf dem Kunststoff-Aussenspiegel:

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Wo kommt das Zeug dann her? Und was, zum Geier, ist das?

Nun, so genau kann man das nicht zu 100% sagen. Weil eben aller möglicher Dreck und Abrieb auf der Straße rumliegt. Nichts anderes ist der „Flugrost“ nämlich: Eisenpartikel, die mit den  Wassertröpfchen bei Regen an den Lack geraten und sich dort ablagern. Da reines Eisen durch nichts vor Korrosion geschützt ist, rosten die Partikel innerhalb kürzester Zeit und haften um so fester am Lack. Zu einem großen Teil stammen die Partikel sogar vom eigenen Fahrzeug: seit asbesthaltige Materialien in Bremsklötzen verboten wurden, wird als temperaturbeständige Komponente im Belegmaterial unter anderem gemahlener Eisenschrott verwendet. Dieser wird beim Bremsen abgerieben und landet – auf dem eigenen Fahrzeuglack, und sieht dabei sehr unschön aus.

Was dagegen tun? Mit Lackreiniger alles saubermachen und polieren ist schon ein gewisser Aufwand , zeitlich und mit Kraftaufwand verbunden. Es gibt diverse professionelle Reiniger auf saurer Basis, die nur mit entsprechenden Schutz- und Entsorgungseinrichtungen verwendet werden sollte.

Sehr bewährt hat sich in letzter Zeit das Reinigungsmaterial mit „Arbeitsindikator“: der schaumige Reiniger zeigt durch Farbänderung an, an welcher Stelle er arbeitet.

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Wenn man dort dann mit einem nassen Schwamm nacharbeitet, kann man ohne großen Auswand ein hervorragendes Reinigungsergebnis in kürzester Zeit erreichen!

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Dann sieht alles wieder strahlend weiss aus!

Danach sollte nach Möglichkeit der Lack vernünftig versiegelt werden. Das verhindert auch zukünftig, dass es bald wieder so viele Ablagerungen gibt. Sieht besser aus – und hat sicher positiven Einfluss auf den Werterhalt des Autos!

Und schadet auch nicht bei dunklen oder anderen optisch unempfindlichen Farben: der Dreck ist bei jeder Farbe gleich.

Hier haben wir das Ganze für Euch nochmal zusammengefasst: Einfach klicken

Aus rot mach weiss

Geschäftsphilosophie, oder was Event-Pinkeln damit zu tun hat

An der Autobahn gibts ja Rasthöfe, die seit einiger Zeit den Gang aufs „stille Örtchen“ grundsätzlich nicht mehr kostenfrei machen lassen – nach Zahlung des Obulus dafür aber einen Verzehr-Gutschein über eine Summe zurückgeben, für die es gar nix zu kaufen gibt, im angeschlossenen Restaurant oder in der Tankstelle.

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Dafür gibts auf dem Häusl dezente Musikuntermalung, wobei die durchaus etwas weniger leise sein könnte. Nach stundenlangem Autositzen ist halt einfach mal manche Entleerung etwas geräuschintensiver.

Sogar einen Laien-Defibrillator gibts dort. Unglaublich, aber schon sinnvoll – man könnt sich ja überanstrengen.

Da hägen auch schlaue Sprüche rum, so in der Art wie „unser Ziel ist Ihr Wohlbefinden“. Sehr entspannend. Und ein komisches Gefühl, wenn ja gar nix daneben gegangen ist, aber beim Verlassen der gastlichen Stätte schon ein bestens geschulter Servicemitarbeiter sich vielfach lappenbewehrt in die Richtung der eben benutzten Kabine aufmacht.

Die Philosophie dahinter soll vermutlich sein, dass man den Gang zur Toilette geniessen kann. Kann das irgendjemand wirklich?

Oder denkt Ihr auch, dass einem da nur das Geld aus der Tasche gezogen wird – weil die Gutschein-Summe von den wenigsten „Müssern und Müsserinnen“ wirklich eingelöst wird.

Es könnte sogar noch viel schlimmer sein. Vor einem halben Jahr gab es darüber einen Bericht im Spiegel , laut dem die Servicekräfte als Schein-Selbständige schamlos ausgenutzt wurden. In der Branche wird sogar das Trinkgeld, das Tellergeld, vom Arbeitgeber eingezogen.

Also doch keine sooo saubere Sache oder eine nur für die Allgemeinheit nützliche Philosophie hinter den Unternehmen, beim Event – Pinkeln an der Autobahn. Aber wohl lukrativ, denn auch die Bahn outsourced jetzt die Toiletten. Und kassiert dafür.

