Im Prinzip geht alles.

Aber ohne Strom geht nichts. 

Dieser Spruch gilt auch für das Auto – und hier im speziellen für die Starterbatterie, ohne die einfach gar nichts geht.

Moderne Batterien sind weitgehend wartungsfrei – haben aber dennoch kein ewiges Leben. Ganz im Gegenteil, durch immer mehr Elektronik im Auto sind die Stromspender stark belastet und geben oft schon nach wenigen Jahren den Geist auf.

Auch die Überprüfung der Akkus wird immer aufwendiger: ein einfaches Messen der Spannung reicht schon lange nicht mehr aus, um zu beurteilen, ob die Startsicherheit in der nächsten Zeit gegeben sein wird.

Hier mal der Ablauf eines ordentlichen Batterietests:

Erstmal muss klar sein, wo die Batterie eingebaut ist. Ein Profi weiß das, kann aber bei verschiedenen Fabrikaten auch schon mal ins Grübeln kommen. Eventuell müssen diverse Verkleidungen und/oder Abdeckungen demontiert werden.

Dann muss der Typ der Batterie erkannt und die Typangabe entschlüsselt werden. Es gibt zum Beispiel die Kapazitätsangaben in CCA, JIS, DIN, SAE, IEC oder EN-Norm. Die Angabe ist irgendwo auf der Batterie zu finden.

DSCF8297

In diesem Fall also JIS 115D31L.

Jetzt kommt 1500.- Euro teures Spezial-Testgerät zum Einsatz. Hier wird sofort nach dem Anschliessen die aktuelle Spannung angezeigt.

DSCF8298

Den korrekten Code eingeben, und die Temperatur der Batterie messen – das ist wichtig zur Kalkulation der Startleistung des Akkus.

DSCF8300

Der Test läuft an.

DSCF8302

Ein nicht ganz korrekte Funktion wird festgestellt.

DSCF8301

Zur Kontrolle müssen die Scheinwerfer eingeschaltet werden (das Gerät erkennt das), dann wieder ausgeschaltet – und ein erneuter Test erfolgt.

DSCF8303

Ergebnis: obwohl die Batterie ausreichend geladen ist, muss sie in diesem Fall für sichere Starteigenschaften erneuert werden.

DSCF8306

Der Ladezustand wäre ja noch in Ordnung – aber die Leistung wird nicht mehr reichen .

DSCF8305

Das Ergebnis kann gespeichert und auch ausgedruckt werden.

Das Ganze erledigen wir zu fast jeder Zeit und kostenlos.

Nicht ganz uneigennützig: Wir kommen auch am Wochenende, Feiertags oder Nachts zu unseren netten Kunden, wenn sie ein Problem haben. Wenn wir auf diese Art sicherstellen können, dass kein Auto startunfähig liegenbleibt – können wir auch im Bett liegenbleiben. Und allen geht’s besser.

Eben besser bewegt.

Jeder kriegt sein Fett weg

Aktuell steht in der AutoBild der interessanteste Artikel ganz zum Schluss. Auf Seite 96 der Ausgabe Nr. 40 vom 02.10.2013 schreibt Matthias Moetsch über den Porsche Panamera:

„So betörend die Fahreigenschaften, so abtörnend war das Drumherum. Denn das Auto ist eine fette Qualle: 20cm zu lang, zehn zu breit, fünf zu hoch. … wie Baumarkt-Tuning… wenn deutsche Ingenieure das dürften, was sie können, hätten wir wieder mehr Autos für Enthusiasten – statt für Angeber.“

Huch!

So ehrlich? Ist der Mann alleine mit seiner Meinung? Ich meine: er hat absolut recht! Und mit meiner Einstellung bin ich nicht alleine, das zeigt sich auch sehr schön an Leserbriefen in den entsprechenden Zeitschriften.

Bin ich einer der von Matthias Moetsch angesprochenen Enthusiasten? Kann schon sein. Davon gibt es aber jede Menge, wie schon gesagt.

Autos mit viel Leistung und furchtbar großen, schweren Blechgehäusen sind einfach weder sinnvoll noch zeitgemäss. Sie suggerieren Sicherheit, die nicht vorhanden ist. Sie sind nicht effizient und schon gar nicht sind sie in der Lage, richtige Fahrfreude zu vermitteln.

Denn Fahrspaß hat gar nichts mit der maximal erreichbaren Geschwindigkeit zu tun, sondern mit dem Gefühl, dem „Spüren“ der Straße. Mit Gefühl den Kurvenradius ganz genau erreichen. Wenn die Lenkung schon fast dem gedachten Muskel-Befehl gehorcht, reden manche vom „Go-Kart-Feeling“.

