App und zu wundert man sich

IMG_3109Was es nicht alles gibt.

Eine Spritspar-App von einem Chemieunternehmen fürs Smartphone – auch im Internet zuhause kann man das Ding probieren. Was soll man jetzt davon halten?

Ich habs natürlich getestet.

Bisher keine Bewertung vorhanden. Hmm, obwohl darauf ja auch kein Verlass ist, doch ein komisches Gefühl. Ob das was taugt?

Download und Installation waren problemlos.

Jährliche Fahrleistung, aktuellen Spritpreis und Durchschnittsverbrauch des Autos (den kann man realistisch selber angeben oder den prüfstandsermittelten Verbrauch aus einer Fahrzeugliste asuwählen) eintippen – und schon kommts:

Wenn jetzt auf meinem Prius Reifen der Effizienzklasse B statt der Klasse E montiert sind, dann liegt das Sparpotential bei 103.- Euro pro Jahr. Sagt die App. Der Umwelt bleiben 152 kg CO2 erspart – weil ich 65 Liter Sprit einspare.

Und auf der nächsten Seite der App: Wenn die Reifen der Klasse B um 30.- Euro pro Stück teurer sind als die E – Reifen, dann lohnt sich das nach 14 Monaten bzw. 27800 gefahrenen Kilometern. Das find ich jetzt mal interessant. Und dann kan man noch ausrechnen lassen, wieviel man für zusätzliches Gewicht im Auto und den Luftdruck der Reifen ausgibt – bzw. was man durch Optimierung hier noch sparen könnte.

Also doch ein schönes Spielzeug.

Wer es selber probieren will: einfach der der TÜV-geprüften „App.green-mobility“ suchen. Kostet nix und könnte nur was bringen.

Alternative Antriebe auf IAA

2013-09-22 13.18.25

Ein paar Tage nach dem IAA – Besuch habe ich mir Zeit gelassen.

Irgendwie war jetzt nichts, was mich so richtig begeistert. Wie beim iPhone. Nicht wirklich was Neues oder wenigstens eine ganz neue, mutige Form.

Sind die Ideen ausgegangen? Nein, es gab schon ein paar Ansätze. Der Lexus LF-NX mit wirklich coolem, aber noch nicht serientauglichem Design. Der BMW i3 mit Carbon-Karosserie und Elektro (Hybrid) – Antrieb – leider klein und teuer. Die in Köln bei Toyota Motorsport gebaute Yaris Hybrid – Studie – da sollte die Reise hingehen, mit etwas weniger Leistung vielleicht schon bald für die Serie reif? Das Alfa – Mittelmotorcoupe – die Italiener können halt Autos designen. Der BMW i8 – leider einfach sehr teuer.

Der erste i8 war jetzt ungetarnt bei uns im Bayerischen Wald auf der Strasse. Optisch von vorne so-lala, von hinten der Hammer. Ganz seltsam, oder sagen wir ungewoht, der Sound von aussen: beim langsamen Fahren wie ein Rasenmäher, wenn der Fahrer Gas gibt, wie die Trompeten von Jericho. Aber insgesamt doch ein relativ „normaler“ Sportwagen.

Was einfach immer noch fehlt: ein günstiges Auto, das bei kurzen Strecken mit möglichst hohem Anteil an preiswerter Energie (Elektrisch!) fährt und dennoch keine Einschränkungen in Sachen Reichweite und praktischer Nutzen hat. So wie der Toyota Prius Plug-in, den es ja schon fast ein ganzes Jahr zu kaufen gibt. Etwas mehr Batteriekapazität sollte man sich bestellen können. Und das alles noch etwas günstiger, wenns geht.

Wenn wir gerade beim Wünsch-Dir-Was sind: Wenn mich persönlich aktuell für ein Auto wirklich begeistern würde, dann wär das ein maximal 4,30 langer Hochdach – Kombi mit traktionsstarkem Hybrid – Allradantrieb, der über eine elektrische Reichweite von 50-70km verfügt und wie der Prius PlugIn in einer Stunde an einer Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann. Mit einfacher, pflegeleichter Innenausstattung und simpel bedienbarem Multimedia-System – ToyotaTouch ist da schon sehr nahe dran. Und aussen mit unlackierten Stossfängern, die den Namen auch verdienen und den einen oder anderen Parkrempler wegstecken. Apropos Parken: eine Rückfahrkamera muss natürlich auch drin sein. Aber das ist ja heute auch schon üblich.

Könnte das ein neues iPhone unter den Autos sein? Mehr Nutzungsmöglichkeiten und und in jeder Situation verwendbar. Langstrecke, Stadt, Autobahn, Transport, Skiurlaub – überall, wo man halt unterwegs sein will oder muss.

Vielleicht findet man so was ja auf der nächsten IAA. Zu einem Preis, den sich ein fleissig arbeitender Familienvater auch leisten kann. Bis bald!

Realistisch oder nicht?

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Über die Verbrauchsangaben – korrekt heisst es:

Ermittlung nach dem Messverfahren (§ 2 Nrn. 5,6,6a PKW-EnVKV in der jeweils gültigen Fassung)

wird ja viel diskutiert.