Was tun? Einfach vor der Abfahrt noch einen Sicherheitsgang einlegen. Und nur dort Pause machen, wo ein Gaststättenbetreiber auch gastfreundlich genug ist, einen pausierenden Autofahrer wirklich gastfreundlich und – in dieser Beziehung kostenlos – zu bedienen. Da darf das Schnitzel gerne 0,70 € mehr kosten.

Chef, ich klau mal was. #ilovecars #imagautos

Zugegeben: ich hab ja viele Chefs. Zuhause gehts los mit den Kindern, meiner Frau, es geht weiter bei der Bank (die mein Haus finanziert), im Geschäft, bei unserem Gruppenhändler, beim Importeur – allen darf, sollte oder muss ich folgen, wenn die eine Aufgabe für mich haben.

Einen ganz großen Chef habe ich noch nicht genannt. Naja, so ganz groß ist er körperlich nicht, gegen Vladimir Klitschko wahrscheinlich sogar etwas mickrig – für mich ist er aber dennoch der Größte von allen: Akio Toyoda, dem „Chef“ von Toyota. Er ist es, dem ich was wegnehmen möchte. Wegnehmen ist auch falsch, aber halt auch benutzen.

Seinen Spruch nämlich. Auf seiner Visitenkarte steht:

„I love Cars“

Das sagt eigentlich schon alles über ihn. Anders als andere Konzernlenker, die Manager in Reinkultur sind und zum Teil einfach möglichst großen finanziellen Erfolg haben wollen, ist Akio Toyoda für mich ein „Autonarrischer“. Gut, er hat es als Enkel des Firmengründers des (gerade gestern, 21.01.2015 wieder bestätigt) größten Autobauers der Welt vermutlich auch persönlich nie nötig gehabt, möglichst viel Geld zu sparen oder zu sammeln – ausreichender Wohlstand wird schon da gewesen sein.

Dennoch ist es dann auch ausgerechnet so einem doch hoch anzurechnen, dass er die erste Hälfte seines Arbeitslebens irgendwo „unten“ gearbeitet hat und erst mit etwa 50 Jahren in die oberste Ebene Toyota’s eingestiegen ist. Seitdem hat er dort schon einiges verändert. Ohne, dafür horrende Vorstandsgehälter einzusacken – er verdient, das wird ja veröffentlicht, nur einen Bruchteil (vielleicht 10-15%, aber auch das ist eine ordentliche Summe) des Gehalts eines Herrn Winterkorn. Und ist damit dennoch Top-Verdiener im Konzern, obwohl dieser derzeit wiederum weit mehr als Volkswagen an Ertrag erwirtschaftet! Dadurch hat Toyota als Konzern die Möglichkeit, in Forschung und Entwicklung zu investieren und damit herausragende Entwicklungen für alle Autofahrer zugänglich zu machen – nicht nur erstmal für die „Oberklasse“, wie das in Europa leider häufig der Fall ist. Der Chef, Akio Toyoda, sorgt also für bezahlbare Mobilität für viele Menschen.

Er ist es auch, dem wir dem Vernehmen nach den GT86 zu verdanken haben. Danke dafür! Von ihm stammt der Ausspruch:

Wenn es keinen Spaß macht, dann ist es kein Toyota

Und ein anderer Satz ist eben das „I love cars“.

Daraus mache ich „#imagautos“ . Weil wir ja in Niederbayern bleiben wollen, gell?

Ab sofort werde ich jeder meiner online-Äusserungen nach Möglichkeit diesen Hashtag beifügen #imagautos. Ich hab schon überlegt, irgend so etwas wie #imagordentlicheautos oder #imagguteautos zu nehmen. Nicht, dass da einer meint, ich mag so ein komisches Autos mit Stern oder so. Aber das wird zu lang für einen Hashtag.

Und #imagautos beschreibt meine Einstellung schon recht gut. Weil ich die guten Autos wirklich mag. Zum fahren. Bei manchen reicht mir auch schon das Anschauen. Zum träumen – ein Lancia Stratos wird wohl mein Traum seit Kindertagen bleiben. Dennoch mag ich ihn. Und ich mag auch, wenn andere Leute, speziell meine Kunden, ordentlich fahren können. Die richtig zu beraten und die Autos lange Zeit in einem Zustand zu halten, der Fahrspaß sichert – das sehe ich mittlerweile als meine Aufgabe. Mit Toyota. Am liebsten nur mit Toyota.