Warum sollte ein Auto über 5m lang sein, wenn vier Personen, notfalls auch fünf, auf 4,5m genauso bequem sitzen können und genausoviel Kofferraum zur Verfügung haben?

Oder eben die Fahrspaß-Meister: Kompakte Sportwagen mit relativ wenig Gewicht lassen sich sehr effizient mit verblüffend niedrigen Kraftstoff-Verbräuchen bewegen und sind dabei sehr flott unterwegs.

Und sehen einfach gut aus! Aktuell der Alfa 4C. Oder, etwas bezahlbarer und absolut problemlos im Alltag:

IMG_2667

Unser Toyota GT86. Mein absoluter Liebling.

Wie war nochmal der Spruch?

Wer mich mit dem Auto überholt, ist entweder lebensmüde oder heisst Walter Röhrl. Das gilt zumindest auf der Landstrasse und bei einigermassen legaler, selbstauferlegter Geschwindigkeitsbegrenzung .

Wer jetzt meint, so ein GT86 hat keine zeitgemässe Ausstattung, der täuscht sich gewaltig. Der kann sogar ganz weit vorne sein:  Mit dem Toyota Hotspot als mobiler Internet (W-LAN) – Zugangspunkt verwendbar. Für die ganz junge Generation, für die das Auto (angeblich) gar nicht mehr so wichtig ist.

 	Image Bilder 2013 Hotspot

Damit einfach jeder bekommt, was er will. Vollkommen zufrieden.

App und zu wundert man sich

IMG_3109Was es nicht alles gibt.

Eine Spritspar-App von einem Chemieunternehmen fürs Smartphone – auch im Internet zuhause kann man das Ding probieren. Was soll man jetzt davon halten?

Ich habs natürlich getestet.

Bisher keine Bewertung vorhanden. Hmm, obwohl darauf ja auch kein Verlass ist, doch ein komisches Gefühl. Ob das was taugt?

Download und Installation waren problemlos.

Jährliche Fahrleistung, aktuellen Spritpreis und Durchschnittsverbrauch des Autos (den kann man realistisch selber angeben oder den prüfstandsermittelten Verbrauch aus einer Fahrzeugliste asuwählen) eintippen – und schon kommts:

Wenn jetzt auf meinem Prius Reifen der Effizienzklasse B statt der Klasse E montiert sind, dann liegt das Sparpotential bei 103.- Euro pro Jahr. Sagt die App. Der Umwelt bleiben 152 kg CO2 erspart – weil ich 65 Liter Sprit einspare.

Und auf der nächsten Seite der App: Wenn die Reifen der Klasse B um 30.- Euro pro Stück teurer sind als die E – Reifen, dann lohnt sich das nach 14 Monaten bzw. 27800 gefahrenen Kilometern. Das find ich jetzt mal interessant. Und dann kan man noch ausrechnen lassen, wieviel man für zusätzliches Gewicht im Auto und den Luftdruck der Reifen ausgibt – bzw. was man durch Optimierung hier noch sparen könnte.

Also doch ein schönes Spielzeug.

Wer es selber probieren will: einfach der der TÜV-geprüften „App.green-mobility“ suchen. Kostet nix und könnte nur was bringen.

Episode 2 – die Rückkehr

TMDE_16781

Wann geht Kult los?

Spätestens dann, wenn die Macher einer Sache wegen der Nachfrage der Fans eine Fortsetzung auflegen, obwohl sie mal gesagt haben, die Geschichte wäre zu Ende.

Das gibt es auch in Sachen automobiler Fortbewegung.

Wenn es ein Auto gibt, das sich seinen guten Ruf in Deutschland (und weltweit) erarbeiten musste und das mit Bravour geschafft hat, dann ist das der Toyota Corolla.

Er war die typische billige „Reisschüssel“ – aber gleich die ersten Käufer, die sich an ihn herangetraut hatten, wurden mit zuverlässiger Fortbewegung und ordentlicher Ausstattung zu vernünftigen Preisen belohnt.

In den Jahrzehnten seiner Marktpräsenz wurde er verbessert, verfeinert – und blieb sich doch immer treu. Man konnte ihn einfach benutzen, pflegen, lieben, ihn schinden, umbauen – er blieb immer problemlos.