Realistisch oder nicht?

Die Werte müssen auf jeden Fall erreicht werden. Und zwar unter den Bedingungen, die nach der Richtlinie Grundlage für diese Prüfung sind. Das heisst, das Auto steht am Prüfstand (nicht auf der Strasse) , die Klimaanlage wird nicht eingeschaltet, die Reifen sind auf höchstmöglichen Luftdruck aufgepumpt, die Ausstattung des Autos ist so wenig umfangreich wie nur möglich (um Gewicht zu sparen) – und andere, kleine, allerdings legale „Tricks“ gibt’s auch noch. Das gilt für alle Hersteller gleich, mittlerweile wird sogar eine „Prüftstandserkennungssoftware“ ins Motorsteuergerät mit eingebaut. Zumindest von machen Herstellern.

So geht’s auch

Ein paar bessere Quellen, um vor dem Autokauf den tatsächlichen Verbrauch herauszubekommen, gibt’s schon. Zum Beispiel bei uns. Wir fahren ja unsere Vorführwagen, bei denen wir den echten Verbrauch ermitteln. Und unsere Kunden, die schon ein entsprechendes Auto fahren, erzählen uns auch von dem Verbrauch ihres Gefährts. Oder, man nutzt das Internet – hier kann man auch schön vergleichen: viele tausend Autofahrer tippen jede ihrer Tankungen bei www.spritmonitor.de ein. Einfach mal reinklicken. Und wenn was unklar ist: wir helfen gerne bei der Interpretation.

Hybrid fahren – das ist kompliziert!?

Absolut gar nicht!

Einen Vollhybrid-Toyota braucht man nicht aufzuladen und auch keinerlei komplizierte Bedienungsbesonderheiten zu beachten.

Einfach einsteigen, auf die Bremse treten, den Anlasser betätigen (je nach Ausstattung mit Startknopf oder Schlüssel), den Wählhebel auf „D“ wie „Drive“ bewegen, von der Bremse gehen – und los geht’s!

Zum Beschleunigen einfach auf Gaspedal treten – und beim Bremsen bereits auf den logischen Anzeigen dabei zusehen, wie die Bremsenergie erstmal in Strom umgewandelt wird -bevor beim stärkeren Bremsen das leistungsfähige, konventionelle hydraulische Bremssystem in Aktion tritt.

Auch beim Rollen oder Bergabfahren wird Energie nicht einfach ein Reibung und Wärme umgewandelt, sondern als elektrische Energie im bordeigenen Akku gespeichert.

Es gibt verschiedene Fahrtprogramme, die in erster Linie beeinflussen, wie schnell das System auf Bewegungen des Gaspedals reagiert – im Eco-Modus werden Gaspedalbefehle etwas verzögert umgesetzt, im Normalmodus wesentlich schneller – und im Power-Modus mit maximaler Reaktionsschnelligkeit.

Die Höchstleistung bei durchgetretenem Gaspedal ist immer gleich hoch, so dass zum Beispiel beim Überholen immer die maximale Kraft zur Verfügung steht.

Das Allerschönste für viele Fahrer: die absolut ruckfreie Fahrt und das in jeder Situation problemlos mögliche Anfahren, z.B. beim Parken, oder wenn man einen Randstein „erklimmen“ muss. Der Elektromotor stellt schon beim Anfahren, bei 0 km/h, volles Drehmoment und dadurch große Kraft beim Anfahren zur Verfügung!

Man könnte an einen Randstein hinfahren, ganz langsam Zentimeter für Zentimeter den Randstein erklimmen – und auf halber Höhe stehenbleiben und auch wieder anfahren, so feinfühlig lässt sich das Anfahren dosieren!

Also ganz, ganz einfach zu bedienen ist so ein System, einfacher als die allermeisten anderen Fahrzeuge.

Der geringe Verbrauch ist noch eine Zugabe dazu!

Am besten einfach selbst erleben, ich nehme mir gerne für eine Probefahrt Zeit, zeige es vorher selbst und lass dann jeden (mit Führerschein), der es will, diese entspannte Dimension des Fahrens selber erleben!

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Hybrid – kann das Spass machen?

WIE JETZT? FAHRSPASS ODER HYBRID?

Auf jeden Fall geht beides!

Es ist wie mit vielen anderen Dingen: schwer fällt es uns, sich von jahrelangen, jahrzehntelangen Gewohnheiten zu verabschieden. Ein Vollhybridauto bietet hervorragende Fahrleistungen. Der Eindruck, der beim Fahren entsteht, ist jedoch vollkommen anders als bei einem konventionell motorisierten Fahrzeug. In vielen Testberichten ist daher die Rede von „Gummibandeffekt“ oder ähnlichem. Im Alltag sieht es aber so aus, dass zum Beispiel ein Überholvorgang schneller, stressfreier und viel einfacher funktioniert als mit anderen PKW!

Ganz klar ist: Die zur Verfügung stehende Leistung wird komplett, ohne irgendwelche Schaltvorgänge, unmittelbar und in jeder Situation ganz einfach durch Durchtreten des Gaspedals zu 100% abgerufen. Einfacher geht’s nicht – und schneller auch nicht!

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