Sein Nachfolger, der Auris, hat diese Talente übernommen. Aber eben nicht diesen Ruf der Unzerstörbarkeit. Der nicht von ungefähr kommt: wenn man in einer Fernsehreportage über Afrika’s Enwicklungsländer irgendwo ein Taxi im Hintergrund über eigentlich unbefahrbare Strassen rumpeln sieht, ist das mit großer Wahrscheinlichkeit ein (irgendwo bei uns ausgemusteter) Corolla. Die Dinger fahren einfach immer und sind simpel reparierbar.

Wenn ich so nachdenke, was ich selbst alles mit und in einem Corolla erlebt habe:

  • die ersten Kindheits-Erinnerungen im Fond eines Corolla KE20 Coupe, noch ohne Kindersitz oder Gurt. Im Winter durfte ich schonmal in den Kofferraum, damit die Traktion den Berg rauf reichte
  • mein allererstes eigenes Auto war ein Corolla
  • das Auto, dessen Verkauf ich heute am meisten bereue: Corolla Coupe AE86. Ich war jung und brauchte das Geld
  • meine Erfahrungen im Motorsport bei Slalom-Veranstaltungen mit dem Gruppe G – Corolla
  • mein erster Urlaub alleine – mit einem Corolla
  • meine bisher längste Urlaubsfahrt – im Corolla
  • der erste Unfall – mit einem Corolla, er hat mich mit seinem Leben beschützt und dafür hab ich ihn dann wieder erweckt
  • meine erste Runde auf dem Nürburgring – mit einem Corolla TS
  • das Auto mit den meisten Kilometern auf dem Tacho, das ich je selbst privat gefahren hab – ein Corolla mit 4A-GE-Motor und knapp 500000km

Schon faszinierend, wenn man da drüber nachdenkt.

Ein Corolla wird auch so gut wie nie verschrottet – es gibt immer Abnehmer für diese Fahrzeuge, wenn sie in Deutschland aus optischen Gründen keiner mehr fahren will. Die sind dafür richtig dankbar.

Jetzt komme ich zur Zukunft: die Geschichte geht weiter! Der Corolla kommt zurück! Als Ergänzung zum Auris, der sich (doch vielleicht wegen der Namensänderung) immer noch nicht so ins Autofahrergedächtnis eingebrannt hat wie der Corolla.

Wie immer und wie von seinen Väter vor Jahrzehnten geplant:

Angepasst mit aktueller Technik, ohne großen Schnickschnack. Eine klassische 4-türige Limousine, nicht allzu groß, genug Platz für 4-5 Leute und Gepäck. Ausreichend motorisiert mit absolut ausgereiften und problemlosen Benzin-Triebwerken, sparsam durch Toyota Optimal Drive. Günstiger Kaufpreis, vernünftige Ausstattung.

Einfach ein Auto, um damit jeden Tag, oder auch nur einmal in der Woche, die notwendigen Fahrten zu erledigen. Oder zum Spaß in der Gegend rumzufahren. Er macht wieder alles mit. Ohne irgendwelche angeberischen SUV-Optikallüren oder pseudo-sportliche Anbauten, das braucht er alles  nicht. Aber er ist aktuell und vielleicht auch vor vielen Mitbewerbern mit den heute beliebten und praktischen Dingen wie z.B. Bluetooth-Telefon-Freisprecheinrichtung und Bluetooth-Audiostreaming. Das gefällt sogar mit, immer meine Musik ganz simpel vom Smartphone hören zu können. Die Verbindung mit Toyota Touch klappt in vielleicht 20 Sekunden, fertig.

Und das Navigationssystem, das man auf Wunsch haben kann, wird in Straubing gebaut. Bei Harman. Für Toyota Europa. Die wollen da aber nicht drüber reden. Naja.

Diese Video beschreibt es recht gut: Aus der Mode kommt er nie.

Ich freu mich drauf! Oder hat ihn der Prius als Legende schon überholt? Bei mir im Hof steht so ein  89 Gramm CO2-Racer – vielleicht wart ich noch auf Episode 3 …

Alternative Antriebe auf IAA

2013-09-22 13.18.25

Ein paar Tage nach dem IAA – Besuch habe ich mir Zeit gelassen.

Irgendwie war jetzt nichts, was mich so richtig begeistert. Wie beim iPhone. Nicht wirklich was Neues oder wenigstens eine ganz neue, mutige Form.

Sind die Ideen ausgegangen? Nein, es gab schon ein paar Ansätze. Der Lexus LF-NX mit wirklich coolem, aber noch nicht serientauglichem Design. Der BMW i3 mit Carbon-Karosserie und Elektro (Hybrid) – Antrieb – leider klein und teuer. Die in Köln bei Toyota Motorsport gebaute Yaris Hybrid – Studie – da sollte die Reise hingehen, mit etwas weniger Leistung vielleicht schon bald für die Serie reif? Das Alfa – Mittelmotorcoupe – die Italiener können halt Autos designen. Der BMW i8 – leider einfach sehr teuer.

Der erste i8 war jetzt ungetarnt bei uns im Bayerischen Wald auf der Strasse. Optisch von vorne so-lala, von hinten der Hammer. Ganz seltsam, oder sagen wir ungewoht, der Sound von aussen: beim langsamen Fahren wie ein Rasenmäher, wenn der Fahrer Gas gibt, wie die Trompeten von Jericho. Aber insgesamt doch ein relativ „normaler“ Sportwagen.

Was einfach immer noch fehlt: ein günstiges Auto, das bei kurzen Strecken mit möglichst hohem Anteil an preiswerter Energie (Elektrisch!) fährt und dennoch keine Einschränkungen in Sachen Reichweite und praktischer Nutzen hat. So wie der Toyota Prius Plug-in, den es ja schon fast ein ganzes Jahr zu kaufen gibt. Etwas mehr Batteriekapazität sollte man sich bestellen können. Und das alles noch etwas günstiger, wenns geht.

Wenn wir gerade beim Wünsch-Dir-Was sind: Wenn mich persönlich aktuell für ein Auto wirklich begeistern würde, dann wär das ein maximal 4,30 langer Hochdach – Kombi mit traktionsstarkem Hybrid – Allradantrieb, der über eine elektrische Reichweite von 50-70km verfügt und wie der Prius PlugIn in einer Stunde an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann. Mit einfacher, pflegeleichter Innenausstattung und simpel bedienbarem Multimedia-System – ToyotaTouch ist da schon sehr nahe dran. Und aussen mit unlackierten Stossfängern, die den Namen auch verdienen und den einen oder anderen Parkrempler wegstecken. Apropos Parken: eine Rückfahrkamera muss natürlich auch drin sein. Aber das ist ja heute auch schon üblich.

Könnte das ein neues iPhone unter den Autos sein? Mehr Nutzungsmöglichkeiten und und in jeder Situation verwendbar. Langstrecke, Stadt, Autobahn, Transport, Skiurlaub – überall, wo man halt unterwegs sein will oder muss.

Vielleicht findet man so was ja auf der nächsten IAA. Zu einem Preis, den sich ein fleissig arbeitender Familienvater auch leisten kann. Bis bald!

Morgen, ja morgen …

Auris Touring Sports Hybrid
Auris Touring Sports Hybrid

…fang ich ein neues Leben an.

So oder so ähnlich kommen mir die Ankündigungen der Autohersteller jetzt, vor der IAA, vor.

Immerhin ist das ja eine der grössten Automessen der Welt, sagt man. Zumindest nach der Fläche und Anzahl der Aussteller.

Aber ist es auch die Messe mit dem grössten Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Zeit?

Da werden Autos mit 800 und mehr PS, mit 10-Zylinder-Dieselmotoren und andere „Einzelstücke“ hergezeigt.

Sogar Toyota als führender Hersteller in Sachen alternativer Antrieb stellt einen Alibi-Prototypen, mit über 400PS und Hybridantrieb im Kleid eines Yaris hin. Schön, zu zeigen, was technisch möglich ist – aber warauf soll man sich da als Händler/Verkäufer oder Kunde denn freuen? Da hätte die sich auch von Airbus einen Flieger ausleihen können und hinstellen – die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Ding serienmässig zu kaufen sein wird, ist ähnlich gross.

Warum kein Auto, das so tatsächlich zu verkaufen sein könnte? Es kann ja ruhig ein sportlicher Yaris Hybrid sein – so 150-180PS drin, mit Elektroantrieb an der Hinterachse, zu einem noch leistbaren Preis – da könnt man sich schon drauf freuen.

Von den europäischen Herstellern sollen jetzt ja mehr Hybridfahrzeuge dort stehen. Ich bin gespannt und fahre morgen dort hin, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. Zeit wird’s, dass diese Technik mehr Menschen erreicht – weil Toyota alleine schaffts, zumindest in Deutschland,  nicht die Leute davon zu überzeugen. Obwohl jetzt sogar Anhängerbetrieb möglich ist – aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Seit Jahren soll es ja „jetzt dann bald“ einen VW Golf mit alternativem Antrieb zu kaufen geben.

Schaun mer mal, morgen.

Auf jeden Fall hab ich schon mal einen Messetermin bei einem Hersteller von E-Bikes vereinbart.